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Toni Faber im mobilen Beichtstuhl der Erzdiözese Wein
Toni Fabers Zukunft in der Erzdiözese Wien wackelt.
Toni Fabers Zukunft in der Erzdiözese Wien wackelt.
Starpix / Alexander Tuma

Diskrete Gespräche: Die Zukunft von Dompfarrer Faber

14.05.2026 um 10:20, Marcel Toifl
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In der Erzdiözese Wien laufen diskrete Gespräche über die Zukunft von Toni Faber. Das 30-jährige Jubiläum im Stephansdom könnte sein Abschied sein.

In der Erzdiözese Wien herrscht derzeit Unruhe hinter den Kulissen. Nach Informationen der Kronen Zeitung führt der neue Erzbischof Josef Grünwidl diskrete Gespräche über die berufliche Zukunft von Dompfarrer Toni Faber. Österreichs bekanntester Geistlicher steht nach fast drei Jahrzehnten im Dienst des Stephansdoms möglicherweise vor seinem Abschied.

30-jähriges Jubiläum als Wendepunkt

Im kommenden Jahr feiert Toni Faber sein 30-jähriges Dienstjubiläum als Dompfarrer. Zeitgleich erreicht der Geistliche das 65. Lebensjahr, was den Weg in die "weltliche Pension" ebnen könnte. Die Erzdiözese Wien dementiert zwar das Wort "Krise", bestätigt jedoch gegenüber der Krone Gespräche im Hinblick auf das anstehende Jubiläum. Nach einem Antrittsbesuch beim Papst in Rom soll am Mittwoch bereits ein Treffen zwischen Erzbischof Grünwidl und Faber stattgefunden haben.

Kritik am Lebensstil und Zölibat-Einstellung

Ein zentraler Streitpunkt zwischen Toni Faber und der Führung der Erzdiözese Wien ist dessen offener Umgang mit dem Zölibat. Faber zeigt sich regelmäßig mit seiner Freundin Natalie bei öffentlichen Veranstaltungen und kommunizierte in Medien zudem Reformideen, die nicht der offiziellen Linie des Vatikans entsprechen. Weder Alt-Kardinal Christoph Schönborn noch sein Nachfolger Josef Grünwidl gelten als Befürworter dieser lebensnahen, aber kirchenrechtlich problematischen Lebensweise.

Aufreger um Penthouse

Neben seinem Privatleben sorgten auch weltliche Besitztümer für Verstimmung in der Erzdiözese Wien. Die Präsentation seiner 100-Quadratmeter-Dienstwohnung direkt am Stephansplatz als luxuriöses Dachgeschoß-Penthouse wurde kirchenintern scharf kritisiert. Ein Sprecher der Diözese bezeichnete die Darstellung als "sicher nicht geschickt".

Die Stationen der aktuellen Debatte:

  • Dompfarrer seit: Fast 30 Jahren im Amt.
  • Hauptkritikpunkte: Offener Umgang mit dem Zölibat und luxuriöse Selbstdarstellung.
  • Aktueller Status: Verhandlungen über eine "gesichtswahrende Lösung" für den Ruhestand.

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