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Iranischer Politiker steht am Rednerpult mit iranischer Flagge im Hintergrund während einer Veranstaltung in Istanbul.
Der Iran droht jetzt offen Europa.
Der Iran droht jetzt offen Europa.
APA-Images / Action Press / Kyodo News

11 Atombomben: Iran droht jetzt Europa

03.03.2026 um 12:50, Stefanie Hermann
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Teheran warnt erstmals auch Europa: Der Iran droht mit Konsequenzen und verweist auf sein Atomprogramm – die Sorge vor einer nuklearen Eskalation wächst.

Drei Tage nach Beginn der israelisch-amerikanischen Offensive gegen den Iran verschärft sich die Lage weiter. Teheran hat nun auch europäische Staaten vor einem Eingreifen in den Konflikt gewarnt.

Der Iran reagiert mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, US-Basen und Golfstaaten, während die Straße von Hormuz weitgehend geschlossen bleibt. Teheran warnt Europa offen vor einem Eingreifen in den Konflikt. In westlichen Hauptstädten wächst die Sorge, dass der Konflikt auch eine nukleare Dimension annehmen könnte.

Atomprogramm als Auslöser der Angriffe

Schon vor Beginn der Offensive hatte der Iran nach Darstellung Washingtons im Zuge von Atomverhandlungen mit den USA mit seiner nuklearen Kapazität geprahlt. „Beide iranischen Unterhändler sagten ganz offen und ohne Scham, dass sie 460 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertes Uran kontrollierten und sich bewusst seien, dass damit elf Atombomben hergestellt werden könnten“, so US-Sondergesandter Steven Witkoff gegenüber Fox News.

Entscheidung für Militärschlag

Die Drohung aus Teheran, in Besitz nuklearer Sprengkörper zu sein, wurde von den USA und Israel als akute Gefahr gewertet. Nach Darstellung von US-Außenminister Marco Rubio habe die Regierung in Washington handeln müssen, um „größere Verluste“ zu vermeiden. Nur wenige Tage später begannen die gemeinsamen Luftschläge auf Teheran und andere iranische Städte.

Europas Sicht auf die Krise

In Europa wächst unterdessen die Sorge. Mehrere Staaten riefen zur Deeskalation auf, warnen aber zugleich vor einer weiteren Ausbreitung des Konflikts.

Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger sagte aufgrund der Spannungen ein Treffen mit ihrem italienischen Amtskollegen in Rom ab. Auch in anderen EU-Hauptstädten wird über mögliche sicherheitspolitische Folgen beraten, bislang aber ohne konkretes Ergebnis.

Teheran droht jetzt auch Europa

Die iranische Führung warnt jetzt ausdrücklich, dass jede „Aktion“ europäischer Länder gegen iranische Raketen- oder Militäranlagen als Akt des Krieges gewertet werde. Namentlich nannte Teheran Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich. Erstmals richtet sich die Drohung damit offiziell auch gegen europäische Staaten.

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