Demo Wien: Bauern legen City lahm
- Demo Wien legt City lahm
- Über 200 Traktoren: Bauern machen Druck auf Politik
- Grund für Demo: Steigende Kosten bringen Betriebe unter Druck
- Breite Unterstützung für Bauern-Protest
Demo Wien: Die Bauerndemo hat am Dienstag die Innenstadt fest im Griff. Hunderte Bauern sind mit mehr als 200 Traktoren in die Hauptstadt gefahren und haben für massive Verkehrsprobleme gesorgt. Bereits Stunden vor dem offiziellen Start ist es auf den Zufahrtsstraßen und im Zentrum zu erheblichen Verzögerungen gekommen. Statt Autos prägen landwirtschaftliche Fahrzeuge das Wiener Stadtbild.
Demo Wien legt City lahm
Die Demo in Wien hat am frühen Nachmittag vor dem Landwirtschaftsministerium gestartet und ist über die Ringstraße bis vor das Parlament gezogen. Während sich der Konvoi durch die Stadt bewegt, kommt der Verkehr in der Wiener City vielerorts nahezu zum Erliegen. Autofahrer berichten von einem „totalen Verkehrskollaps“, auch der öffentliche Verkehr ist betroffen. Die Straßenbahnlinien 1 und 2 fahren nur eingeschränkt.
Über 200 Traktoren: Bauern machen Druck auf Politik
Organisiert wird die Wien-Demo vom neu gegründeten Verein „Bündnis Zukunft Landwirtschaft“. Die Teilnehmer fordern bessere Rahmenbedingungen für die heimische Landwirtschaft sowie eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln und den Abbau bürokratischer Hürden.
Die Forderungen richten sich an mehrere Ministerien. „Wir agieren überparteilich und wollen uns nicht parteipolitisch vereinnahmen lassen“, erklärt Vereinsgründer Sebastian Bauer.
Grund für Demo: Steigende Kosten bringen Betriebe unter Druck
Hintergrund der Demo in Wien ist die angespannte wirtschaftliche Lage vieler Betriebe. Laut Veranstaltern führen steigende Kosten für Diesel und Dünger bei gleichzeitig stagnierenden Erzeugerpreisen dazu, dass die Existenz „vieler Höfe gefährdet“ ist. Ziel ist ein gemeinsamer Schulterschluss der Landwirtschaft, um auf die Situation aufmerksam zu machen.
Breite Unterstützung für Bauern-Protest
Die Anliegen der Teilnehmer stoßen auf politische Zustimmung. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig bezeichnet die Forderungen als „völlig berechtigt“. Auch Bauernbund, FPÖ und Umweltschutzorganisationen zeigen Verständnis. Gleichzeitig wird erneut über Maßnahmen wie Steuererleichterungen oder strengere Kennzeichnungspflichten diskutiert.