Nachwuchshoffnung Lara Kiesling

Weekend: War die Gastronomie immer schon ein Berufswunsch?
Lara Kiesling:
Meine Schwester war bereits in der Gastronomie, und mein Interesse galt ebenfalls dieser Branche. Ich habe mit der „GASCHT“ eine sehr moderne und außergewöhnliche Ausbildung gewählt. Wir haben neben Praxis und Theorie auch Angebote wie Foodfotografie, Kniggekurse etc. Sehr beeindruckt haben mich im ersten Jahr die Kennenlerntage bei Husky Toni. Wegen Corona fiel leider die bewährte Genussreise durch Österreich aus.  Ich habe gerne den Schwerpunkt Rezeption und Gastgeberkompetenz gewählt, mochte aber auch Kochen und den Service. Meine Geselligkeit kommt mir in der Rezeption zugute – die erlernten Fähigkeiten befähigen mich auch für jeden anderen Beruf. Hier in der Gastro kann man Managementqualitäten entwickeln. Natürlich gibt es auch Schattenseiten wie wohl überall. Mir macht es allerdings nichts aus, am Wochenende zu arbeiten oder auch mal mit Gästen zu kommunizieren, die weniger gut gelaunt sind.

Weekend: Wie waren die Reaktionen auf die gewählte Ausbildung?     
Lara Kiesling:
Nur positiv! Ich darf das machen, was mir gefällt. Ich bin während der Mittelschule schon in die GASCHT Bludenz schnuppern gegangen. Ich wollte nämlich nie nur Schulzeiten sammeln, sondern auch Praxiserfahrungen machen. Da die GASCHT das 9. Schuljahr als erstes Ausbildungsjahr inkludiert hat, war es für mich die perfekte Ausbildung. Ich bin jetzt im vierten Schuljahr und im zweiten Lehrjahr im Hotel Zimba, davor war ich bereits hier im Praktikum. Im März komme ich retour in die Schule, nach drei Monaten Schule erhalte ich das Zeugnis und dann folgen die Abschlussprüfungen mit Lehrabschlussprüfung und Fachgespräch.

Weekend: Was sind Deine Zukunftsvorhaben?    
Lara Kiesling:
Mir steht aktuell alles offen. Ich habe bereits in der vierten Klasse der GASCHT mit dem Aufbaulehrgang für die Berufsreifeprüfung begonnen. Hier werde ich in Mathematik, Deutsch und Englisch für die Berufsreifeprüfung vorbereitet. Dafür nehme ich gerne zusätzliche Stunden in Kauf. 2024 werde ich meine Berufsreifeprüfung ablegen, bis dahin werde ich Teilzeit berufstätig sein. Danach will ich als erstes einmal die Welt kennenlernen. Mir schwebt vor, eine Barausbildung in Barcelona zu absolvieren. Vielleicht gehe ich auch studieren? Meine Wege sind noch offen.

Weekend: Wie hast du den Lockdown erlebt?
Lara Kiesling
: Wir Lehrlinge waren immer im Betrieb und haben auch stets etwas gelernt. Wir haben z.B. für einen guten Zweck Weihnachtskekse gebacken, das Hotel auf Vordermann gebracht, die Öffnung vorbereitet und hausinterne Kurse absolviert. Wir haben gekocht oder den Umgang mit dem Gast geübt. Wir haben z.B. gemeinsam ein Rind zerlegt und viel Praxis erlernt.  Ich war bereits im Rahmen der GASCHT-Ausbildung bereits in mehreren Betrieben – ich würde die­selbe Ausbildung sofort wieder starten. Im „Hotel Zimba“ hat man richtig gut auf mich geschaut, dafür bin ich meinen Lehrherren, Familie Ladurner, sehr dankbar!

Zur Person: LARA KIESLING
GASCHT-Schülerin in Lehre

  • Jahrgang 2004
  • geboren in Bludenz
  • Werdegang: Pflichtschule, seit dem 9. Schuljahr in der GASCHT Gastgeber­schule für Tourismusberufe in Bludenz.
  • Trägt als eine von vier Vorarlberger GASCHT Schülerinnen den Teamtitel „Österreichs beste Käse­kennerin 2021“
  • Hobbies: Reiten, Natur, Kochen, Geselligkeit
Autor: Weekend Magazin Vorarlberg, 26.01.2022