Elektroaltgeräte: Österreich sammelt Rekordmenge
Inhalt
- Rund 90 Prozent Sammelquote bei Elektroaltgeräten
- Rund 90 Prozent Sammelquote bei Elektroaltgeräten
- Millionen Lithium-Batterien landen im Restmüll
- Rückgabe wird im Handel einfacher
- Kampagne gegen falsche Entsorgung
Österreich bleibt beim Sammeln von Elektroaltgeräten auf Rekordkurs. Mehr als 161.000 Tonnen aus heimischen Haushalten wurden 2025 erfasst, damit wurde der bisherige Höchstwert aus dem Jahr davor noch einmal leicht übertroffen. Bei Gerätealtbatterien kamen 3.506 Tonnen zusammen. Die Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle, kurz EAK, präsentierte die aktuellen Zahlen gemeinsam mit dem Umweltministerium und der ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände.
Trotz der planmäßigen Pause unserer Informationskampagne ‚Her mit Leer‘ hielten sich die Sammelmengen 2025 auf einem sehr hohen Niveau. Das zeigt, wie stark das Bewusstsein für die getrennte Sammlung bereits verankert ist.
Rund 90 Prozent Sammelquote bei Elektroaltgeräten
Mit rund 17 Kilogramm gesammelten Elektroaltgeräten pro Kopf liegt Österreich laut EAK im europäischen Spitzenfeld. Durch eine aktualisierte EU-Berechnungsmethode ergibt sich nun eine vorläufige Sammelquote von rund 90 Prozent. Die neue Berechnung berücksichtigt stärker, dass langlebige Geräte wie Photovoltaikanlagen oder Wärmepumpen oft viele Jahre im Einsatz bleiben.
Bei Gerätealtbatterien lag die Sammelquote 2025 bei 50,7 Prozent und damit über der gesetzlichen Vorgabe von 45 Prozent. EAK-Geschäftsführer Valentin Opfermann sieht bei der europäischen Berechnung allerdings weiterhin Reformbedarf. Moderne Lithium-Akkus seien oft deutlich länger im Einsatz, als es der derzeit angenommene Berechnungszeitraum widerspiegle.
Rund 90 Prozent Sammelquote bei Elektroaltgeräten
Mit rund 17 Kilogramm gesammelten Elektroaltgeräten pro Kopf liegt Österreich laut EAK im europäischen Spitzenfeld. Durch eine aktualisierte EU-Berechnungsmethode ergibt sich nun eine vorläufige Sammelquote von rund 90 Prozent. Die neue Berechnung berücksichtigt stärker, dass langlebige Geräte wie Photovoltaikanlagen oder Wärmepumpen oft viele Jahre im Einsatz bleiben.
Bei Gerätealtbatterien lag die Sammelquote 2025 bei 50,7 Prozent und damit über der gesetzlichen Vorgabe von 45 Prozent. EAK-Geschäftsführer Valentin Opfermann sieht bei der europäischen Berechnung allerdings weiterhin Reformbedarf. Moderne Lithium-Akkus seien oft deutlich länger im Einsatz, als es der derzeit angenommene Berechnungszeitraum widerspiegle.
Millionen Lithium-Batterien landen im Restmüll
Trotz der hohen Sammelbereitschaft bleibt ein Problem besonders brisant. Untersuchungen der Montanuniversität Leoben zufolge landen pro Jahr hochgerechnet rund 17 Millionen Lithium-Batterien im Restmüll. Innerhalb von zehn Jahren habe sich diese Menge vervierfacht.
Die Folgen können gravierend sein. Beschädigte Akkus und Batterien können sich entzünden und Brände in Müllfahrzeugen sowie Sortier- und Behandlungsanlagen auslösen. Von 12. bis 17. Oktober findet deshalb erstmals eine österreichweite Aktionswoche gegen Batteriebrände statt. Gemeinden und Städte wollen dabei über die richtige Entsorgung informieren.
Rückgabe wird im Handel einfacher
Auch bei der Rücknahme von Elektrokleingeräten gibt es Neuerungen. Mit 1. Oktober 2026 tritt eine Novelle der Elektroaltgeräteverordnung in Kraft. Händler mit einer Verkaufsfläche ab 25 Quadratmetern müssen dann bestimmte Elektrokleingeräte mit Batterien auch zurücknehmen, wenn gleichzeitig kein neues Produkt gekauft wird. Dazu zählen etwa E-Zigaretten mit einer Größe von weniger als 25 Zentimetern.
Zusätzlich arbeitet die EAK an neuen Sammelmöglichkeiten. In einem Pilotprojekt sollen Depotcontainer für Elektrokleingeräte getestet werden. Auch eine österreichweit einheitliche Rückgabe von E-Zigaretten in Trafiken steht auf der Agenda.
Kampagne gegen falsche Entsorgung
Begleitet werden die Maßnahmen von der Informationskampagne "Her mit Leer II". Die auf drei Jahre angelegte Initiative wurde im Frühjahr mit erhöhtem Budget neu gestartet. Allein über Hörfunk und Spotify wurden im ersten Halbjahr nach Angaben der EAK mehr als 48 Millionen Bruttokontakte erzielt, im Fernsehen kamen weitere 16,8 Millionen hinzu.
Die Botschaft dahinter bleibt simpel: Elektrogeräte, Akkus und Batterien gehören nicht in den Rest- oder Sperrmüll. Neben der Brandgefahr geht es auch um wertvolle Rohstoffe, die durch die getrennte Sammlung wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden können.