Amokfahrt in Leipzig: Täter erst aus Psychiatrie entlassen – zwei Menschen tot
- Täter kurz zuvor in Psychiatrie
- Horror-Fahrt durch die Innenstadt
- Täter festgenommen und in Klinik gebracht
- Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Nach der tödlichen Amokfahrt in Leipzig kommen immer mehr Details ans Licht. Ein 33-jähriger Mann ist am Montag mit seinem Auto durch die Fußgängerzone gerast und hat dabei zwei Menschen getötet sowie mehrere weitere verletzt. Nun wird bekannt: Der mutmaßliche Täter ist nur einen Tag vor der Tat aus einer psychiatrischen Einrichtung entlassen worden.
Täter kurz zuvor in Psychiatrie
Der mutmaßliche Täter hat sich laut Berichten selbst in eine Psychiatrie in Leipzig eingewiesen. Noch am Sonntag ist er dort untergebracht gewesen. Wegen aggressiven Verhaltens gegenüber anderen Patienten ist er jedoch aus der Einrichtung verwiesen worden.
Eine Entlassung ist nur möglich, wenn keine akute Gefahr besteht. Ob in diesem Fall die Polizei informiert worden ist, ist derzeit unklar.
Horror-Fahrt durch die Innenstadt
Am Montag ist der Mann mit seinem Auto vom Augustusplatz in die Grimmaische Straße gefahren. Mit hoher Geschwindigkeit – laut Augenzeugen bis zu 80 km/h – ist er durch die Leipziger Fußgängerzone gerast und hat dabei zahlreiche Menschen erfasst.
Bei der Amokfahrt in Leipzig sind eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann ums Leben gekommen. Drei weitere Personen sind schwer verletzt worden. Zahlreiche Betroffene haben sich teils selbstständig in ärztliche Behandlung begeben.
Täter festgenommen und in Klinik gebracht
Nach der Fahrt ist der 33-Jährige noch im Fahrzeug von Einsatzkräften festgenommen worden. Laut Polizei hat er sich widerstandslos ergeben. Anschließend ist er in die Universitätsklinik Leipzig gebracht worden.
Ein Arzt hat festgestellt, dass der Mann aufgrund seiner psychischen Verfassung nicht haftfähig ist. Er ist daraufhin in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht worden.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen sowie wegen versuchten Mordes in mehreren weiteren Fällen. Die Behörden gehen derzeit von einer Amokfahrt aus.
Ein politisches oder religiöses Motiv wird nach aktuellem Stand ausgeschlossen. Als möglicher Auslöser wird ein Streit im persönlichen Umfeld genannt, bestätigt ist das jedoch nicht.