Schaffarei Festival kehrt zurück nach Hard

Das Schaffarei Festival der AK Vorarlberg ist ein Festival wie kein anderes. Vom 25. bis 27. August kehrt die Veranstaltung nach zweijähriger Pause nach Hard zurück. Headliner des dreitägigen Open-Airs im Stedepark direkt am See sind das Shantel & Bucovina Club Orkestar, Buntspecht sowie Fil Bo Riva. Der Eintritt ist frei für alle.
Autor: Weekend Magazin Vorarlberg, 06.08.2022 um 19:58 Uhr

AK Vorarlberg zelebriert #FrüchteDerArbeit. Nach pandemiebedingter Pause lädt die Arbeiterkammer im Herbst wieder zum Schaffarei Festival. Im Mittelpunkt des Festivals für Arbeitskultur stehen die Früchte der Arbeit.

„Die Vorarlberger:innen sind die fleißigsten Arbeitnehmer:innen in ganz Österreich. Sie leisten in ihren Jobs unglaublich viel“, erklärt AK-Präsident Hubert Hämmerle. „Beim Schaffarei Festival wollen wir deshalb die Früchte der Arbeit hochleben lassen. Das haben sich unsere Mitglieder verdient!“

„Wir möchten auch auf all diejenigen anstoßen, die nicht mit uns feiern können. Ob Lkw-Fahrer, Krankenschwester, Bäcker oder Handelsangestellte. Wir feiern alle, die in den letzten Jahren hart gearbeitet haben, um uns durch die Pandemie zu bringen“, ergänzt die stellvertretende AK-Direktorin und Schaffarei-Initiatorin Eva King.

Musikalisches Line-up fixiert

Ein buntes Spektrum an musikalischen Formationen wird die große Bühne im Harder Stedepark zum Klingen und das Publikum zum Tanzen bringen.

Als Headliner konnte die Arbeiterkammer das Shantel & Bucovina Club Orkestar, Buntspecht sowie Fil Bo Riva engagieren. Österreichische Größen am Start sind Sharktank, Oehl und Farewell Dear Ghost. Mit Junipa Gold, DeadBeatz und Prinz Grizzley bekommt die Vorarlberger Szene beim Schaffarei Festival eine Bühne.

Dass das Schaffarei Festival mehr ist als ein Musik-Open-Air, zeigt das Rahmenprogramm. Das Publikum darf sich auf Angebote von Slam Poetry bis Public Art freuen. Diverse Foodtrucks bringen Kulinarik aus aller Welt nach Hard. Eine zentrale Rolle wird auch das Schaffarei Manifest spielen. Dabei handelt es sich um eine öffentliche Erklärung, wie die AK Vorarlberg die Arbeitswelt zum Besseren verändern möchte.

So soll Arbeit!

Entstanden ist das Manifest während des letzten Schaffarei Festivals 2019. Ein Kollektiv von 40 Vordenker:innen war an der Entstehung beteiligt. Die neun Thesen für eine gute Arbeitswelt reichen vom Respekt für alle arbeitenden Menschen bis hin zu einer Wirtschaft, deren Zweck es ist, den Menschen zu dienen und die Umwelt zu schützen. Das diesjährige Open-Air greift diese Impulse wieder auf und macht sie in Kunst, Poesie und Mitmach-Aktionen erlebbar.

Gratis Festival-Ticket sichern

Wie schon in den vergangenen Jahren ist der Zutritt zum Schaffarei Festival kostenlos. Wer dabei sein will, sollte sich vorab ein Gratis-Ticket sichern. Gratis-Tickets sind unter www.schaffarei.at erhältlich.

Facts über die Schaffarei

Wie arbeiten wir heute und in Zukunft? Dieser Frage widmet sich die Schaffarei. Im Haus für Arbeitskultur der AK Vorarlberg in Feldkirch warten innovative Formate auf Interessierte: vom Museum des Wandels über das Mittagessen mit Traumjob bis zum Firobad Erzählcafé. Das Schaffarei Festival zelebriert die Arbeitskultur mit einem bunten Programm, auf dem Musik und kulinarischer Genuss ebenso stehen wie kreative Angebote, die sich mit Fragen der Arbeitskultur beschäftigen.

Programm

Donnerstag, 25. August 2022
•    Junipa Gold
•    Sharktank
•    Shantel & Bucovina Club Orkestar
        
Freitag, 26. August 2022
•    DeadBeatz
•    Prinz Grizzley
•    Buntspecht
        
Samstag, 27. August 2022
•    Oehl
•    Farewell Dear Ghost
•    Fil Bo Riva

Schaffarei Festival 2022 Line-up

Junipa Gold
Bei der Vorarlberger Formation Junipa Gold kollidieren die gefühlvolle Stimme von Frontfrau Mia mit musikalischen Arrangements ihrer Musikerkollegen Fabio, Sascha und Pascal. Gemeinsam nehmen sie das Publikum mit auf eine Reise in ihre güldene Welt. Das Ende bleibt dabei offen. Das steht von Anfang an fest.

