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Frau mit Korb voller frischem Gemüse und Bio-Lebensmitteln
Bio im Wagerl: In Österreich greifen Konsumenten heute deutlich häufiger zu Bio-Lebensmitteln als noch vor 20 Jahren.
Bio im Wagerl: In Österreich greifen Konsumenten heute deutlich häufiger zu Bio-Lebensmitteln als noch vor 20 Jahren.
Pixelshot/Shutterstock

Bio-Boom in Österreich: Das landet im Wagerl

01.10.2026 um 15:43, Conny Engl
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Unser täglich Brot gib uns Bio. Wir kaufen heute mehr als dreimal so oft Bio-Lebensmittel wie vor gut 20 Jahren. Doch eine Sache ist uns noch wichtiger.

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Claudia schiebt ihr Wagerl durch den Supermarkt. Sie greift zu Milch, Joghurt, Erdäpfeln und Haferflocken. Doch bevor etwas im Wagerl landet, fällt ihr Blick immer öfter auf zwei Dinge: Ist es bio? Und woher kommt es?

Bio-Lebensmittel boomen in Österreich

Mehr als die Hälfte der Österreicher isst zumindest einmal pro Woche Bio, so das Ergebnis einer Motivanalyse der AMA-Marketing vom Dezember 2025. Und es wird mehr, wie RollAMA-Zahlen zeigen: 2025 wurde so viel Geld für Bioprodukte ausgegeben wie noch nie. Im Supermarkt ist mittlerweile rund jeder neunte Euro für Lebensmittel und Getränke ein „Bio-Euro“. Bei manchen Produkten ist Bio besonders beliebt: Fast jede dritte verkaufte Packung Mehl ist bio, bei Frischgemüse beinahe jede vierte. Claudia nimmt die Bio-Eier. Ein paar Gänge weiter bleibt sie bei den Paradeisern stehen. Die einen sind bio und kommen aus dem Ausland, die anderen wachsen in Österreich. Sie nimmt die heimischen.

Frau prüft Lebensmittel und Gemüse mit einer Lupe
Genau geschaut: Bio oder regional? Beim Lebensmitteleinkauf achten die Österreicher neben der Herkunft besonders auf Frische und Qualität.

Regionalität schlägt Bio

Damit ist Claudia in guter Gesellschaft. Fast neun von zehn Bio-Käufern würden bei vergleichbarem Obst und Gemüse eher zur österreichischen Ware greifen als zu Bio aus einem anderen europäischen Land. Herkunft kann also sogar dann den Ausschlag geben, wenn Bio grundsätzlich wichtig ist. Auch sonst zählt nicht nur das Siegel: Für 83 Prozent der Österreicher ist Frische beim Lebensmitteleinkauf besonders wichtig, rund zwei Drittel achten auf hohe Qualität.

So viel Fläche ist in Österreich bio

Claudia nimmt noch einen Laib Brot, dann geht’s ab zur Kassa. Die Geschichte ihres Einkaufs beginnt schon lange vor dem Supermarkt. Laut Landwirtschaftsministerium wurde 2024 bereits mehr als ein Viertel der landwirtschaftlichen Fläche biologisch bewirtschaftet. Bei Weingärten ist es jeder vierte Hektar, bei Obstanlagen sogar mehr als jeder dritte. Auch im Stall gibt es große Unterschiede: Fast jedes dritte Masthuhn wird biologisch gehalten, bei Schweinen sind es hingegen nur knapp 4 Prozent. Und Bio ist mehr als ein Wort auf der Packung: Der Begriff ist gesetzlich geschützt, für Herstellung und Verarbeitung gelten klare Regeln und Kontrollen. Zu Hause packt Claudia ihre Einkäufe aus. Gutes Gefühl, wenn man weiß, was da auf den Tisch kommt.

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