Jahreskarte 2027: So hoch könnte der neue Preis sein
- Jährliche Indexanpassung bringt nächstes Preisplus
- Möglicher neuer Preis: So viel könnte die Jahreskarte kosten
- Politik im Clash und Zusatzbelastung durch Gebühren
Öffi-Fahrer in Wien müssen sich im Jahr 2027 auf die nächste Tarifanpassung einstellen: Die Wiener Linien erhöhen ihre Preise künftig jährlich auf Basis der Inflation. Zwar steht die offizielle Ankündigung der Stadt noch aus, doch Hochrechnungen zufolge könnte ein neuer Preis von rund 483 Euro für die beliebte Jahreskarte bevorstehen.
Jährliche Indexanpassung bringt nächstes Preisplus
Nachdem die Jahreskarte der Wiener Linien Anfang 2026 erstmals nach 13 Jahren von 365 Euro auf 467 Euro angehoben wurde, steht für das kommende Jahr bereits der nächste Preisschritt an. Künftig orientieren sich die Wiener Linien – ebenso wie die ÖBB und der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) – strikt am Verbraucherpreisindex (VPI).
Aus dem Rathaus und von den Wiener Linien heißt es dazu, dass die finale Kalkulation derzeit ausgearbeitet wird. Die genauen Tarifdetails sollen im Laufe des Herbstes veröffentlicht werden. Die automatische Wertsicherung sorgt jedoch dafür, dass regelmäßige Preisanpassungen zu Jahresbeginn zum dauerhaften Standard werden.
Möglicher neuer Preis: So viel könnte die Jahreskarte kosten
Die zentrale Frage für Pendlerinnen und Pendler heißt: Wie viel kostet die Wiener-Linien-Jahreskarte 2027? Sollte sich die Anpassung an der aktuellen Inflationsrate von rund 3,5 Prozent orientieren, würde der neue Preis für die Öffi-Jahreskarte 2027 bei etwa 483 Euro liegen. Das entspräche einer Steigerung von rund 16 Euro im Vergleich zum aktuellen Tarif.
Auch andere Ticketkategorien dürften von der Wertsicherung betroffen sein:
- Einzelfahrschein: Voraussichtlich ein Anstieg um 10 Cent auf etwa 3,30 Euro
- Monatskarte: Erhöhung von derzeit 75 Euro auf ca. 77,60 Euro
- Weitere Tarife: Entsprechende Prozentanpassungen bei Wochen- und Streifenkarten
Politik im Clash und Zusatzbelastung durch Gebühren
Die bevorstehende Anhebung stößt bei der Wiener Opposition auf scharfe Kritik. Während die Grünen vor Mobilitätsarmut warnen und eine Öffi-Preisbremse fordern, verlangt die ÖVP einen Stopp der automatischen Valorisierung sowie Einsparungen im Stadtbudget. Die FPÖ kritisiert die städtische Tarifpolitik ebenfalls scharf.
Für die Wiener Haushalte wiegt die Anhebung der Öffi-Preise im Jahr 2027 besonders schwer, da zeitgleich städtische Gebühren für Wasser, Kanal und Müll um bis zu 4,6 Prozent steigen.