Großbrand in Wien: Kälte erschwert Löscharbeiten
Inhalt
- Ausbreitungsgefahr unter Kontrolle gebracht
- Eisige Temperaturen als zusätzliche Belastung
- Keine Verletzten
Großeinsatz für die Wiener Berufsfeuerwehr in der Donaustadt: In der Nacht auf Montag geriet ein Firmengebäude in der Maculangasse in Brand. Gegen 19.30 Uhr schlugen mehrere Anrainer Alarm, nachdem sie Flammen und starke Rauchentwicklung wahrgenommen hatten. Binnen kürzester Zeit rückten rund 100 Einsatzkräfte zum Brandort aus.
Schon beim Eintreffen der Feuerwehr stellte sich die Lage als äußerst anspruchsvoll dar. Im Inneren des Gebäudes befand sich eine hohe Brandlast, wodurch sich das Feuer rasch ausbreiten konnte. Zeitweise bestand die Gefahr, dass die Flammen auf benachbarte Objekte übergreifen könnten.
Ausbreitungsgefahr unter Kontrolle gebracht
„Herausfordernd war vor allem die große Brandlast im Gebäude. Zu Beginn bestand eine hohe Ausbreitungsgefahr auf Nachbarobjekte“, erklärte Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf gegenüber dem ORF Wien. Dank eines massiven Löschangriffs gelang es den Einsatzkräften jedoch, den Brand im Laufe des Abends einzudämmen und ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.
Die Löscharbeiten zogen sich bis tief in die Nacht. Auch nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht worden war, blieb die Feuerwehr weiterhin vor Ort, um Glutnester zu bekämpfen und Nachlöscharbeiten durchzuführen.
Eisige Temperaturen als zusätzliche Belastung
Nicht nur das Feuer selbst stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Auch die tiefen Temperaturen in der Nacht erschwerten die Arbeit erheblich. Das Löschwasser begann in der Kälte rasch zu gefrieren, sowohl auf dem Boden als auch an den Gerätschaften.
„Sobald die Atemschutztrupps durch das Löschwasser nass werden, wird es extrem hart. Wir müssen die Einsatzkräfte sehr häufig austauschen“, schilderte Schimpf die Situation. Zusätzlich froren Armaturen und Schläuche teilweise ein, was die Koordination und den Materialeinsatz weiter erschwerte.
Keine Verletzten
Erleichterung gab es zumindest in einem Punkt: Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich keine Personen im Firmengebäude, verletzt wurde beim Einsatz niemand. Auch angrenzende Gebäude konnten erfolgreich geschützt werden. Die Ursache des Feuers ist derzeit noch unklar. Brandermittler werden in den kommenden Tagen versuchen, den Auslöser des Großbrandes zu klären. Aufgrund der starken Hitzeentwicklung und der massiven Schäden gestaltet sich die Spurensicherung allerdings schwierig.