Trotz Erneuerung: Wieder massive Verspätungen bei S-Bahn
Pünktlich zum Schulbeginn in Wien am Montag, dem 7. September 2026, wurden wichtige Streckensperren im Schnellbahnnetz aufgehoben. Doch die Freude der Pendler währte kurz: Auf dem wiedereröffneten Abschnitt der Stammstrecke zwischen Wien Floridsdorf und Wien Praterstern kam es am ersten Betriebstag zu erheblichen Problemen, langen Stehzeiten und deutlichen Verspätungen im Zugverkehr.
Anlaufschwierigkeiten zum Schulstart: Verspätungen und Zugausfälle
Nach Ende der Teilsperre der Stammstrecke zwischen Praterstern und Floridsdorf sollte der Zugverkehr zum Beginn des neuen Schuljahres wieder rollen. Zeitgleich startete zwar die monatelange Stammstreckensperre zwischen Hauptbahnhof und Praterstern – die bereits zuvor wegen eines Kabelbrands gesperrt war –, dennoch hatten viele Fahrgäste auf eine Entlastung gehofft.
In den Morgen- und Vormittagsstunden des 7. September kam es bei der Inbetriebnahme jedoch zu gravierenden Startschwierigkeiten. Neben vereinzelt gestrichenen Zügen summierten sich bei zahlreichen S-Bahn-Linien beträchtliche Verspätungen.
Belegte Bahnsteige: Pendler berichten von massiven Zeitverlusten
So musste etwa die S-Bahn-Linie S3 auf der Fahrt von Wien Strebersdorf in Richtung Praterstern immer wieder auf offener Strecke und vor den Bahnhöfen Brünner Straße und Floridsdorf anhalten.
Seitens der Lokführung wurde durchgesagt: "Alle Bahnsteige sind belegt, deshalb wird sich die Weiterfahrt um einige Minuten verzögern." Diese Verzögerung führte im Einzelfall zu einer Verspätung von 29 Minuten auf der Höhe Wien Handelskai.
ÖBB-Analyse: Neues Zugsicherungssystem und hohes Fahrgastaufkommen
Wie die ÖBB auf Anfrage von weekend.at mitteilen, lassen sich die Ursachen für die Verzögerungen nicht auf ein einzelnes Problem reduzieren. Das Zusammenspiel mehrerer Faktoren treffe aufeinander: Das neu installierte Zugsicherungssystem, die Inbetriebnahme neuer Garnituren sowie das spürbar erhöhte Fahrgastaufkommen zum Schulbeginn führen zu Engpässen im Betriebsablauf.
Die ÖBB betonen, dass die aufgetretenen Störungen intensiv analysiert werden. Es werden bereits entsprechende Maßnahmen gesetzt, um die Situation rasch zu stabilisieren und in den kommenden Tagen einen geordneten und fahrplanmäßigen Betrieb sicherzustellen. Fahrgäste werden gebeten, vorerst weiterhin etwas mehr Reisezeit einzuanplanen.