Gault&Millau: Die Top 5 Haubenlokale in Salzburg

Die Testesser des renommierten „Gault&Millau Restaurantguides“ haben sich erneut durch Österreich gekostet und die Top-Adressen gekürt.
Autor: Simone Reitmeier, 17.11.2022 um 12:09 Uhr

Welche Restaurants konnten die Genussprofis von Gault&Millau überzeugen und die meisten Hauben einheimsen? Das sind die Top 5-Salzburg-Adressen für Feinschmecker:

  1. Ikarus, Salzburg
  2. Obauer, Werfen
  3. Döllerer, Golling
  4. Senns.Restaurant
  5. SalzburgKräuterreich by Vitus Winkler, St. Veit im Pongau

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Salzburgs beste Haubenlokale

1. Ikarus, Salzburg

Das Restaurant im Red Bull Hangar-7 ist nicht nur eine Gaumenfreude, auch das Ambiente kann sich sehen lassen: Den Blick auf die Ausstellung rund um das Restaurant empfanden die Gault&Millau-Profis als einzigartig, ebenso das Konzept der monatlich wechselnden Gastköche-Menüs. Der Monat August ist dabei immer der Ikarus-Crew selbst vorbehalten – genau das wurde bewertet. Um nur einige Highlights daraus zu nennen: Ein Gang mit Flusskrebsen, Tomate, Olive, Melone und Amalfizitrone, der gegarte bretonische Hummer oder die Karotte-Zitrus-Ingwer-Dessertkompostion mit Buchtel-Aromen. „Der Hangar-7 ist inklusive des Spitzenrestaurants Ikarus zweifellos ein Must-visit!“

á la carte-Preis: 26,– bis 72,– Euro

2. Obauer, Werfen

Rudi Obauer, der Koch des Jahrzehnts, prägt mit seinem Bruder Karl seit Jahren Österreichs Gastro-Szene. So ist es nicht verwunderlich, dass auch ihre Kreationen die Feinschmecker überzeugen: „Ein Menü beim ‚Obauer‘ ist eine Hommage. Sowohl an die Klassik wie auch an die Natur selbst. Und an die Region.“ Als herrlich empfinden die Tester den gesottenen Rochenflügel mit Bouchon-Muscheln und jungem Spinat. Genauso das als Zwischengang servierte Trüffel-Bauernei mit Trüffelbrioche. Bei den soliden Gerichten hat der Gast stets das Gefühl, etwas außergewöhnlich Gutes gegessen zu haben.

á la carte-Preis: 22,– bis 75,– Euro

3. Döllerer, Golling

In Salzburg kein Unbekannter: Spitzenkoch Andreas Döllerer freut sich über 18,5 von 20 Punkten. Die gute Bewertung bescherte ihm sein Gourmetmenü „Die Göllüberquerung“, die Testesser von Gault&Millau „sind vollster Entzückung“. Angetan hat es ihnen unter anderem der marinierte Bluntaulachs, die kreative Spargel-Velouté und der Hauptakt Crepinette vom Abtenauer Bio-Wildhendel mit Leber und Trüffel im klaren Hendlfond. „Wer in so luftigen Höhen wie Döllerer kocht, der könnte leicht abheben oder – schlimmer noch – abstürzen. Das passiert hier nie. Denn auch das ist ein Merkmal für schönste Bergtouren: garantierte Gipfelsiege!“

á la carte-Preis: 42,– bis 69,– Euro

4. Senns.Restaurant, Salzburg

Laut Restauranttester werden mit Senns Gerichten fast immer alle fünf Sinne gleichzeitig angesprochen. „Gleich zu Beginn bei der roh marinierten Gelbflossenmakrele mit Paprika-Sud, Rettich, Meeresträubchen, Mandarine und Kresseöl. Und das Faszinierende ist: Es funktioniert. Gleiches gilt beim Kalbstatar mit Räucheraal, grünem Apfel und japanischem Ingwer, das durch Feta-Schnee und Gazpacho-Sud einen Extrakick bekommt. Die klassische Burgaud-Ente mit Roter Rübe und Haselnüssen punktet noch zusätzlich mit einem knusprigen Entenleberchip.“ Und auch die Weine können sich sehen lassen, sie stehen dem Menü in nichts nach. Das brachte dem Restaurant mitunter 18 von 20 möglichen Punkten ein.

á la carte-Preis: 24,– bis 80,– Euro

5.  Kräuterreich by Vitus Winkler, St. Veit im Pongau

Mit 18 von 20 Punkten sicherte sich Vitus Winkler einen Top 5-Platz im „Gault&Millau Restaurantguide 2023“. „Das 5- bis 7-Gänge-Kräuterreich-Überraschungsmenü begeistert durch bodenständige, raffinierte Gerichte aus der eigenständigen Kräuter-Hochküche […]. Hier zeigt er auch das Talent, mit Gerichten und Rezepten Geschichten zu erzählen“, beschreibt der Restaurantführer den Besuch im Gourmetlokal. Was erwartet den Gast? Unter anderem Bärlauch-Waldbrot, Löwenzahnpesto sowie Kohlrabipasta und Morcheln, auf Wunsch mit Grüll-Kaviar.

á la carte-Preis: 9,– bis 45,– Euro