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Zwei Männer und eine Frau vor dem Plakat zum Kaffeesiederball 2027
Christof Cremer, Rebecca Horner und Wolfgang Binder
Christof Cremer, Rebecca Horner und Wolfgang Binder
Katharina Schiffl 

Kaffeesiederball 2027: Wo Freiheit tanzt

21.09.2026 um 09:29, Rudolf Grüner
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Der Kaffeesiederball 2027 setzt auf große Gefühle, starke Frauen und Kaffeehauskultur. Am 22. Jänner verwandelt sich die Hofburg wieder zum Tanzparkett.

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Wenn Walzer auf Kaffeehauskultur trifft, gehört einer der Fixpunkte im Wiener Fasching nicht weit. Die Wiener Kaffeesiederinnen und Kaffeesieder laden zum 68. Kaffeesiederball in die Hofburg Vienna. Beim Auftakt wurden nun Motto, Plakat und erste Höhepunkte der kommenden Ballnacht präsentiert. Unter dem Titel „Wo Gedanken tanzen und der Kaffee nach Freiheit duftet“ dreht sich diesmal vieles um Freiheit, Austausch und weibliche Selbstbestimmung.

Ein Ball mit Haltung

Das Wiener Kaffeehaus war nie nur ein Ort für Melange und Mehlspeise. Hier wurde gelesen, gestritten, diskutiert und gedacht. Genau diesen Geist greift der Traditionsball in der kommenden Saison auf. Zugleich rücken jene Frauen ins Rampenlicht, die die Wiener Kaffeehauskultur über Generationen entscheidend mitgeprägt haben.

Eine besondere Rolle spielt dabei Josephine Baker. Ihr für Februar 1928 geplanter Wien-Auftritt sorgte damals für gesellschaftliche und politische Aufregung. Die Künstlerin und Ikone weiblicher Selbstbestimmung liefert nun einen historischen Ausgangspunkt für das Ballthema.

Im Frack vor der Kamera

Auch das Ballplakat schlägt diese Brücke. Im Zentrum steht die österreichische Tänzerin, Schauspielerin und Choreografin Rebecca Horner. Im Frack inszeniert, gibt sie sich mondän, elegant und bewusst androgyn. Das von Christof Cremer entwickelte Motiv versteht sich als Hommage an Josephine Baker. Fotografiert wurde es erneut vom britischen Fotokünstler Ashley Taylor.

Die Zwanziger geben den Takt vor

Musikalisch nimmt die Ballnacht Fahrt im Berlin der späten 1920er-Jahre auf. Songs des Komponisten Mischa Spoliansky ziehen sich durch Eröffnung und Mitternachtseinlage. Rebecca Horner übernimmt bei der Eröffnung einen Solopart, Volksopernstar Julia Koci setzt die gesanglichen Akzente.

Für die Arrangements und den großen Bigband-Sound zeichnet Bernd Oliver Fröhlich verantwortlich. Später springt das Programm mehrere Jahrzehnte nach vorne: Beim Late Night Konzert treffen Pop-Songs ab den 1960er-Jahren auf aktuelle Titel rund um Female Empowerment. Helena May und Juliette Khalil stehen dabei gemeinsam mit dem Bernd Fröhlich Orchester auf der Bühne.

Kaffee mit Erinnerungswert

Auch die traditionelle Julius Meinl Kaffeesiederballtasse macht das Motto sichtbar. Die Edition 2027 wird in limitierter Stückzahl als Damenspende ausgegeben und erinnert auch nach dem letzten Walzer an das diesjährige Thema.

Gefeiert wird außerdem für den guten Zweck. Der Klub der Wiener Kaffeesiederinnen und Kaffeesieder unterstützt diesmal den Canisibus der Caritas Erzdiözese Wien. Die mobile Versorgung bringt täglich warme Suppe und Brot zu Menschen in Wien. Rund 100.000 Teller Suppe werden laut Aussendung jedes Jahr ausgegeben.

Karten für den Kaffeesiederball

Tickets für den 68. Wiener Kaffeesiederball in der Hofburg Vienna kosten 210 Euro. Der Online-Verkauf für das letzte Herbstkontingent startet demnächst.

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