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Eurovision Song Contest 2026 in Wien: ESC Village vor dem Rathaus während Diskussionen um schwache Hotelbuchungen und Tourismus-Auslastung
Das ESC Village in Wien ist bereits eröffnet. Trotz Eurovision Song Contest 2026 blieb der erwartete Boom bei Hotels und Apartments bislang hinter den Erwartungen zurück.
Das ESC Village in Wien ist bereits eröffnet. Trotz Eurovision Song Contest 2026 blieb der erwartete Boom bei Hotels und Apartments bislang hinter den Erwartungen zurück.
APA-Images / APA / HELMUT FOHRINGER

ESC-Enttäuschung in Wien: Großer Hotel-Boom bleibt aus

11.05.2026 um 15:51, Jovana Borojevic
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Eurovision Song Contest 2026 in Wien: Der erwartete Hotel- und Tourismus-Boom bleibt bislang aus. Trotz ESC-Finale sind noch viele Unterkünfte frei.

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Seit Monaten bereitet sich Wien auf den Eurovision Song Contest 2026 vor. Die Stadt wurde für das internationale Musik-Spektakel herausgeputzt, Fan-Zonen eröffnet und tausende Besucher aus ganz Europa erwartet. Vor allem die Tourismusbranche hoffte rund um den Eurovision Song Contest auf volle Hotels, ausgebuchte Apartments und einen kräftigen Buchungsboom.

Doch wenige Tage vor dem großen Finale zeigt sich: Die ganz große ESC-Euphorie bleibt in der Hotellerie bislang aus.

Eurovision Song Contest sorgt nicht für Hotel-Boom

Wer aktuell auf Buchungsplattformen nach Unterkünften in Wien sucht, findet rund um das Finale des Eurovision Song Contest noch zahlreiche freie Zimmer und Apartments. Laut Wien Tourismus liegt die aktuelle Auslastung bei etwa 70 Prozent. Offiziell spricht man dort von einer „stabilen Auslastung“. Intern dürfte die Stimmung allerdings deutlich zurückhaltender sein.

Viele Hotels und Apartmentvermieter hatten sich vom Eurovision Song Contest in Wien offenbar deutlich mehr Gäste erwartet.

Experten sehen keine außergewöhnlichen ESC-Effekte

Hotelmarktexperte Martin Schaffer erklärte gegenüber der „Krone“, dass der Eurovision Song Contest bisher keine außergewöhnlichen Effekte für die Hotelbranche gebracht habe. Ein Grund dafür sei das traditionell starke Christi-Himmelfahrt-Wochenende, das heuer teilweise vom ESC überschattet werde.

Dadurch würden viele klassische Städtereisende ohne Bezug zum Eurovision Song Contest lieber auf andere Termine ausweichen.

Branche hat sich beim Eurovision Song Contest „verkalkuliert“

Laut Schaffer habe sich die Branche „verkalkuliert“. Nachdem bekannt wurde, dass Wien erneut Austragungsort des Eurovision Song Contest 2026 wird, hätten zahlreiche Hotels und Vermieter ihre Preise erhöht. Einige Betriebe führten strengere Mindestaufenthalte ein, andere verschärften ihre Stornierungsbedingungen.

Das könnte nun viele potenzielle Gäste abgeschreckt haben.

ESC-Publikum gilt als besonders preissensibel

Laut Schaffer sei das Publikum des Eurovision Song Contest deutlich preissensibler als ursprünglich erwartet. Viele Fans würden Unterkünfte genau vergleichen oder auf günstigere Alternativen ausweichen.

Zusätzlich spiele auch die Größe der Wiener Stadthalle eine Rolle. Die Halle könne nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern aufnehmen. Dadurch würden insgesamt weniger Gäste nach Wien kommen als von vielen Betrieben erwartet.

Auch Marcel Wegscheider vom Verband der Apartmentvermieter bestätigt die verhaltene Lage. Die Auslastung sei niedriger als erwartet, obwohl es ein breites Angebot in Wien und im Umland gebe.

Von einer Enttäuschung will in der Branche offiziell zwar niemand sprechen. Die große Goldgräberstimmung rund um den Eurovision Song Contest blieb bislang jedoch aus.

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