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Mann und Frau im Stadtkino vor einem Aufsteller des Hauses der Barmherzigkeit
Andreas Kauba, Geschäftsführer vom Haus der Barmherzigkeit Inklusionsteam, lud zumr Filmpräsentation.
Andreas Kauba, Geschäftsführer vom Haus der Barmherzigkeit Inklusionsteam, lud zumr Filmpräsentation.
Mika-Nikolas Mahringer/weekend.at

Kinoabend: Haus der Barmherzigkeit setzt Impulse

20.02.2026 um 11:31, Rudolf Grüner
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Zum Nachdenken: Die Preview von „Grünes Licht“ und eine hochkarätig besetztes Diskussionspodium beleuchteten Ethik und Recht am Lebensende.

Inhalt

GF Andreas Kauba, Geschäftsführer vom Haus der Barmherzigkeit Inklusionsteam (HABIT) lud zum Kinoabend "#teamHABIT & friends – Kino verbindet!" ins Stadtkino im Künstlerhaus. Mit dem im vergangenen Jahr gestarteten Format schafft HABIT bewusst Raum für Begegnung, Austausch und die vertiefte Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen. Im Mittelpunkt steht jeweils ein Dokumentarfilm, dem eine moderierte Podiumsdiskussion folgt, bei der auch das Publikum aktiv eingebunden wird.

Großes Spannungsfeld

Heuer wurde als exklusive Preview der neue Dokumentarfilm "Grünes Licht“ in Anwesenheit des Regisseurs Pavel Cuzuioc gezeigt. Der Film begleitet den deutschen Neuropsychiater Dr. Johann Spittler bei der Begutachtung von Menschen, die den Wunsch nach assistiertem Suizid äußern. In ruhiger, sachlicher und bewusst wertungsfreier Weise eröffnet die Produktion unterschiedliche Perspektiven auf ethische, rechtliche und persönliche Fragen am Lebensende. Dabei wird deutlich, wie komplex das Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung, medizinischer Verantwortung und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ist.

Ethische Debatte

Im Anschluss diskutierten Michael Halmich, Experte für Recht und Ethik im Gesundheitswesen, Michael Smeikal vom Haus der Barmherzigkeit sowie Viktoria Wentseis vom Institut für Palliativpsychologie Österreich über die vielschichtigen Aspekte des Themas, beleuchteten rechtliche Rahmenbedingungen ebenso wie ethische Fragestellungen und die Perspektive der Palliativbegleitung. Zahlreiche Wortmeldungen aus dem Publikum sorgten für einen intensiven und respektvollen Austausch.

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