Floridsdorf: Alkholverbot wird verlängert
- Ein Jahr Alkoholverbot am Franz-Jonas-Platz: Die Fakten
- Regeln und Kontrollen in Floridsdorf
- Verbesserung der Lebensqualität und Reaktionen
- Floridsdorf als Vorbild für ganz Wien
Knapp ein Jahr nach der Einführung vom Alkoholverbot am Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf ziehen der Bezirk und die Stadt Wien eine durchwegs positive Bilanz. Seit dem 7. Februar 2025 ist der Konsum alkoholischer Getränke im öffentlichen Raum rund um den Bahnhof Floridsdorf untersagt. Die Maßnahme hat sich im vergangenen Jahr bewährt: Die Aufenthaltsqualität ist spürbar höher, Beschwerden der Anrainer sind seltener geworden und strafbare Handlungen sind kaum mehr feststellbar.
Ein Jahr nach der Einführung: Sicherheit am Franz-Jonas-Platz
Das Alkoholverbot gilt seit Februar 2025 nicht nur direkt auf dem Franz-Jonas-Platz, sondern umfasst auch Teile der Schloßhofer Straße, der Rechten Nordbahngasse, den Pius-Parsch-Platz und die Franklinstraße. Ziel dieser Zone in Floridsdorf war eine nachhaltige Verbesserung der Sicherheit und Ordnung an diesem stark frequentierten Verkehrsknotenpunkt.
Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) betont in einer Aussendung der Gemeinde Wien die Notwendigkeit der Maßnahme: „Die Wiener Hausordnung gilt für alle und ist die Grundlage für das gute Zusammenleben in unserer Stadt.“
Er macht zudem deutlich, dass Regelverstöße konsequent geahndet werden: „Es kann nicht sein, dass sich Einzelne über die allgemeinen Regeln in unserer Stadt hinwegsetzen und dadurch andere Menschen einschränken.“
Klare Regeln und regelmäßige Kontrollen in Floridsdorf
Um das Alkoholverbot am Franz-Jonas-Platz effektiv umzusetzen, wurden zahlreiche Hinweistafeln angebracht. Die Polizei und das städtische Einsatzteam Wien führen seither regelmäßige Schwerpunktaktionen durch. Begleitet wird das Projekt von Sozialarbeitern, um auch die soziale Komponente abzudecken. Während es in den ersten Wochen nach der Einführung in Floridsdorf noch zu Abmahnungen und Anzeigen kam, gingen die Verstöße im Jahresverlauf stark zurück. Wichtig für Pendler und Besucher: Gastronomiebetriebe, Imbissstände und Marktbereiche sind von dem Verbot ausdrücklich ausgenommen.
Deutliche Verbesserung und positive Reaktionen
Ein Jahr nach Inkrafttreten der Regelung ist die Veränderung am Bahnhofsvorplatz sichtbar. Das Areal wirkt ruhiger, sauberer und sicherer. Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) erklärt dazu: „Zahlreiche Rückmeldungen der Floridsdorferinnen und Floridsdorfer bestätigen meine eigene Beobachtung: Das Alkoholverbot hat zu einer deutlichen Verbesserung der Aufenthaltsqualität und einem erhöhten Sicherheitsgefühl geführt.“
Aufgrund dieses Erfolgs sprach sich Papai dafür aus, die Maßnahme dauerhaft beizubehalten. Die Stadt Wien bestätigte diese Einschätzung – das ursprünglich befristete Alkoholverbot am Franz-Jonas-Platz bleibt somit bestehen.
Vorbild für weitere Wiener Orte: Strategie gegen Alkohol im öffentlichen Raum
Das Beispiel Floridsdorf reiht sich in erfolgreiche Konzepte wie am Praterstern ein. Auch in anderen Bezirken, etwa am Keplerplatz in Favoriten, setzt Wien auf eine Kombination aus Kontrollen und Verboten.
Bürgermeister Ludwig unterstreicht die Linie der Stadtregierung: „Die Wienerinnen und Wiener können sich auch in Zukunft darauf verlassen, dass wir die Regeln des guten Zusammenlebens konsequent durchsetzen. Nur so kann das Leben in einer Millionenstadt funktionieren – mit Respekt, Rücksichtnahme und entschiedenem Einschreiten dort, wo es notwendig ist.“