Österreichische Luftwaffe: US-Jets lösen Eurofighter-Alarmstart aus
- US-Flugzeuge lösen Einsatz aus
- Keine Überflugsgenehmigung am Sonntag
- Zweiter Eurofighter-Einsatz binnen Stunden
- Standardverfahren bei unklarer Identität
- Aufklärungsflugzeuge der US-Luftwaffe
- Klärung über diplomatische Kanäle
Die österreichische Luftwaffe ist am Sonntag und Montag jeweils zu einem Identifizierungseinsatz aufgestiegen. Grund waren zwei Flugzeuge der US-Luftwaffe, die im österreichischen Luftraum registriert wurden. In beiden Fällen wurden Eurofighter alarmiert, um die Maschinen zu überprüfen.
Keine Überflugsgenehmigung am Sonntag
Beim ersten Einsatz am Sonntag handelt es sich laut Bundesheer um zwei Maschinen des Typs PC-12, die ohne erforderliche Genehmigung über Oberösterreich geflogen sind. Der Vorfall spielt sich im Bereich des Toten Gebirges ab.
„Die Maschinen hatten keine erforderliche Überflugsgenehmigung“, so Bundesheer-Sprecher Michael Bauer. Nach dem Abfangen durch die Eurofighter haben die Flugzeuge abgedreht und sind in Richtung München weitergeflogen.
Zweiter Eurofighter-Einsatz binnen Stunden
Am Montag ist es erneut zu einem Einsatz der österreichischen Luftwaffe gekommen. Wieder sind zwei Flugzeuge im Luftraum registriert worden, erneut sind Eurofighter gestartet.
Ob die Maschinen diesmal über die notwendigen Genehmigungen verfügt haben, ist laut Bundesheer derzeit noch unklar. Die Identifizierung der Flugzeuge ist jedoch erfolgt.
Standardverfahren bei unklarer Identität
Ein Eurofighter-Alarmstart erfolgt immer dann, wenn ein Flugzeug nicht eindeutig identifiziert werden kann oder keine entsprechende Funkmeldung abgibt. Die österreichische Luftwaffe überprüft in solchen Fällen jeden einzelnen Überflug.
Laut Bundesheer steckt hinter solchen Einsätzen häufig kein sicherheitsrelevanter Zwischenfall. Technische oder kommunikative Probleme können bereits ausreichen, um einen Einsatz auszulösen.
Aufklärungsflugzeuge der US-Luftwaffe
Bei den betroffenen Maschinen handelt es sich um PC-12-Flugzeuge des Schweizer Herstellers Pilatus. Diese werden von der US-Luftwaffe vor allem für Aufklärungs- und Überwachungsmissionen eingesetzt. Auch Spezialeinheiten nutzen diese Flugzeuge für Transport- und Kommunikationsaufgaben.
Klärung über diplomatische Kanäle
Welche Folgen die Vorfälle haben, ist derzeit offen. Laut Bundesheer werden mögliche Verstöße gegen die Luftraumbestimmungen über diplomatische Kanäle geklärt. Dass die österreichische Luftwaffe an zwei Tagen hintereinander eingreifen muss, gilt jedenfalls als selten und wird intern genau analysiert.