Caritas-Kältetelefon: Niemand muss im Freien übernachten

In Graz soll im Winter niemand im Freien übernachten müssen. Mithilfe des Kältetelefons kann jeder helfen.
Autor: Melanie Ogris, 15.11.2022 um 08:00 Uhr

Die Stadt Graz, das Land Steiermark, die Caritas und VinziWerke arbeiten gemeinsam daran, dass in der steirischen Landeshauptstadt niemand in der Kälte übernachten muss.

Um Obdachlosigkeit zu verhindern und dieses Paket zu schnüren, stellt das Sozialressort rund fünf Millionen Euro zur Verfügung. Rund 1.100 Menschen, für die in der Steiermark Notquartiere und Unterkünfte bereitstehen, wären sonst möglicherweise ohne Obdach. – Doris Kampus, Sozial-Landesrätin

Kältetelefon ab 15. November wieder erreichbar

Ab heute sind das Kältetelefon und die Winternotschlafstelle der Caritas wieder im Einsatz. Unter der Nummer 0676 880 15 8111 kann jeder – von 18 bis 24 Uhr – anrufen, der einen Menschen abends im Freien sieht. Das ehrenamtliche Team der Caritas nimmt anschließend Kontakt zu dem Obdachlosen auf und bringt die Person in einer Notschlafstelle unter. Den Kältebus stellt die Firma Gady kostenlos zur Verfügung.

Im vergangenen Winter sind beim Caritas-Kältetelefon 464 Meldungen eingegangen. Die Teams nahmen bei täglichen Ausfahrten 433 Mal Kontakt zu Menschen im Freien auf. Sie gaben insgesamt 380 Versorgungspakete mit Tee, warmer Kleidung, Schlafsack und Snacks aus.

Caritas Kältebus