ESC-Enttäuschung in Wien: Großer Hotel-Boom bleibt aus
Inhalt
- Eurovision Song Contest sorgt nicht für Hotel-Boom
- Experten sehen keine außergewöhnlichen ESC-Effekte
- Branche hat sich beim Eurovision Song Contest „verkalkuliert“
- ESC-Publikum gilt als besonders preissensibel
Eurovision Song Contest sorgt nicht für Hotel-Boom
Experten sehen keine außergewöhnlichen ESC-Effekte
Hotelmarktexperte Martin Schaffer erklärte gegenüber der „Krone“, dass der Eurovision Song Contest bisher keine außergewöhnlichen Effekte für die Hotelbranche gebracht habe. Ein Grund dafür sei das traditionell starke Christi-Himmelfahrt-Wochenende, das heuer teilweise vom ESC überschattet werde.
Dadurch würden viele klassische Städtereisende ohne Bezug zum Eurovision Song Contest lieber auf andere Termine ausweichen.
Branche hat sich beim Eurovision Song Contest „verkalkuliert“
Laut Schaffer habe sich die Branche „verkalkuliert“. Nachdem bekannt wurde, dass Wien erneut Austragungsort des Eurovision Song Contest 2026 wird, hätten zahlreiche Hotels und Vermieter ihre Preise erhöht. Einige Betriebe führten strengere Mindestaufenthalte ein, andere verschärften ihre Stornierungsbedingungen.
Das könnte nun viele potenzielle Gäste abgeschreckt haben.
ESC-Publikum gilt als besonders preissensibel
Laut Schaffer sei das Publikum des Eurovision Song Contest deutlich preissensibler als ursprünglich erwartet. Viele Fans würden Unterkünfte genau vergleichen oder auf günstigere Alternativen ausweichen.
Zusätzlich spiele auch die Größe der Wiener Stadthalle eine Rolle. Die Halle könne nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern aufnehmen. Dadurch würden insgesamt weniger Gäste nach Wien kommen als von vielen Betrieben erwartet.
Auch Marcel Wegscheider vom Verband der Apartmentvermieter bestätigt die verhaltene Lage. Die Auslastung sei niedriger als erwartet, obwohl es ein breites Angebot in Wien und im Umland gebe.
Von einer Enttäuschung will in der Branche offiziell zwar niemand sprechen. Die große Goldgräberstimmung rund um den Eurovision Song Contest blieb bislang jedoch aus.