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Bäcker backt Brot
Martin Auer und sein Brot erleben in New York einen regelrechten Hype
Martin Auer und sein Brot erleben in New York einen regelrechten Hype
Jag_cz/Shutterstock

Nach 60-Dollar-Laib: Grazer Bäcker legt in New York nach

07.11.2026 um 15:51, Cornelia Scheucher
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Erst sorgte sein Luxus-Brot für Wirbel. Jetzt legt Martin Auer in New York nach und plant möglicherweise sogar eine zweite Filiale.

 

Vom Grazer Traditionsbäcker zum Gesprächsthema in New York: Martin Auer hat mit seinem Roggen-Sauerteigbrot einen internationalen Hype ausgelöst. Seit der Eröffnung seiner Filiale im September 2026 stehen die New Yorker für das steirische Brot Schlange. Dabei hat vor allem der stolze Preis von 60 Dollar pro Laib für Aufsehen und heftige Diskussionen gesorgt.

​Nach 60-Dollar-Hype kommt jetzt das Baby Rye

Rund zwei Monate nach dem Start seiner New Yorker Bäckerei „Rye“ hat Martin Auer die nächste Neuigkeit präsentiert. Das bisher auf eine Brotsorte konzentrierte Sortiment wird um das sogenannte „Baby Rye“ erweitert. Dabei handelt es sich um eine kleinere Ausgabe seines mittlerweile berühmten Roggen-Sauerteigbrotes, das bisher vor allem wegen seines außergewöhnlichen Preises Schlagzeilen gemacht hat.

Der ursprüngliche Laib bringt rund 1,5 Kilogramm auf die Waage und kostet in Manhattan satte 60 Dollar, umgerechnet rund 51 Euro. Für viele New Yorker ist das offenbar kein Hindernis gewesen, das österreichische Brot zu probieren. Mit der kleineren Variante möchte Auer nun auch Menschen ansprechen, denen ein ganzer Laib schlicht zu groß ist.

​Kleiner Laib mit einem besonderen Vorteil

Hinter dem neuen Produkt steckt eine einfache Überlegung: Wer alleine oder zu zweit lebt, braucht nicht unbedingt eineinhalb Kilogramm Brot auf einmal. Obwohl sich das Roggen-Sauerteigbrot besonders lange hält, möchte schließlich nicht jeder Haushalt tagelang dasselbe essen. Das „Baby Rye“ soll deshalb eine praktischere Alternative zum großen Laib bieten.

Doch die kleinere Größe hat laut Auer noch einen weiteren Vorteil. Weil das Brot kompakter ist, besitzt es im Verhältnis zum Inneren mehr Kruste, die für den Geschmack besonders wichtig ist. In Wien wird das Bio-Baby-Rye bereits um 4,93 Euro pro Laib angeboten, während der Verkaufspreis in New York noch nicht bekannt gegeben worden ist.

​60-Dollar-Brot hat heftige Kritik ausgelöst

Mit der Eröffnung seines Geschäfts in der Lafayette Street im angesagten Stadtteil SoHo hat Martin Auer im September für einen regelrechten Medienrummel gesorgt. Internationale Berichte, lange Warteschlangen und Diskussionen in sozialen Netzwerken haben das Brot weit über New York hinaus bekannt gemacht. Besonders in Österreich hat der Preis von 60 Dollar für einen Laib heftige Reaktionen ausgelöst.

Im Gespräch mit dem „Kurier“ hat Auer den Hype als „unverhältnismäßig“ bezeichnet. Zwar hat er sich über die große Aufmerksamkeit gefreut, doch manche gehässigen Kommentare haben ihn auch getroffen. Besonders für seine Mitarbeiter, die ebenfalls mit der Kritik konfrontiert worden sind, hat ihm die negative Stimmung leidgetan.

​New Yorker Brot-Hype erreicht jetzt Österreich

Der internationale Erfolg hat inzwischen auch in Auers österreichischen Filialen Spuren hinterlassen. Besonders im Wiener Geschäft in der Plankengasse sind vermehrt Touristen und Influencer aufgetaucht, die das berühmte Roggenbrot probieren wollten. Laut dem Unternehmer ist der Absatz dort deutlich gestiegen, während sich die Verkaufszahlen in Graz nur leicht verbessert haben.

In seiner Heimatstadt hat der Auftritt in Amerika dennoch für Aufmerksamkeit gesorgt. Immerhin hat es ein Grazer Familienunternehmen geschafft, mit einem traditionellen Roggenbrot in einer der bekanntesten Metropolen der Welt für Gesprächsstoff zu sorgen. Die New Yorker Filiale in der 285 Lafayette Street ist zugleich der erste Standort der Bäckerei außerhalb Österreichs.

​Grazer Bäcker plant nächsten New-York-Coup

Beim ersten Geschäft in Manhattan könnte es allerdings nicht bleiben. Wie Auer im Gespräch mit dem „Kurier“ verraten hat, laufen bereits Gespräche über einen weiteren kleinen Standort im Norden Manhattans. Dort soll allerdings keine zusätzliche Backstube entstehen, sondern das Brot täglich angeliefert werden.

Eine große Erweiterung des Brotsortiments ist vorerst nicht vorgesehen. Stattdessen möchte sich Auer weiterhin auf sein Roggen-Sauerteigbrot und dessen Qualität konzentrieren. Dass der internationale Wirbel dauerhaft auf diesem Niveau bleiben wird, glaubt der Grazer Unternehmer selbst nicht.

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