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Beschädigtes Auto nach Amokfahrt in Leipzig, Polizei sichert Tatort mit Einsatzkräften in der Innenstadt
Nach der Amokfahrt in Leipzig hat sich der Täter widerstandslos festnehmen lassen.
Nach der Amokfahrt in Leipzig hat sich der Täter widerstandslos festnehmen lassen.
APA-Images / AFP / JENS SCHLUETER

Amokfahrt in Leipzig: Horror-Fahrt durch Fußgängerzone – zwei Tote, dutzende Verletzte

05.05.2026 um 06:46, Stefanie Hermann
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Amokfahrt in Leipzig fordert zwei Tote und dutzende Verletzte. Der 33-jährige Täter wurde festgenommen. Sein Motiv ist noch völlig unklar.

Eine Amokfahrt in Leipzig erschüttert Deutschland: Am Montagnachmittag ist ein Auto mit hoher Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone in der Leipziger Innenstadt gerast. Zwei Menschen sind dabei ums Leben gekommen, mehrere weitere wurden schwer verletzt. Der Lenker, ein 33-jähriger Deutscher, wurde vor Ort festgenommen.

Zwei Tote und zahlreiche Verletzte

Der Vorfall hat sich in der Grimmaischen Straße ereignet, einer stark frequentierten Einkaufsstraße. Der Täter ist vom Augustusplatz kommend in die Fußgängerzone eingebogen und hat über mehrere hundert Meter hinweg Menschen erfasst.

Bei den Todesopfern handelt es sich um eine 63-jährige Frau und einen 77-jährigen Mann. Drei weitere Personen wurden schwer verletzt. Zudem gibt es eine Vielzahl leicht Verletzter. Insgesamt sollen rund 80 Menschen von dem Ereignis betroffen sein. In umliegenden Kliniken ist zeitweise ein sogenannter Massenanfall von Verletzten gemeldet worden.

Täter wird noch im Auto festgenommen

Der mutmaßliche Täter wurde unmittelbar nach der Tat von Einsatzkräften im Fahrzeug festgenommen. Laut Polizei hat er sich widerstandslos ergeben. Bei dem Mann handelt es sich um einen 33-jährigen deutschen Staatsbürger aus Leipzig.

Laut Medienberichten war der Mann bereits polizeibekannt, jedoch nicht einschlägig vorbestraft. Hinweise auf weitere Beteiligte gibt es derzeit nicht.

Behörden gehen von Amokfahrt aus

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen sowie wegen mehrfachen versuchten Mordes. „Wir gehen von einer Amokfahrt aus“, so die leitende Oberstaatsanwältin. Es gebe aktuell „keinerlei Anhaltspunkte für eine andere Lesart“.

Auch Sachsens Innenminister spricht von einer „schrecklichen Amoktat“ und geht von einem Einzeltäter aus. Hinweise auf ein politisches oder religiöses Motiv liegen laut Ermittlern derzeit nicht vor.

Motiv weiterhin unklar

Warum der 33-Jährige mit seinem Auto in die Menschenmenge gefahren ist, bleibt bislang offen. Auch zu möglichen persönlichen Hintergründen oder einem konkreten Auslöser gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Medienberichte sprechen von möglichen psychischen Auffälligkeiten, eine offizielle Bestätigung dafür steht jedoch noch aus.

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