Von null auf sicher: Der Plan für erfolgreiche Gründer:innen
- Basischutz mit Lücken
- Wenn's anders läuft als geplant
- Wer schädigt, haftet?
- Wer streitet, zahlt?
- Wer klickt, riskiert?
- Die digitale Kehrseite in Zahlen
- Was Cyberattacken im Unternehmen anrichten
- Cyber-Schutz im Ernstfall
- KI mit zwei Gesichtern
- Fazit: Gerüstet für mehr!
Fakt ist: Die Startup-Szene boomt. Allein 2025 wurden in Oberösterreich laut WKOÖ 6.338 Unternehmen neu gegründet, ein Plus von 10,6 Prozent gegenüber 2024. Hinter jeder dieser Gründungen steckt nicht nur eine Idee, sondern auch ein Existenzrisiko: Ein Feuer, ein Cyberangriff oder eine unbedachte Unterschrift können ein junges Unternehmen von heute auf morgen zu Fall bringen. Ein Blick auf die Kriminalstatistik des BMI* zeigt, wie real diese Gefahren sind – so stieg die Zahl der Cyber-Delikte in Österreich von 10.010 Straftaten 2015 auf 62.328 im Jahr 2024 an. Internetbetrug macht mit 31.768 Fällen mehr als die Hälfte aller Cybercrime-Straftaten aus. Der Einsatz von KI stellt – insbesondere zur Erstellung von Deepfakes und zur Automatisierung komplexer Betrugsmodelle – eine zusätzliche neue Herausforderung dar.
Basischutz mit Lücken
Noch bevor es um betriebliche Risiken geht, verlangt der Gesetzgeber für alle Selbstständigen eine Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung. In Österreich kümmert sich die SVS*** darum. Kleinunternehmer:innen können sich nur in Ausnahmefällen von Teilen befreien lassen, den Unfallbeitrag müssen sie jedoch in jedem Fall bezahlen. Wer Personal beschäftigt, muss auch die Angestellten nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) versichern. Die SVS schützt allerdings ausschließlich vor persönlichen Risiken. Eine Betriebshaftpflicht- oder Cyberversicherung ist darin nicht enthalten. Viele Gründer:innen glauben dennoch, sie seien „eh versiert". Das kann im Ernstfall die Existenz des Unternehmens und je nach Rechtsform auch die der haftenden Gründer:innen bedrohen.
Wenn's anders läuft als geplant
Die ersten Investitionen gingen in Laptops, Drucker und ein kleines Büro. Was passiert aber, wenn ein Rohr platzt? Die Gewerbeversicherung „ImGeschäft"**** der Oberösterreichischen Versicherung ersetzt Schäden an ständig gewarteten Gebäuden und Betriebseinrichtungen zum Neuwert sowie Waren und Vorräte zum Wiederbeschaffungs- oder Verkaufspreis. Abgesichert sind zudem Brand-, Sturm-, Natur- und Leitungswasserschäden sowie Einbruchdiebstahl und Glasbruch. Zusätzlichen Schutz bietet der EC-Allrisk-Baustein***** für Schäden, die nicht explizit ausgeschlossen sind. Doch was, wenn der Betrieb stillsteht? Eine Betriebsunterbrechungsversicherung ersetzt entgangenen Gewinn und Fixkosten. Für Solo-Selbstständige ohne Betriebsstätte gibt es zudem Tarife für Krankheit, Unfall oder den Diebstahl von Arbeitsmitteln.
Ein Beispiel: Eine Grafikagentur wird durch einen geplatzten Wasserhahn unter Wasser gesetzt. PCs und Kundendaten sind zerstört. Dank Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherung können neue Geräte zum Neuwert angeschafft und der Umsatz der zwei stillstehenden Wochen kann ersetzt werden. Ohne diese Versicherung müsste der junge Betrieb wohl Konkurs anmelden.
Wer schädigt, haftet?
