Artemis 2 startet zum Mond: NASA unter Druck im neuen Wettlauf ins All
- Countdown läuft: Artemis 2 startet zum Mond
- Vierköpfige Crew an Bord der Artemis-Mission
- Flug weiter als je zuvor in der Geschichte
- Artemis 2 als Test für zukünftige Mondlandungen
- Probleme und Kritik rund um Artemis 2
- Neuer Wettlauf zum Mond hat begonnen
- Warum der Mond wieder im Fokus steht
- Artemis entscheidet über die Zukunft der Raumfahrt
Artemis 2 startet zum Mond: Erstmals seit mehr als 50 Jahren schickt die NASA wieder Menschen Richtung Erdtrabanten. Die Mission soll nicht nur den Weg für zukünftige Mondlandungen ebnen.
Countdown läuft: Artemis startet zum Mond
Die Mission Artemis 2 steht vor einem historischen Moment: In der Nacht auf den 2. April soll erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder eine bemannte Mission Richtung Mond starten. Das Startfenster öffnet sich um 00:24 Uhr.
Mit dem Flug will die NASA zeigen, dass astronautische Missionen jenseits der Erdumlaufbahn wieder möglich sind. Vier Raumfahrer sollen den Mond umrunden und nach rund zehn Tagen zur Erde zurückkehren. Eine Landung ist diesmal noch nicht geplant.
Vierköpfige Crew an Bord der Artemis-Mission
An Bord der Artemis-Mission befinden sich drei US-Astronauten und ein kanadischer Missionsspezialist. Kommandant ist Reid Wiseman, unterstützt von Pilot Victor Glover.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Christina Koch: Sie ist die erste Frau, die an einer Mondmission teilnimmt. Komplettiert wird die Crew durch Jeremy Hansen aus Kanada, der erstmals ins All fliegt.
Flug weiter als je zuvor in der Geschichte
Nach dem Start bringt die SLS-Rakete das Orion-Raumschiff zunächst in eine Erdumlaufbahn. Danach erfolgt ein entscheidendes Manöver Richtung Mond.
Die Flugbahn ist dabei bewusst weit ausgelegt: Die Crew wird sich mehr als 400.000 Kilometer von der Erde entfernen. Damit fliegt Artemis 2 weiter ins All als jede bemannte Mission zuvor.
Der Mond wird in großer Distanz umrundet, bevor die Gravitation für den Rückflug zur Erde genutzt wird.
Artemis als Test für zukünftige Mondlandungen
Die aktuelle Mission ist vor allem ein Testlauf. Im Fokus stehen zentrale Systeme wie Lebenserhaltung, Navigation und Kommunikation im tiefen Weltraum.
Auch sicherheitsrelevante Aspekte spielen eine große Rolle. Die Raumkapsel verfügt über redundante Systeme und geschützte Bereiche gegen Strahlung.
Erst wenn diese Technologien zuverlässig funktionieren, kann die geplante Mondlandung in den kommenden Jahren umgesetzt werden.
Probleme und Kritik rund um Artemis
Trotz aller Fortschritte steht das Artemis-Programm unter Druck. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Verzögerungen und technischen Problemen.
Besonders die SLS-Rakete gilt als teuer und wenig erprobt. Ein einzelner Start kostet mehrere Milliarden Dollar. Zudem wurde das System bisher nur einmal ohne Crew getestet.
Auch wichtige Komponenten für spätere Missionen – etwa Landefähren oder neue Raumanzüge – sind noch nicht einsatzbereit.
Neuer Wettlauf zum Mond hat begonnen
Mit Artemis 2 beginnt auch geopolitisch eine neue Phase der Raumfahrt. Neben den USA arbeitet auch China an bemannten Mondmissionen und plant eine Landung bis etwa 2030. Dabei geht es nicht nur um Prestige, sondern auch um Ressourcen und strategische Positionen im All.
NASA-Chef Jared Isaacman bringt es auf den Punkt: Man sei „zum Erfolg verdammt“, wenn man den Mond nicht anderen überlassen wolle.
Besonders der Südpol steht im Fokus. Dort könnte Wassereis lagern, das für künftige Missionen entscheidend ist – etwa zur Herstellung von Treibstoff oder zur Versorgung von Astronauten.
Gleichzeitig dient der Mond als Testfeld für spätere Missionen zum Mars.