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Nahaufnahme eines Geschäftsmannes, der den Münzstapel auf einer hölzernen Wippe über dem reflektierenden Schreibtisch balanciert.
Trade Republic: Täter täuschen Sicherheitsprobleme vor und erbeuten tausende Euro.
Trade Republic: Täter täuschen Sicherheitsprobleme vor und erbeuten tausende Euro.
iStock.com/Andrey Popov

Trade Republic: So gehen die Täter aktuell vor

02.04.2026 um 12:27, Yunus Emre Kurt
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Trade Republic: In der Steiermark häufen sich Betrugsfälle. Täter täuschen Probleme vor und bringen Kunden dazu, Geld auf fremde Konten zu überweisen.

Trade Republic: In der Steiermark häufen sich Betrugsfälle gegen Kunden der Online-Bank Trade Republic. Täter täuschen unbefugte Kontozugriffe vor und erbeuten so mehrere tausend Euro pro Opfer.

Welle neuer Betrugsfälle bei Trade-Republic-Kunden

Die steirische Polizei registriert seit 26. März 2026 eine auffällige Häufung von Betrugsdelikten zum Nachteil von Kunden der Online-Bank Trade Republic. Mindestens sieben Anzeigen mit demselben Vorgehen liegen bereits vor. Die Täter geben vor, es habe unbefugte Zugriffe auf Depot oder Konto gegeben, und bewegen die Opfer dazu, Geld auf ausländische Konten zu überweisen. Die angeblich „sicheren“ Zielkonten gehören in Wahrheit kriminellen Organisationen. In jedem der bekannten Fälle verlieren die Betroffenen dabei Beträge in Höhe mehrerer tausend Euro.

So funktioniert die aktuelle Masche

Der Einstieg in den Betrug erfolgt meist per SMS. Den Empfängerinnen und Empfängern wird darin suggeriert, ihr Depot oder Konto bei Trade Republic sei durch einen unbefugten Zugriff gefährdet. Unter dem Vorwand, das vorhandene Guthaben vor einem angeblich drohenden Diebstahl schützen zu müssen, drängen die Täter zu raschen Überweisungen.

Die Kriminellen geben dazu Kontoverbindungen im Ausland an und stellen diese als besonders sichere „Schutzkonten“ dar. Tatsächlich landen die Gelder dort jedoch auf Konten, die von kriminellen Strukturen kontrolliert werden. Teilweise bauen die Täter massiven Druck auf, damit die Opfer ohne Rückfrage sofort handeln.

Warnsignale erkennen und sich schützen

Ein zentrales Warnsignal: Banken fordern Kunden nicht dazu auf, Geld auf fremde Konten zu überweisen, um es zu sichern. Ebenso unüblich ist die Aufforderung, Wertpapier-Anlagen zu verkaufen oder Geld an angebliche Treuhandkonten zu senden. Wer derartige Forderungen erhält, sollte von einem Betrugsversuch ausgehen.

Misstrauen ist auch geboten, wenn Überweisungen auf Konten mit ausländischer Kennung verlangt werden. Seriöse Anbieter drängen nicht zu eiligen Transaktionen unter Verweis auf angebliche unbefugte Zugriffe oder drohende Verluste. Man sollte sich nicht von Eilmeldungen unter Druck setzen lassen und niemals über Links in Nachrichten in sein Konto einsteigen.

Stattdessen empfiehlt es sich, sich ausschließlich über die offizielle App oder die verifizierte Webseite des Anbieters einzuloggen. Betrüger nutzen häufig täuschend echte Kopien von Websites. Bei Unklarheiten sollten Betroffene die offizielle Support-Nummer des Anbieters selbst auf dessen Webseite oder in der App heraussuchen und dort anrufen – nicht die in verdächtigen SMS, E-Mails oder Anrufen genannte Nummer.

Was Betroffene tun sollten

Wer bereits eine Überweisung im Zusammenhang mit einem solchen Kontakt getätigt hat, sollte umgehend seine Bank kontaktieren. Dort kann ein Rückholversuch der Zahlung veranlasst werden, sofern dies noch möglich ist. Zusätzlich ist eine Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle wichtig, damit weitere Fälle erfasst und Ermittlungen gebündelt werden können.

Wer unsicher ist, ob eine Nachricht oder ein Anruf echt ist, sollte die Kommunikation abbrechen und sich direkt an den Anbieter wenden, über Kontaktdaten, die man selbst recherchiert hat. So lässt sich klären, ob tatsächlich ein Sicherheitsproblem vorliegt oder ob es sich um einen Betrugsversuch handelt.

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