Millennials und Generation Z sind gut fürs Geschäft

Junge Wissensarbeiter aus den Gruppen der Millennials und der Generation Z haben einen großen Einfluss auf die Gewinne von Unternehmen, wie eine aktuelle Studie von Citrix zeigt. Millennials bezeichnet die Generation, die im Zeitraum der frühen 1980er bis zu den späten 1990er geboren ist, als Generation Z werden die Nachfolger bezeichnet, die im Zeitraum 1997 bis 2010 zur Welt gekommen sind. Die Studie von Citrix hat den Zusammenhang zwischen dem Anteil der Digital Natives in einem Land (gut ausgebildete, digital versierte Arbeitskräfte der Generation Z oder Millennials) und der Rentabilität von Unternehmen untersucht. Das Ergebnis zeigt,, dass ein um einen Prozentpunkt höherer Anteil von Digital Natives in einem Land die Profitabilität (in Bezug auf EBITDA) um 0,9 Prozentpunkte steigert. Das entspricht weltweit gesehen Mehreinnahmen von 1,9 Billionen US-Dollar pro Jahr. Gleichzeitig wissen Führungskräfte in Unternehmen oft aber gar nicht, wie die Erwartungen dieser wichtigen Altersgruppe aussehen, wie eine weitere Erhebung von Citrix zeigt. Die Umfrage unter 1.000 Führungskräften und 2.000 jungen Wissensarbeitern (im Alter zwischen 18 und 39 Jahren) in großen und mittleren Unternehmen in den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, China, Indien, Japan, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Mexiko ergab Folgendes:

1. Arbeitsplatzstabilität und Work-Life-Balance zählen am meisten

Angesichts eines unsicheren Arbeitsumfelds konzentrieren sich jüngere Arbeitnehmer am meisten auf grundlegende Arbeitsfaktoren wie Karrierechancen und Arbeitsplatzsicherheit (wichtig für 87 Prozent) und eine gute Work-Life-Balance (ebenfalls 87 Prozent). Dies wird von Führungskräften nur bedingt realisiert, die am ehesten glauben, dass ihre jüngeren Mitarbeiter Wert auf den Zugang zu den neuesten Technologien am Arbeitsplatz und Weiterbildungsmöglichkeiten legen.

2. Führungskräfte überschätzen die Attraktivität von Büros

90 Prozent der Digital Natives wollen nach der Pandemie nicht wieder Vollzeit im Büro arbeiten. Diese Gruppe setzt sich zusammen aus 51 Prozent, die meist oder immer von zuhause aus arbeiten möchten und 39 Prozent, die ein hybrides Arbeitsmodell bevorzugen würden, das es ihnen erlaubt, flexibel zwischen Büro und Home Office zu wählen. Nur 10 Prozent wollen am liebsten wieder Vollzeit im Büro arbeiten. 58 Prozent der Führungskräfte glauben allerdings, dass junge Arbeitnehmer meist oder immer im Büro arbeiten möchten.

3. Junge Arbeitnehmer und Führungskräfte leben in unterschiedlichen digitalen Welten

Nur 21 Prozent der Führungskräfte nutzen Instant-Messaging-Apps wie Slack oder WhatsApp zu Arbeitszwecken, im Vergleich zu 81 Prozent der Digital Natives. Nur 26 Prozent der Führungskräfte nutzen diese Apps gerne für die Arbeit, im Vergleich zu 82 Prozent der jüngeren Mitarbeiter.

4. Wohlbefinden wird wichtiger

Während 90 Prozent der heutigen Führungskräfte sagen, dass die Verbesserung der Rentabilität ihres Unternehmens oberste Priorität hat, sagen 83 Prozent der Digital Natives, dass sie dem Wohlbefinden der Mitarbeiter Priorität einräumen würden, wenn sie die Führungsebene erreichen.

5. Mitarbeiter wollen mehr Tech-Investitionen

Mehr als zwei Drittel (67 Prozent) der Digital Natives glauben, dass die Pandemie gezeigt hat, dass ihr Unternehmen mehr in digitale Technologie investieren muss, während nur 22 Prozent der Führungskräfte so denken.

Neue Arbeitsmodelle und Tools gefragt

„Um erfolgreich Digital Natives zu gewinnen und zu halten, müssen Unternehmen in ihr Arbeitsmodell und ihre Tools investieren, um die flexible und effiziente Arbeitsumgebung zu schaffen, die die nächste Generation von Führungskräften erwartet“, sagt Oliver Ebel, Area Vice President Central Europe bei Citrix. „Dafür sprechen klare wirtschaftliche Gründe: Die Digital Natives sind die C-Suite der Zukunft und bis 2035 wird der Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen in ihren Händen liegen. Um ihre Zukunft zu sichern, müssen Unternehmen die jüngeren Mitarbeiter gezielt fördern und die Arbeitsplätze sowie Prozesse an deren Bedürfnisse anpassen.“

Autor: Cordula Meindl, 28.06.2021