Zwei Millionen Schulden: Bekannter Online-Shop vor dem Aus
- Gescheiterte Sanierung führt zum Konkurs
- Die Insolvenzursachen: Umsatzverluste und gescheiterter Vergleich
- Millionenschulden und endgültige Schließung
Hiobsbotschaft für Kunden und Gläubiger des Vorarlberger Onlinehändlers Wuff's Best: Über das Vermögen der Wuff´s Best & Gizmo Onlinehandel+ GmbH wurde am Landesgericht Feldkirch ein neues Konkursverfahren eröffnet. Nachdem der Neustart gescheitert ist und keine Sanierung mehr angestrebt wird, steht die endgültige Schließung und Liquidation des Unternehmens aus Lustenau praktisch fest.
Gescheiterte Sanierung führt zum Konkurs
Erst im Februar 2026 war über das Vermögen des Wuff's Best-Betreibers ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden. Der damals von den Gläubigern angenommene Sanierungsplan sah eine Quote von 20 Prozent vor. Die erste Quotenzahlung wäre am 16. Oktober 2026 fällig gewesen.
Dazu kommt es jedoch nicht mehr: Durch die neuerlich eingetretene Zahlungsunfähigkeit war das Lustenauer Unternehmen nicht mehr in der Lage, seine Verpflichtungen zu erfüllen. Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) bekannt gibt, wurde unter der Geschäftszahl das Konkursverfahren eingeleitet.
Die Insolvenzursachen: Umsatzverluste und gescheiterter Vergleich
Das Abgleiten in die erneute Insolvenz führt die Schuldnerin auf eine Verkettung negativer Entwicklungen zurück. Trotz des vorangegangenen Sanierungsverfahrens konnten die geplanten Umsatzerlöse nicht erzielt werden. Insbesondere der Ausfall einer wesentlichen Produktgruppe für die Sommersaison führte zu erheblichen finanziellen Einbußen.
Erschwerend kam hinzu, dass ein erhoffter Vergleich in einem laufenden Gerichtsverfahren scheiterte, wodurch dringend benötigte Finanzierungsmittel ausblieben. Zudem machten dem Onlinehändler der dauerhafte Wegfall wichtiger Zahlungs- und Vermarktungswege sowie erhebliche finanzielle Belastungen durch Gewährleistungsfälle zu schaffen.
Millionenschulden und endgültige Schließung
Eine Fortführung des Geschäftsbetriebs wird nicht mehr angestrebt; die Schließung und vollständige Abwicklung des Unternehmens sind praktisch besiegelt. Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags waren bereits alle Dienstverhältnisse aufgelöst. Auch die bisherigen Büroräumlichkeiten in Lustenau wurden mit 30. September 2026 zurückgestellt.
Nach Angaben des AKV sind von dem Konkursverfahren derzeit mindestens 38 Gläubiger betroffen. Die Gesamtforderungen belaufen sich auf rund 2,02 Millionen Euro. Als Vermögenswerte stehen Warenbestände, Bankguthaben und offene Forderungsansprüche im Raum.