Raimundtheater: Musical-Bühne eröffnet wieder

1893 hob sich der Vorhang zum ersten Mal. Eröffnet wurde das Raimundtheater mit dem „Zigeunerbaron“. Mittlerweile ist ehemalige Operettenbühne ist mittlerweile fest in der Hand des Musicals. Seit Juli 2019 wird die in die Jahre gekommene Institution von der Wien Holding generalsaniert. Das Haus soll im kommenden Jänner im neuen Glanz erstrahlen. Die Bauarbeiten sind bereits auf der Zielgeraden, das Budget ist im Plan, so Wien-Holding-Chef Kurt Gollowitzer.

Raimundtheater im neuen Kleid

Investiert wird unter anderem in die Haustechnik und die Modernisierung des Zuschauerraumes – inklusive neuer Bestuhlung. Künftig kann man auch barrierefrei Musical-Luft schnuppern. Frisch herausgeputzt zeigen sich auch Fassade, Dach und der Vorplatz, der mit einem Wasserspiel und sehr viel Grün aufgewertet werden soll.

Saal des Raimundtheaters.

Gerüstet für die Zeit nach Corona

Vor dem Feinschliff haben Vertreter der Stadt, der Wien Holding und der Vereinigten Bühnen Wien dem Haus eine Stippvisite abgestattet. Von gut angelegtem Geld – für die Zeit nach Corona – sprach dabei Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke. Das Investment stärke „die Qualität der Kultur- und Tourismusstadt Wien, schafft Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze“.

Wien gilt als eine der großen Kulturhauptstädte Europas. Für uns ist es eine Verpflichtung, gut angelegtes Geld in die Infrastruktur unserer Kultureinrichtungen zu investieren. Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke

Neustart mit Miss Saigon

Musical-Fans richten jetzt schon den Blick auf die kommende Wien-Premiere. Wiedereröffnet wird das sanierte Theater mit dem Welt-Hit „Miss Saigon“. Die Vereinigten Bühnen Wien bringen damit nach der Wiederaufnahme von Cats einen weiteren Klassiker auf die Bühne der Kulturmetropole. Gezeigt wird die Liebesgeschichte ab 28. Jänner die Neuinszenierung von Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg, die bereits für „Les Misérables“ verantwortlich gezeichnet haben.

 

Musical Miss Saigon" im Raimundtheater: Premiere am 28. Jänner 2021.

Autor: Rudolf Grüner, 05.10.2020