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Großglockner: Die Männer verloren im Schneegelände die Orientierung.
Großglockner: Die Männer verloren im Schneegelände die Orientierung.
Koapan / Shutterstock.com

Großeinsatz: Drei Studenten am Großglockner gerettet

20.05.2026 um 09:18, Yunus Emre Kurt
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Drei junge Bergsteiger aus Bangladesch gerieten am Großglockner in steiles Schneegelände und verloren die Orientierung. Die Bergrettung musste zu Fuß ausrücken.

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Am Großglockner in Osttirol hat die Bergrettung am Dienstag drei junge Alpinisten aus Bergnot gerettet. Die Männer im Alter von 23, 24 und 25 Jahren waren laut Polizei am frühen Morgen vom Lucknerhaus Richtung Stüdlhütte aufgebrochen. Wenig später verloren sie jedoch im schneereichen Gelände die Orientierung und gerieten in eine gefährliche Situation.

Orientierung im Schneegelände verloren

Die aus Bangladesch stammenden Männer studieren derzeit in Deutschland und wollten den Großglockner-Bereich erkunden. Gegen 4.30 Uhr starteten sie ihren Aufstieg vom Lucknerhaus. Etwa zwei Stunden später kamen die Bergsteiger allerdings vom markierten Steig ab. Laut Polizei konnten sie sich wegen fehlenden Handyempfangs nicht mehr orientieren und gerieten zunehmend in steiles sowie stark verschneites Gelände. Schließlich setzten die Männer einen Notruf ab.

Bergrettung musste zu Fuß aufsteigen

Die Rettungsaktion gestaltete sich schwierig. Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen konnte zunächst kein Hubschrauber direkt zur Unfallstelle fliegen. Deshalb musste die Bergrettung zu Fuß aufsteigen. Die Einsatzkräfte fanden die drei Männer schließlich unterhalb des Fanotkogels auf rund 2.905 Metern Seehöhe. Die jungen Alpinisten waren laut Einsatzkräften teilweise durchnässt und stark erschöpft.

Mit Hubschrauber ins Tal gebracht

Nach der Erstversorgung brachte die Bergrettung die Männer zunächst zu den sogenannten Viehböden. Von dort aus konnten sie schließlich mit dem Hubschrauber ins Tal beziehungsweise zurück zum Lucknerhaus geflogen werden. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Die aktuellen Bedingungen im Hochgebirge bleiben aufgrund von Schnee und wechselhaftem Wetter anspruchsvoll. Gerade in höheren Lagen könne die Orientierung rasch schwierig werden, warnen Einsatzkräfte immer wieder. Die Polizei empfiehlt Bergsportlern deshalb eine sorgfältige Tourenplanung, aktuelle Wetterinformationen sowie entsprechende alpine Ausrüstung.

Großglockner immer wieder Schauplatz von Einsätzen

Der Großglockner zählt mit 3.798 Metern Höhe zu den beliebtesten, aber auch anspruchsvollsten Bergen Österreichs. Immer wieder geraten dort Alpinisten wegen Wetterumschwüngen, Schneefeldern oder Orientierungsproblemen in Schwierigkeiten. Besonders im Frühjahr und Frühsommer unterschätzen viele Bergsteiger die Bedingungen im Hochgebirge.

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