"Ein Herz für Hunde" errichtet eigenes Tierheim
Inhalt
- Zurückgelassene und ausgesetzte Hunde
- Ein eigenes Tierheim als Wendepunkt
- Spendenkampagne bereits ein Erfolg
- Einblicke auf Social Media
- Über den Verein
Seit 2019 sind Amra und Michael Midzan mit ihrem Verein „Ein Herz für Hunde“ in Bosnien im Einsatz – dort, wo Straßenhunde zum Alltag gehören. Rund um die Stadt Bihać, insbesondere auf dem Areal der örtlichen Mülldeponie, werden Tiere ausgesetzt, sich selbst überlassen und oft ihrem Schicksal überlassen. Mehr als 1.250 Hunde konnten in den vergangenen Jahren gerettet, medizinisch versorgt und in liebevolle Familien vermittelt werden. Doch trotz aller Erfolge stoßen die Helfer immer wieder an dieselbe Grenze: den fehlenden Platz.
Zurückgelassene und ausgesetzte Hunde
Die Realität vor Ort ist hart: Hunde werden auf der Straße zurückgelassen oder gezielt bei der Mülldeponie ausgesetzt. Viele überleben nicht. Der Verein versucht, dort zu helfen, wo es am dringendsten ist – mit Rettungen, medizinischer Versorgung und regelmäßigen Fütterungen. „Wir füttern, wir versorgen, wir retten einzelne. Aber wir wissen bei fast jedem Einsatz, dass Hunde zurückbleiben, die wir heute nicht mitnehmen können“, sagt Vereinsgründer Michael Midzan. „Nicht, weil wir sie nicht wollen – sondern weil uns schlicht die Kapazitäten fehlen, um sie unterzubringen.“ Bislang arbeitet der Verein mit provisorischen, privat unterstützten Unterbringungsmöglichkeiten. Aktuell leben dort mehr als 150 gerettete Hunde. Eine dauerhafte Lösung ist das jedoch nicht.
Ein eigenes Tierheim als Wendepunkt
Nun soll sich genau das ändern. In der Region Bihać hat der Verein ein rund 17.000 Quadratmeter großes Areal gefunden, auf dem erstmals ein großes, eigenes Tierheim entstehen soll. Das Grundstück ist bereits genehmigt, Wasser- und Stromanschlüsse sind vorhanden, ebenso zwei bestehende Gebäude. Der Kaufpreis für Gelände und Gebäude beträgt 100.000 Euro. Alle behördlichen Genehmigungen für Tierhaltung und Umbau liegen bereits vor. Mit dem neuen Tierheim soll es erstmals möglich werden, systematisch und in größerem Ausmaß Hunde von der Straße und von der Mülldeponie zu retten – und sie vor dem sicheren Tod zu bewahren.
Spendenkampagne bereits ein Erfolg
Um den Grundstückskauf zu finanzieren, hat „Ein Herz für Hunde“ eine Spendenkampagne auf GoFundMe gestartet. Bereits in den ersten Tagen kamen fast 50.000 Euro zusammen. Für den späteren Umbau des Tierheims werden jedoch weitere finanzielle Mittel notwendig sein. „Wer unsere Fütterungen auf der Mülldeponie kennt, weiß, wie schlimm die Situation dort ist. Dort werden Hunde zum Sterben ausgesetzt. Dieses Tierheim ist die Chance, das endlich zu ändern“, so Midzan.
Zur Spendenkampagne: https://gofund.me/1ccf2b3d8
Einblicke auf Social Media
Der Verein dokumentiert seine Arbeit seit Jahren täglich über soziale Medien. Dort gibt es Einblicke in Rettungsaktionen, medizinische Versorgungen, Fütterungen – aber auch in die oft brutale Realität auf der Straße. Updates zum Tierheim-Projekt und zur Spendenkampagne werden ebenfalls laufend veröffentlicht.
Über den Verein
Der Verein „Ein Herz für Hunde“ wurde 2019 vom steirischen Ehepaar Amra und Michael Midzan gegründet. Der Verein ist in Bosnien im Einsatz und hilft Straßenhunden sowie notleidenden Tieren durch Rettungen, medizinische Versorgung, Fütterungen, Kastrationen und die Vermittlung in neue Familien – mit dem Ziel, aus Hoffnungslosigkeit echte Happy Ends zu machen.