Sharktank
Hip-Hop meets Pop, Indie joins Rap: Sharktank überwinden und verbinden nicht nur Genres, die Band öffnet laut dem digitalen Musikmagazin DIFFUS »auf dem deutschsprachigen Musikmarkt eine Nische, von der wir bisher nicht wussten, dass sie existiert«. Wo verspielte Feel-Good-Beats und leichtlebige Instrumentals auf Conscious-Rap und melodische Vocals treffen, hat das Wiener Trio seinen Sound gefunden – reinspringen und mitschwimmen!

Shantel & Bucovina Club Orkestar
Mit seinem kreativen Ansatz, die Kulturen zu vermischen, wurde Shantel weltweit das hörbare Gesicht eines anderen Deutschlands, war er doch der Erste, der hier der Popkultur einen kosmopolitischen Sound einimpfte. Bei ihm ist Migration hör- und tanzbar. Musikalische Preziosen aus Südosteuropa, dem Nahen Osten und vom Mittelmeer erscheinen in einem neuen, vielschichtigen Kontext. Damit wird auch die Kultur, aus der sie entstammen, intuitiv erfahrbar. Wir freuen uns auf einen Sommerabend mit Disko, Disko Partizani!

Dead Beatz
Der Beweis, dass es keine Gitarre braucht, um eine Menge in Partystimmung zu versetzen? DeadBeatz! Das Austrian BluesPunk Orchestra mischt Mundharmonika, Kontrabass und Schlagzeug. Das Ergebnis ist eine geradlinig-groovige Mischung aus Blues, Punk und einer Prise Rockabilly. Jede Menge treibende Shuffles mit einem Minimum an Akkordwechseln, hypnotischer Bass und gelegentliche Krawallausbrüchen garantieren Tanz- bis Pogolaune.

Prinz Grizzley & his Beargaroos
Im Wald (nicht nur im Bregenzer) würde ohne Wurzeln kein Baum stehen. Prinz Grizzley hat sich mit vielen Wurzeln auseinandergesetzt. Er weiß, wo der Blues herkommt und hat ganz tief im Country gegraben. So lange, bis unter den Fingernägeln kaum mehr Platz für noch mehr fruchtbare Erde war. Als er das Gefühl, die Seele dieser Musik in sich aufgesogen hatte, fand er sich immer mehr mit seinen eigenen Wurzeln, seiner Heimat dem Westen von Österreich konfrontiert. Beim Schaffarei Festival reist der Prinz mit Beargaroos-Band an.

Buntspecht
Sechs betrunkene Seiltänzer aus Wien, die Kinderlieder schreiben. Kinderlieder für alle Er- und Entwachsenen da draußen. So sehen sich Buntspecht selbst. „Ihr wollt ein Liebeslied? Ihr kriegt ein Liebeslied!“ Ganz so einfach machen es die Wortakrobaten dem Publikum dann aber doch nicht. Wer die Band kennt, weiß, dass für sie die deutsche Sprache ein großer Spielplatz der Semantik ist. Am Ende wird es aber doch „ein Lied, das ihr liebt“. Und das unter Buntspecht-Garantie.

Oehl
Dass der Pop-Poet Ariel Oehl tanzbare Gedichte serviert, ist bekannt. Wie das ist, wenn man emotional verwundet ein neues Leben beginnt, erzählt uns der Wiener schmerzhaft schön. Da wird gestorben, getrunken, gescheitert und gelogen. Vor allem aber wird unverblümt gelebt. Mit allen Risiken, Vorzügen und Hinterlistigkeiten. Aber was bleibt uns schließlich anderes übrig? Musik für alle, die dem Schmerz was abgewinnen können.

Farewell Dear Ghost
Die Indie-Pop-Band Farewell Dear Ghost lehnt sich mit großer Geste aus dem Fenster und ist sich dabei nicht zu schade, wichtige Fragen zu stellen. Der Indie-Background der Wiener darf aber auch glitzernd nach Pop schmecken, selbst wenn der Grat, auf dem sie sich bewegen, ein schmaler wird. Bei zahllosen Live-Auftritten hat das Quartett in den letzten Jahren bewiesen: Der Tanz auf der Rasierklinge kann gelingen.

Fil Bo Riva
FIL BO RIVA, als Filippo Bonamici in Rom geborener Sohn eines italienischen Vaters und einer deutschen Mutter, trägt Europa im Herzen und seine Freiheit auf der Zunge. In schwelgerischen Hymnen lotet er mit Grandezza und Lässigkeit die Grenzen des Indie-Rock aus und überführt mit seiner markanten Stimme die europäische Folktradition in die Moderne. Sein Singer/Songwriterpop mit Anleihen aus dem Soul changiert durchgehend zwischen Emphase und Melancholie, Aufbegehren und Innehalten.