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Außenaufnahme der Firma Nothegger, aufgenommen am Montag, 9. März 2026 in Wien. Die Transportfirma Nothegger mit Sitz in St. Ulrich am Pillersee (Bezirk Kitzbühel) im Tiroler Unterland ist insolvent
Hoffnung auf Fortbestand: Die Nothegger Transport Logistik GmbH strebt über einen Sanierungsplan den Erhalt des Betriebs an.
Hoffnung auf Fortbestand: Die Nothegger Transport Logistik GmbH strebt über einen Sanierungsplan den Erhalt des Betriebs an.
APA-Images / APA / GEORG HOCHMUTH

200 Jobs wackeln: So will sich Tiroler Transportriese retten

17.08.2026 um 13:32, Marcel Toifl
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Die Nothegger Transport Logistik GmbH strebt eine Sanierung an. Für knapp 200 Mitarbeiter geht das Zittern um die Arbeitsplätze weiter.

Im laufenden Insolvenzverfahren der Nothegger Transport Logistik GmbH gibt es wichtige Entwicklungen für Gläubiger und Belegschaft. Das Tiroler Logistikunternehmen hat beim zuständigen Gericht einen Sanierungsplanvorschlag eingebracht, um das Überleben des Betriebes zu sichern. Nachdem der Betrieb seit März 2026 von der Insolvenzverwaltung fortgeführt wird, strebt die Geschäftsführung nun eine Sanierung an. Für knapp 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht bei den Verhandlungen weiterhin die berufliche Zukunft auf dem Spiel.

Sanierungsplan mit 20 Prozent Quote vorgelegt

Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestaltete sich die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs aufgrund einer prekären Liquiditätssituation als äußerst schwierig. Der Insolvenzverwaltung gelang es in den vergangenen Wochen jedoch, den Betrieb vorübergehend zu stabilisieren.

Nun soll eine gezielte Sanierung den Fortbestand sichern. Der eingebrachte Sanierungsplan sieht vor, den Gläubigern die gesetzliche Mindestquote von 20 Prozent anzubieten. Über die Annahme dieses Vorschlags wird in den kommenden Wochen bei der zuständigen Insolvenzrichterin verhandelt.

Forderungen in Millionenhöhe offen

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Unternehmens sind beträchtlich. Bislang hat die Insolvenzverwaltung Forderungen in Höhe von rund 24 Millionen Euro als berechtigt anerkannt. Insgesamt wurden von den Gläubigern jedoch Ansprüche von etwa 60 Millionen Euro angemeldet. Ein erheblicher Teil davon betrifft gruppeninterne Ansprüche und wird voraussichtlich bestritten werden.

MMag. Klaus Schaller, Leiter des KSV1870 in Tirol, erklärt: „Der KSV1870 führt im Interesse der Gläubiger laufend Gespräche mit der Rechtsvertretung der Nothegger Transport Logistik GmbH. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stehen neben der Höhe der Sanierungsplanquote insbesondere die konkrete Ausgestaltung und Absicherung der Quotenfinanzierung. Aus Sicht des KSV1870 erscheint es schwierig bis unmöglich, die Sanierungsplanquote in den kommenden zwei Jahren allein aus dem laufenden Geschäftsbetrieb zu erwirtschaften. Daher wird die Nothegger Transport Logistik GmbH aus unserer Sicht verbindliche Zusagen Dritter vorlegen müssen, die eine verlässliche Finanzierung und damit die fristgerechte Erfüllung der Sanierungsplanquoten sicherstellen.“

Zukunft von knapp 200 Mitarbeitern ungewiss

Für die knapp 200 Beschäftigten bleibt die Situation vorerst angespannt. Der Erhalt der Arbeitsplätze hängt maßgeblich davon ab, ob eine Einigung mit den Gläubigern erzielt wird und der operative Betrieb künftig wieder gewinnbringend geführt werden kann.

Eine Schließung des Betriebes würde nicht nur die betroffenen Familien hart treffen, sondern stellte auch für die regionale Wirtschaft in Tirol einen spürbaren Einschnitt dar.

Die wichtigsten Eckpunkte zur angestrebten Sanierung der Nothegger Transport Logistik GmbH im Überblick:

  • Unternehmen: Nothegger Transport Logistik GmbH mit Sitz in Tirol.
  • Sanierungsangebot: Gesetzliche Mindestquote von 20 Prozent für die Gläubiger.
  • Forderungsstand: Rund 24 Millionen Euro anerkannt (60 Millionen Euro angemeldet).
  • Arbeitsplätze: Knapp 200 Mitarbeiter hoffen auf die Rettung des Unternehmens.

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