Eine unbedachte Bewegung, ein Fehler im Produkt oder Service – und schon entsteht ein Schaden. Ob in Architektur, Gastronomie oder Software-Dienstleistung: Unternehmen haften für Schäden, die Dritten entstehen. Die Betriebshaftpflicht übernimmt Schadenersatzforderungen und wehrt unberechtigte Ansprüche ab. Sie schützt bei Schäden aus Betriebsstätte, Tätigkeit oder Produkten. Führungskräfte können sich zusätzlich mit einer Managerhaftpflichtversicherung (D&O) absichern, da sie mitunter auch mit ihrem privaten Vermögen haften.
Wer streitet, zahlt?
Eine unbezahlte Rechnung, eine Kündigung oder Konflikte mit Kundschaft und Nachbarschaft – rechtliche Auseinandersetzungen können schnell ins Geld gehen. Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten und schafft den nötigen Freiraum, das eigene Recht durchzusetzen. Die Bausteine „ImRecht Gewerbe"* und „ImRecht Gewerbe Premium"* der Oberösterreichischen Versicherung bieten unter anderem Schadenersatz-, Straf- und Arbeitsrechtsschutz.
Wer klickt, riskiert?
Cyberkriminelle lieben Startups. Kleine Firmen sind oft schlechter abgesichert, arbeiten aber hochgradig digital – mit E-Mail, Onlinebanking, Cloud-Diensten und KI-Werkzeugen. Wie die Zahlen zeigen, zählt Cyberkriminalität zu den am stärksten wachsenden Bereichen in Österreichs Kriminalstatistik. Umso wichtiger ist eine Cyberversicherung, die das Unternehmen gegen digitale Risiken und die Folgen von Cyberangriffen absichert.
Die digitale Kehrseite in Zahlen***
- 14 % aller Cyberangriffe in Österreich sind erfolgreich – also jeder siebte Angriff.
- 62 % erkannten Angriffe mithilfe des eigenen Teams – noch vor technischen Lösungen und Systemen.
- Bei 10 % der Social-Engineering-Angriffe – also jedem 10. – werden bereits Deepfakes für Sprach- und Videonachrichten eingesetzt.
- 17 % geben an, dass KI die Cybersicherheit verbessert hat – die erhofften Fortschritte bleiben damit aber bislang aus.
- 60 % würden Sicherheitslösungen von österreichischen Unternehmen bevorzugen.
Was Cyberattacken im Unternehmen anrichten***
- 33 % Ausfall, Diebstahl oder Schädigung von Informations- und Produktionssystemen oder Betriebsabläufen
- 31 % Maßnahmen im Datenschutz
- 15 % Geldabfluss durch Betrug
- 10 % Erpressung mit Datendiebstahl
- 10 % Imageschaden
- 5 % Kosten für Rechtsstreitigkeiten
Cyber-Schutz im Ernstfall bietet ...
- ... eine (IT-)Forensik sowie ein professionelles Krisenmanagement.
- ... eine Haftpflicht bei Datenlecks.
- ... eine Betriebsunterbrechungsdeckung nach Cyberangriffen.
- ... ein Reputationsmanagement.
KI mit zwei Gesichtern
Künstliche Intelligenz verändert die Wirtschaft rasant und unterstützt Unternehmen dabei, effizienter zu arbeiten. Auch bei der Abwehr von Cyberangriffen soll KI neue Möglichkeiten eröffnen. Doch dieselben Technologien stehen Cyberkriminellen zur Verfügung, die damit ihre Angriffstaktiken weiterentwickeln und zunehmend verfeinern.
Fazit: Gerüstet für mehr!
Je nachdem, wie sich das Business entwickelt, sollte der Schutz mitwachsen: Maschinenbruch-, Kühlgut- oder Messeversicherungen bei teurem Equipment oder Messen, betriebliche Altersvorsorge sowie kollektive Unfall- oder Krankenversicherungen als Benefits für Mitarbeitende. So bleibt der Kopf frei fürs Wesentliche: das eigene Business!