Insolvenz: Traditionsmarkt kämpft ums Überleben
Der Adeg-Markt Zubcic in Hörbranz steht vor einer ungewissen Zukunft. Über das Vermögen von Inhaber Dragan Zubcic wurde am Landesgericht Feldkirch ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Von der Insolvenz sind 16 Mitarbeiter betroffen.
Den Insolvenzantrag stellte der Unternehmer selbst. Als Hauptursache nennt er den bevorstehenden Verlust des Geschäftslokals sowie den zunehmenden Konkurrenzdruck im Lebensmittelhandel.
Sanierungsverfahren eröffnet
Laut KSV1870 wurde das Sanierungsverfahren am Dienstag eröffnet. Die Verbindlichkeiten des Unternehmens belaufen sich auf rund 795.000 Euro.
Für Dragan Zubcic ist es nicht die erste wirtschaftliche Krise. Bereits 2015 musste der Unternehmer Insolvenz anmelden. Dieses Verfahren konnte 2018 mit einem erfolgreichen Sanierungsplan abgeschlossen werden.
Diesmal soll der Betrieb erneut über ein Sanierungsverfahren fortgeführt werden.
Mietkündigung und Konkurrenzdruck
Als Hauptgrund für die drohende Zahlungsunfähigkeit nennt Zubcic die gerichtliche Kündigung des Mietvertrags. Der bestehende Standort muss bis Ende Dezember 2026 geräumt werden.
Ohne geeignete Ersatzräumlichkeiten könne der Lebensmittelmarkt nicht weitergeführt werden. Zusätzlich hätten mehrere neue Mitbewerber im Einzugsgebiet zu einem deutlichen Kundenrückgang und sinkenden Umsätzen geführt, während die Fixkosten nahezu unverändert geblieben seien.
Vom Insolvenzverfahren nicht betroffen ist der Cateringbetrieb des Unternehmers. Dieser arbeite laut Angaben weiterhin wirtschaftlich erfolgreich.
So soll der Betrieb saniert werden
Den Gläubigern bietet Zubcic eine Quote von 30 Prozent an. Diese soll innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplans ausbezahlt werden.
Zur Sanierungsverwalterin wurde Rechtsanwältin Eva Müller aus Frastanz bestellt. Die Sanierungsplantagsatzung ist für den 24. September am Landesgericht Feldkirch angesetzt.
Ob der Adeg-Markt langfristig an einem neuen Standort fortgeführt werden kann, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Für die 16 Beschäftigten bringt das Verfahren vorerst jedenfalls große Unsicherheit.