Direkt zum Inhalt
Beate Kassner bei einer Pressekonferenz.
Beate Kassner verlässt Salzburgs städtische Tourismus GmbH (TSG).
Beate Kassner verlässt Salzburgs städtische Tourismus GmbH (TSG).
Stadt Salzburg / wildbild / Freund

Abschied: Salzburg erneut ohne Tourismuschefin

20.01.2026 um 11:22, Simone Reitmeier
min read
Die Stadt Salzburg ist erneut ohne Tourismuschefin. Beate Kassner scheidet nach nicht einmal 1,5 Jahren aus. Die Suche nach einer Nachfolge läuft bereits.

Die Stadt Salzburg steht einmal mehr ohne Tourismuschefin da. Nach nicht einmal 1,5 Jahren scheidet Beate Kassner aus dem Amt. Ihre Vorgängerin Christine Schönhuber hatte nach zwei Jahren ebenfalls die städtische Tourismus GmbH (TSG) im Kongresshaus vorzeitig verlassen.

Abschied sei einvernehmlich

Mit 31. Jänner 2026 legt Kassner ihre Funktion als Geschäftsführerin nieder, offiziell freiwillig und von sich aus. Mit Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) habe es ein klärendes Gespräch gegeben, der Abschied sei einvernehmlich erfolgt. „Hintergrund sind unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige strategische Ausrichtung des Unternehmens“, heißt es in einer Aussendung der Stadt Salzburg. Kassner war für die Bereiche Tourismus, Paracelsus Bad, das Kurhaus und Salzburg Congress verantwortlich.

Öffentliche Kritik

Schon seit vergangenem Sommer gibt es immer wieder Kritik an Beate Kassner. In ihrer Zeit als Chefin haben mehrere Personen die städtische Gesellschaft verlassen, ihr Führungsstil und ihre Qualifikation wurden infrage gestellt. Auch die neue Tourismusstrategie sowie hohe Ausgaben für eine Hamburger Agentur sorgten für Unmut. „Wir haben im vergangenen Jahr viel erreicht und ich bin zufrieden mit dem, was wir gemeinsam bewegt haben. Gleichzeitig sind wir in einigen zukünftigen strategischen Fragen unterschiedlicher Meinung. Daher ist jetzt ein passender Zeitpunkt, mich neuen Aufgaben zu widmen“, so Kassner. Dieser Meinung ist auch Bürgermeister Auinger: „In einigen Kernfragen der zukünftigen Strategie sind wir jedoch unterschiedlicher Auffassung. Deshalb ist jetzt ein guter Zeitpunkt, sich einvernehmlich zu trennen und neue Wege zu gehen.“

Vorgängerin ging ebenfalls vorzeitig

Mit einem verfrühten Abgang ist Kassner nicht allein. Bereits ihre Vorgängerin Christine Schönhuber hatte ihre Position nach zwei Jahren aus privaten Gründen vorzeitig verlassen. Damals war noch Harald Preuner (ÖVP) Bürgermeister der Stadt Salzburg. Vor Schönhuber war Bert Brugger Geschäftsführer der TSG und 22 Jahre im Amt.

Suche nach Nachfolge läuft

Die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger hat laut Stadt Salzburg bereits begonnen. Man nehme sich aber bewusst Zeit dafür. „Ich möchte unbedingt bei der Erstellung des Anforderungsprofils die Meinungen des Aufsichtsrates und des TSG-Führungsteams einfließen lassen. Bis eine Nachfolge gefunden ist, stellt das Führungsteam die Kontinuität aller laufenden Projekte sicher“, erklärt Auinger. Über weitere Entwicklungen werde man rechtzeitig informieren.

more