Gault&Millau: Top 5 Haubenlokale der Steiermark

Die steirischen Köche konnten die Verkoster für den „Gault&Millau Restaurantguide 2023“ überzeugen und sammelten zahlreiche Hauben.
Autor: Melanie Ogris, 16.11.2022 um 20:00 Uhr

Jedes Jahr nimmt der einflussreiche Restaurantführer Gault&Millau, benannt nach seinen Gründern Henri Gault und Christian Millau, Haubenlokale genauer unter die Lupe. Auch Gerichte von steirischen Köchen wurden heuer wieder verkostet und beurteilt.

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Das sind die bestbewertesten Restaurants im Grünen Herzen Österreichs:

1. Am Pfarrhof, Sankt Andrä im Sausal

18,5 von 20 möglichen Punkten erreichte das Restaurant in der Südsteiermark. Der Koch Harald Irka ist in der österreichischen Gourmetszene bekannt für seine kreativen Kreationen. „Allein schon seine sechs Amuse- Gueules wären für sich genommen bezüglich der darin verarbeiteten Ideen ein Spitzenmenü. Räucheraal mit oxidierter Bananenbutter, fermentiertem Knoblauch und Alpenkaviar schmeckt genauso aufregend, wie es klingt, Kammmuscheln mit Sepia und Limette sowie Hendlleber mit Kren-Baiser, Kiwi und Kalamansi überraschen und versetzen in Staunen“, ist im Gault&Milau Restaurantguide 2023 zu lesen.

2. Die Weinbank – Restaurant, Ehrenhausen

18 von 20 Punkten wurden dem Koch Gerhard Fuchs verliehen, der 2004 auch zum Koch des Jahres ernannt wurde. „Ehrenhausen gehört dank der Weinbank zu denjenigen Adressen, die man als Genießer unbedingt besucht haben sollte. Allein die Weinkarte mit Schwerpunkt Steiermark bringt jeden zum Schwärmen, der gerne guten Wein trinkt – und dass der Service zu den besten des Landes gehört, wissen Kenner schon lange.“, schreiben die Verkoster im Gault&Millau Restaurantguide.

3. Geschwister Rauch (Steira Wirt) – Restaurant, Bad Gleichenberg

Ebenfalls 18 von 20 Punkten konnte der Koch Richard Rauch erzielen, dem im Jahr 2015 der Titel „Koch des Jahres verliehen“ wurde. Das Restaurant wird in Doppelregie von Richard und seiner Schwester Sonja, die für den Service verantwortlich ist, geführt. „Erwähnen müssen wir die mit Frischkäse gefüllte Zucchiniblüte auf einer Creme aus Paprika im Wechselspiel mit Chimichurri, Heidelbeere und Zucchinipüree, die Lachsforelle im Dialog mit Melone und Marille oder die herrlich erdige Blutwurst, die mit Erdäpfeln, Kren und Wasabi zu einem feingliedrigen Gericht ziseliert wurde – optisch ein Heuler, geschmacklich voller Tiefe und doch Leichtigkeit“, beschreibt man die Gerichte im Restaurantführer.

4. Krainer, Langenwang

17 von 20 Punkten konnten sich die Köche Astrid und Andreas Krainer erarbeiten. „Unsere Teller sind eine Bühne für die bäuerliche Landwirtschaft“, ist auf der Website der Gourmets zu lesen. Und genau das präsentieren sie in ihren Gerichten auch, wie in Gault&Milau beschrieben wird: „Als Gedeck werden Brot, Butter und Speck serviert. Das Brot ist ein von Astrid Krainer selbst gebackenes Sauerteigbrot, die Butter kommt von Kuh und Ziege und der ,Speck' steht hier als Überbegriff für diverse geräucherte Köstlichkeiten aus der Selchkammer von Andreas Krainer.“

5. Saziani Stub'n, Straden

Die Gänge von Koch Christooh Mandl wurden mit 17 von 20 Punkten bewertet. „Eines der ersten Gerichte in der Menüfolge nennt er schlicht „Waldboden“. Hauchdünne Pilze und ein Sud, der Erdigkeit und Eleganz auf zauberhafte Weise verbindet. Erwähnenswert ist, dass die Saziani Stub’n ein kontrollierter und zertifizierter Bio-Betrieb ist. Das Weingut sowieso und schon länger. Aber eben auch die Gastronomie wird ein Bio-Anteil von fast zwei Drittel erreicht“, ist im Restaurantguide zu lesen.

Bewertungssystem

Die Benotung erfolgt nach dem Gault&Millau-Punktesystem: 20 von 20 ist die Idealnote, welche bisher noch nie vergeben wurde. Die Noten beziehen sich dabei nicht auf Ausstattung und Service. Bewertet werden die Frische und Qualität der verwendeten Produkte, Kreativität (zeitgemäße Zubereitung der Landesküche) beziehungsweise Einfallsreichtum in Bezug auf neue Gerichte, Harmonie der Zubereitung (Erhaltung des Eigengeschmacks), Beschaffenheit der Suppen und Saucen sowie die Exaktheit der Garung.

5 Hauben: 19 bis 19,5 von 20 Punkten – Höchstnote für die weltbesten Restaurants.
4 Hauben: 17 bis 18,5 von 20 Punkten – Prägende Küche, führend in Kreativität, Qualität und Zubereitung.
3 Hauben: 15 bis 16,5 von 20 Punkten – Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität.
2 Hauben: 13 bis 14,5 von 20 Punkten – Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet.
1 Haube: 11 bis 12,5 von 20 Punkten – Ambitionierte Küche.
Keine Haube, aber mit in der Bewertung: 10 bis 10,5 von 20 Punkten – Gute Küche, wie man sie in jedem gutbürgerlichen Haus voraussetzen kann.

Der neue Restaurantguide 2023 erscheint am 17. November 2022.