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Eine leere Geldbörse symbolisiert die Pleite der RuNi GmbH
Keine Rettung für die RuNi GmbH: Das Modeunternehmen mit Filialen im Burgenland und Niederösterreich wird liquidiert.
Keine Rettung für die RuNi GmbH: Das Modeunternehmen mit Filialen im Burgenland und Niederösterreich wird liquidiert.
PeopleImages/Shutterstock

Textil-Pleite: Heimische Modekette muss schließen

02.06.2026 um 16:21, Marcel Toifl
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Das Textilunternehmen RuNi GmbH schlittert in den Konkurs. Nach massiven Umsatzeinbrüchen steht die Schließung der verbliebenen Filialen bevor.

Der stationäre Handel in Österreich verliert den nächsten Akteur im Niedrigpreissegment. Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) offiziell bekannt gibt, wurde über das Vermögen der RuNi GmbH ein Konkursverfahren am Landesgericht Eisenstadt eröffnet Das im Jahr 2020 gegründete Unternehmen, das einen breit gefächerten Warenhandel mit dem Schwerpunkt auf günstiger Bekleidung betreibt, steht nach einer wirtschaftlichen Talfahrt vor der endgültigen Schließung.

Drei Standorte von der Pleite betroffen

Die Insolvenzschuldnerin, die von den Geschäftsführern Rudolf Rzucidlo und Nicole Kreiner-Rzucidlo geleitet wird, verfügt über ein Stammkapital von 35.000 Euro. Bis zuletzt wurden von dem Modehändler drei Filialen in Österreich betrieben, die nun allesamt vor dem Aus stehen:

  • 7344 Stoob – EKZ Stoob-Süd 54/shop 4
  • 2700 Wiener Neustadt – Stadlsteinstraße 10-13
  • 7071 Rust – Conradplatz 7

Von dem aktuellen Verfahren sind laut AKV-Angaben rund 29 Gläubiger betroffen. Die offenen Gesamtforderungen belaufen sich auf etwa 183.000 Euro. Dem gegenüber stehen Aktiva, die im Wesentlichen aus der vorhandenen Geschäftseinrichtung, den Rest-Warenbeständen sowie minimalen sonstigen Vermögenswerten bestehen. Über nennenswertes Liegenschaftsvermögen verfügt die Gesellschaft nicht. Zudem bangen die derzeit 8 beschäftigten Dienstnehmer um ihre Existenz, da deren Entgeltansprüche bereits teilweise offen aushaften.

Drastischer Umsatzeinbruch und frühere Sanierungsversuche

Als Hauptursache für den folgenschweren Konkurs nennt das Management ein massiv rückläufiges Konsumverhalten der Kunden. Dieses schlug sich insbesondere seit Jänner 2026 in Form von erheblichen Umsatzeinbrüchen in den Kassen nieder.

Bitter für die Beteiligten: Das Unternehmen befand sich bereits in der Vergangenheit in einer Schieflage. Doch die im Zuge eines vorangegangenen Insolvenzverfahrens gesetzten Sanierungsmaßnahmen – darunter gezielte Filialschließungen und ein personeller Abbau – brachten langfristig nicht den erhofften wirtschaftlichen Umschwung.

Keine Rettung mehr: Vollständige Liquidation beschlossen

Eine neuerliche Wende wird es für die Modegeschäfte nicht mehr geben. Die Firmenleitung sieht sich außerstande, die laufenden Kosten des Betriebs zu decken, und hat sich offiziell als überschuldet und zahlungsunfähig erklärt. Ein weiterer Sanierungsplan wird vonseiten der Schuldnerin nicht mehr angestrebt.

Damit ist die endgültige Abwicklung des Textilhändlers besiegelt. Die verbliebenen Vermögenswerte werden im Zuge des Verfahrens verwertet, um die offenen Forderungen der Gläubiger bestmöglich zu bedienen.

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