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Unfall in der Porzellangasse in Wien-Alsergrund: Feuerwehrfahrzeuge und Einsatzkräfte nach Gerüst-Einsturz mit vier Toten
Großeinsatz in der Wiener Porzellangasse: Feuerwehr und Rettung stehen nach dem tödlichen Baustellen-Unfall im Alsergrund im Einsatz.
Großeinsatz in der Wiener Porzellangasse: Feuerwehr und Rettung stehen nach dem tödlichen Baustellen-Unfall im Alsergrund im Einsatz.
APA-Images / APA / MAX SLOVENCIK

Wien: Gerüst stürzt ein – vier Tote bei Unfall in der Porzellangasse

18.03.2026 um 08:24, Stefanie Hermann
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Tragischer Unfall in Wien-Alsergrund: In der Porzellangasse sind vier Bauarbeiter bei einem Gerüst-Einsturz gestorben. Ein Mann wird schwer verletzt.

Ein folgenschwerer Unfall in der Porzellangasse erschüttert Wien: Bei einem Baustellen-Unglück im Wien-Alsergrund sind am Dienstagnachmittag vier Bauarbeiter ums Leben gekommen. Ein weiterer Mann wurde schwer verletzt.

Tragödie in der Porzellangasse: Vier Tote bei Unfall

Ein folgenschwerer Unfall in der Porzellangasse erschüttert Wien: Bei einem Baustellen-Unglück im Wien-Alsergrund sind am Dienstagnachmittag vier Bauarbeiter ums Leben gekommen. Ein weiterer Mann wurde schwer verletzt.

Das Unglück ereignete sich gegen 14.30 Uhr im Innenhof eines Altbaus während Bauarbeiten an einem Dachgeschoß.

Gerüst-Einsturz in der Porzellangasse

Das Unglück in der Porzellangasse ereignete sich gegen 14.30 Uhr im Innenhof eines Altbaus während Bauarbeiten an einem Dachgeschoß. Nach bisherigen Erkenntnissen ist bei Betonierarbeiten die gesamte Konstruktion aus Gerüst und Schalung eingestürzt. Fünf Arbeiter befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Baugerüst.

„Die Bauarbeiter, die sich auf diesem frisch betonierten Konstrukt befunden haben, sind gemeinsam mit dem Gerüst abgestürzt“, erklärt Feuerwehrsprecher Martin Hofbauer.

Das Gerüst in der Porzellangasse ist vollständig eingebrochen: Tonnen von Beton und Bauteilen rissen die Männer mit in die Tiefe und begruben sie unter sich. Ein Kranfahrer wurde zum unmittelbaren Zeugen der Katastrophe und musste den Unfall in Wien-Alsergrund aus seiner Kabine mitansehen.

Großeinsatz in der Porzellangasse

Mehr als 100 Einsatzkräfte kämpften sich durch ein gefährliches Trümmerfeld in der Porzellangasse. Der enge Innenhof sowie instabile Bauteile erschwerten die Rettungsarbeiten massiv.

Teilweise mussten die Helfer mit bloßen Händen graben, um zu den Verschütteten vorzudringen. Auch Spezialkräfte, Rettungshunde und schweres Gerät kamen beim Baustellenunfall in Wien zum Einsatz.

Unfall fordert vier Tote

Ein 45-jähriger Arbeiter konnte nach rund 90 Minuten schwer verletzt geborgen werden. Er erlitt massive Verletzungen an Kopf, Wirbelsäule und Armen und wurde in den Schockraum gebracht.

Für vier weitere Arbeiter kam jede Hilfe zu spät. Zwei Stunden nach dem Unfall konnten die letzten beiden Opfer geborgen werden. Mittlerweile war der Beton teilweise ausgehärtet. Bei drei der Opfer soll es sich um Albaner aus dem Kosovo handeln, beim vierten um einen Bosnier.

Ermittlungen nach Unfall in Wien laufen

Warum die Konstruktion plötzlich nachgab, ist derzeit noch unklar. Polizei und Arbeitsinspektorat haben nach dem Unfall in der Porzellangasse die Ermittlungen aufgenommen.

Zeugen werden befragt, auch der schwer verletzte Arbeiter soll – sobald möglich – einvernommen werden.

Die Porzellangasse wurde während des Einsatzes großräumig gesperrt. Der Großeinsatz nach dem Unfall in Wien-Alsergrund dauerte mehrere Stunden an.

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