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Südrussische Tarantel auf sandigem Boden in Österreich – große heimische Spinne, für Menschen ungefährlich
Südrussische Tarantel (Lycosa singoriensis) in Österreich: Die größte Spinne Mitteleuropas breitet sich weiter aus, gilt aber als ungefährlich für Menschen.
Südrussische Tarantel (Lycosa singoriensis) in Österreich: Die größte Spinne Mitteleuropas breitet sich weiter aus, gilt aber als ungefährlich für Menschen.
Andrew Butko / wikicommons

Südrussische Tarantel breitet sich in Österreich aus: Wie gefährlich ist die größte Spinne wirklich?

30.05.2026 um 09:51, Stefanie Hermann
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Die Südrussische Tarantel breitet sich in Österreich weiter aus. Neue Sichtungen 2026 zeigen: Die größte Spinne ist früher aktiv – aber ungefährlich.

Die Südrussische Tarantel breitet sich in Österreich weiter aus. Im Jahr 2026 wurden bereits zwei Exemplare in Niederösterreich nachgewiesen und das deutlich früher als üblich.

Normalerweise erfolgen Sichtungen dieser Art erst in den Herbstmonaten. Die aktuellen Funde im Frühjahr deuten darauf hin, dass die Spinne früher aktiv ist und möglicherweise weiter verbreitet ist als bisher angenommen.

Südrussische Tarantel: Größte Spinne Mitteleuropas

Mit einer Körperlänge von bis zu vier Zentimetern gilt die Südrussische Tarantel (Lycosa singoriensis) als größte Spinne Mitteleuropas. Ihr Verbreitungsgebiet reicht vom asiatischen Raum bis nach Ostösterreich.

In Österreich ist die Art seit rund 100 Jahren heimisch und kommt vor allem im Osten des Landes vor. Aktuelle Entwicklungen zeigen jedoch, dass sich ihr Lebensraum zunehmend erweitert.

Sichtungen an Feldrändern: Spinnen meiden Siedlungen

Auch wenn sich die Südrussische Tarantel weiter ausbreitet, bleiben Sichtungen selten. Die Tiere leben zurückgezogen und halten sich meist fern von Siedlungen auf.

Auch die jüngsten Nachweise stammen von Feldrändern, fernab von Wohngebieten. „Sie wurden beide an Feldrändern entfernt von Siedlungen gefunden“, bestätigt Carolina Trcka-Rojas vom Naturschutzbund.

Die Südrussische Tarantel bevorzugt trockene, offene Lebensräume wie Steppen oder landwirtschaftliche Flächen. Dadurch kommt es nur selten zu direkten Begegnungen mit Menschen.

Südrussische Tarantel verbreitet sich weiter

Dass bereits im Frühjahr 2026 Sichtungen gemeldet wurden, gilt unter Fachleuten als auffällig. Bisher lag der Schwerpunkt der Nachweise klar im Herbst.

Die frühe Aktivität könnte ein Hinweis auf veränderte Umweltbedingungen sein. Gleichzeitig gehen Experten davon aus, dass die tatsächliche Verbreitung der Art bislang unterschätzt wurde.

Bissunlustig: Für Menschen ungefährlich und kaum aggressiv

Trotz ihrer imposanten Größe ist die Südrussische Tarantel für Menschen weitgehend ungefährlich. Der deutsche Biologe Heiko Bellmann beschreibt die Art als „ausgesprochen bissunlustig“.

Ein wissenschaftlicher Versuch bestätigt das: Ein Forscher versuchte vergeblich, sich selbst und Versuchstiere von rund 100 Taranteln beißen zu lassen. Das Gift wirkt zwar bei kleinen Beutetieren, stellt für Menschen jedoch keine relevante Gefahr dar.

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