Erfreuliche Bilanz: Steirerinnen sind Gründerinnen
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Die steirische Wirtschaft wird immer weiblicher: Das AMS Unternehmensgründungs-Programm, kurz UGP, zieht für 2025 eine erfreuliche Bilanz. Insgesamt haben 1.173 Personen am Programm teilgenommen, darunter 548 Frauen (47 Prozent) und 625 Männer (53 Prozent). Auch bei den Neugründungen zeigt sich ein ausgeglichenes Bild – 318 neue Unternehmen (48 Prozent) wurden von Frauen gegründet, 338 von Männern (52 Prozent).
"Rückgrat der Wirtschaft"
Im Vergleich mit der Gesamtzahl aller Gründungen im Jahr 2025 ergibt sich ein ähnliches Bild: Laut Wirtschaftskammer Steiermark waren rund 55 Prozent der 2.943 Unternehmensgründungen weiblich. Das freut vor allem Gabi Lechner, WK-Steiermark Vizepräsidentin und Landesvositzende von "Frau in der Wirtschaft": "Unternehmerinnen sind das Rückgrat der steirischen Wirtschaft: Fast jede zweite Einzelunternehmung wird von Frauen geführt. Sie schaffen tausende Arbeitsplätze, prägen ganze Branchen und beweisen täglich, dass wirtschaftliche Stärke längst weiblich ist."
Unternehmerinnen sind das Rückgrat der steirischen Wirtschaft.
Private Dienstleister
Branchenmäßig konzentrieren sich Frauengründungen vor allem auf Private Dienstleistungen, gefolgt von wirtschaftlichen Dienstleistungen, Gastronomie und Gesundheit. Eine dieser Gründerinnen ist Jasmin Gotthardt, die sich mit ihrem Barbershop "Barbaria by Jasmin" 2025 einen lang gehegten Traum erfüllt hat: "Ich wollte die Dinge anders machen, weg von der Massenabfertigung hin zu mehr Wertigkeit Das Barberhandwerk ist ein sehr körpernaher Job, Qualität steht dabei an erster Stelle."
Selbstbestimmte Einteilung
Karin Großmann-Bierbaumer leitet seit August 2025 ihren Meisterbetrieb für Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung mit neun Mitarbeitern. Für sie hat die Selbstständigkeit viele Gründe: "Man hat zwar nicht weniger zu tun, kann sich die Arbeit aber besser einteilen. Das ist auch mit Familie gut machbar." Silvana Kubin führt seit 2024 eine Projektagentur, deren Schwerpunkt auf Branding, Websites und Projektmanagement liegt. Warum sie sich für eine Gründung entschieden hat? "Weil ich mein Leben und meine Arbeit selbstbestimmt gestalten wollte", so Silvana.
Hohe Erfolgsquote
Hervorzuheben ist auch die Erfolgsquote der Frauen im Unternehmensgründungs-Programm: 85 Prozent der Teilnehmerinnen, die in die Vorbereitungsphase starteten, setzten ihre Gründung schließlich auch um – ein Wert, der sogar leicht über jenem der Männer. "Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie stark Frauen die steirische Gründungslandschaft prägen. Ihre hohe Erfolgsquote, ihr Mut und ihre Innovationskraft machen sie zu zentralen Akteurinnen unserer wirtschaftlichen Entwicklung. Als AMS Steiermark unterstützen wir sie mit voller Überzeugung auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit", erklärt Yvonne Popper-Pieber, stellvertretende Landesgeschäftsführerin AMS Steiermark.