Euro-Banknoten: Österreich bei Umfrage vorn
- Österreich mit höchstem Teilnahmeanteil
- Zehn Entwürfe für die neuen Euro-Banknoten
- OeNB wertet Beteiligung als Signal für Bargeld
- Rund zehn Millionen Menschen machten mit
- Entscheidung über das Design bis Jahresende
Wie die nächste Generation der Euro-Banknoten aussehen soll, hat in Österreich besonders viele Menschen beschäftigt. Bei der öffentlichen Online-Umfrage der Europäischen Zentralbank war der Anteil der Teilnehmenden an der Bevölkerung hierzulande so hoch wie in keinem anderen Land des Euroraums.
Höchster Teilnahmeanteil
In Österreich wurden 469.166 Fragebögen vollständig ausgefüllt. Das entspricht mehr als fünf Prozent der Bevölkerung. Gemessen an der Einwohnerzahl verzeichnete Österreich damit den höchsten Teilnahmeanteil unter den Euroländern.
OeNB-Gouverneur Martin Kocher sieht in der hohen Beteiligung ein Zeichen für die Verbundenheit vieler Menschen in Österreich mit dem Euro. Mehr als fünf Prozent der Bevölkerung hätten sich Zeit genommen, über das künftige Aussehen der gemeinsamen Währung mitzuentscheiden. Aus seiner Sicht unterstreicht das sowohl die Bereitschaft zur Beteiligung als auch die Bedeutung von Bargeld.
Kultur oder Natur
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die Menschen in Europa von 23. Juli bis 21. September 2026 eingeladen, ihre Meinung zur Gestaltung der nächsten Generation der Euro-Banknoten abzugeben. Zur Auswahl standen insgesamt zehn Entwürfe.
Diese waren zwei Themenbereichen zugeordnet: „Europäische Kultur“ sowie „Flüsse und Vögel“.
Die EZB-Umfrage im Überblick
23. Juli bis
21. September 2026
10 Vorschläge
Europäische Kultur
Flüsse und Vögel
OeNB: Signal für Bargeld
Auch OeNB-Direktor Thomas Steiner wertet die hohe Beteiligung als Signal für die Zukunft des Bargelds. Er hebt dabei Sicherheit, Resilienz und die Wahlfreiheit beim Bezahlen hervor. Bargeld bezeichnet er zudem als modern und menschlich und verbindet diese Eigenschaften mit den Werten des europäischen Zahlungssystems.
10 Millionen Teilnehmer
Europaweit beteiligten sich rund zehn Millionen Menschen an der öffentlichen Online-Umfrage. Parallel dazu ließ die EZB eine separate repräsentative Befragung durchführen.
Die Oesterreichische Nationalbank begleitete die Umfrage über ihre eigenen Kommunikationskanäle und rief insbesondere in sozialen Medien zur Teilnahme auf.
Entscheidung bis Jahresende
Die Ergebnisse der öffentlichen Online-Umfrage und der repräsentativen Befragung sollen in den weiteren Entscheidungsprozess einfließen. Der EZB-Rat will voraussichtlich gegen Ende des Jahres über das künftige Design der Euro-Banknoten entscheiden.