Abschluss der Vienna Fashion Week: Atıl Kutoğlu-Show
- 30 Looks für Herbst und Winter
- New York trifft Wiener Moderne
- Istanbul bringt Farbe ins Spiel
- Von Istanbul über Wien nach New York
- Prominente Gäste bei der Show
- Neuer Flagship-Store in Wien
Mit Atıl Kutoğlu ging die Vienna Fashion Week.26 am Samstagabend zu Ende. Für die Closing Show brachte der Designer jene drei Metropolen zusammen, die seine Arbeit seit Jahrzehnten prägen: New York, Wien und Istanbul. Auf dem Laufsteg präsentierte er 30 seiner Couture-Looks.
30 Looks für Herbst und Winter
Die neue Kollektion spielt mit Gegensätzen. Präzise Schnitte treffen auf fließende Stoffe, körpernahe Silhouetten auf großzügigere Formen. Zum Einsatz kommen unter anderem Seide, Wolle und Leder. Auch Schuhe und Accessoires wurden von Kutoğlu entworfen und auf die einzelnen Looks abgestimmt. Präsentiert wurde die Kollektion von 20 internationalen Models.
New York trifft Wiener Moderne
Eine zentrale Rolle spielt New York. Kutoğlu präsentierte dort über viele Jahre seine Kollektionen während der Fashion Week und machte die US-Metropole damit zu einer wichtigen Station seiner internationalen Karriere. In den aktuellen Entwürfen zeigt sich dieser Einfluss in Metallic-Effekten, klaren Linien, asymmetrischen Details und bewegten Oberflächen.
Geometrische und wellenförmige Formen schlagen zugleich die Brücke nach Wien. Elemente des Jugendstils und der Wiener Moderne treffen dabei auf Anklänge an die Art-déco-Architektur New Yorks. Das Ergebnis sind Kleider, Jacken und Ensembles mit betont urbanem Charakter.
Istanbul bringt Farbe ins Spiel
Die dritte Metropole ist Istanbul, Kutoğlus Geburtsstadt. Warme Farben, Stickereien und einzelne orientalisch inspirierte Formen greifen gestalterische Elemente auf, die sich bereits seit Beginn seiner Karriere in seinen Kollektionen finden.
Statt die Einflüsse der drei Städte voneinander zu trennen, verbindet Kutoğlu sie in vielen Looks miteinander: New Yorker Großstadtästhetik, Wiener Formensprache und Referenzen an seine türkischen Wurzeln werden so zu einem gemeinsamen Stil.
Von Istanbul über Wien nach New York
Atıl Kutoğlu wurde 1968 in Istanbul geboren. Bereits während seiner Schulzeit am Deutschen Gymnasium absolvierte er Praktika bei den türkischen Modehäusern Vakko und Beymen. Für ein Studium der Betriebswirtschaft kam er später nach Wien, wo er anschließend auch Modedesign studierte und sein erstes Atelier eröffnete.
Es folgten Schauen unter anderem in Wien, München, Düsseldorf, Mailand und New York sowie internationale Verkaufserfolge und prominente Kundinnen. Wien blieb dabei neben Istanbul ein wichtiger Mittelpunkt seiner Arbeit.
Prominente Gäste bei der Show
Auch abseits des Laufstegs war die Präsentation prominent besetzt. Unter den Gästen befanden sich Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, die frühere Bundesministerin Maria Rauch-Kallat sowie Gürsel Dönmez, Botschafter der Republik Türkiye in Österreich, und Generalkonsulin Ece Öztürk.
Neuer Flagship-Store in Wien
Dass Kutoğlu seine neue Couture gerade in Wien präsentierte, passt auch zu seinen jüngsten Plänen in der Stadt. Seit dem Sommer 2026 ist der Designer wieder mit einem größeren Flagship-Store in der Wiener Innenstadt vertreten.
Am Bauernmarkt 8 werden auf rund 180 Quadratmetern Mode und Accessoires gezeigt. Für die Gestaltung arbeitete Kutoğlu mit dem italienischen Architekten Claudio Nardi zusammen. Das Interieur verbindet mediterrane Einflüsse mit einer reduzierten Formensprache. Damit ist Wien für den Designer derzeit nicht nur Laufsteg, sondern erneut ein fixer Standort.