Mirabellplatz 2.0: So wird der Busbahnhof in Zukunft aussehen

Ab 2023 wird es für die Anwohner rund um den Mirabellplatz ungemütlich, denn ab diesem startet Salzburgs größtes Verkehrsprojekt: der Bau der Regionalstadtbahn „S-Link“. Im Zuge der Bauarbeiten verwandelt sich das Areal in eine Großbaustelle. Die erste Etappe für die Verlängerung der Lokalbahn vom Hauptbahnhof über Salzburg Süd nach Hallein wird realisiert. Die Salzburger Regionalstadtbahn Projektgesellschaft hat nun das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs für die Gestaltung der S-Link Haltestelle Mirabellplatz bekannt gegeben: die Pläne des Salzburger Büros „dunkelschwarz ZT OG“ setzten sich in einem anonymen Auswahlverfahren durch.

Gestaltung der „S-Link“-Haltestelle

„Die Überdachungen werden als zarte Dachelemente mit schmalem Randabschluss und leicht dynamisch geformter Untersicht ausgeführt, um weniger als raumbildende Bauwerke, sondern mehr als schwebende Figuren aus schimmerndem Metall wahrgenommen zu werden“, erklären die Architekten Steiner, Sampl und Höcketstaller ihr Vorhaben. Das Dach soll mit Tageszeit und Wetter sein Erscheinungsbild verändern und mit der Umgebung verschmelzen.

„Der Mirabellplatz ist nicht nur ein geschichtsträchtiger öffentlicher Raum, sondern ein Ort, der für die Abhaltung von Märkten und Veranstaltungen gebraucht und genutzt wird. All diesen Anforderungen werden wir gerecht. Und auch der Baumbestand an Rosskastanien entlang der Mauer zum Mirabellgarten bleibt natürlich erhalten und wird in das vorliegende Konzept integriert“, so Bürgermeister Harry Preuner über das Projekt.

Zugang zur (geplanten) Stadt-U-Bahn

Zu den Abhängen Richtung U-Bahn wird ein Band aus Glasbausteinen im Platzbelag führen. So soll auch gewährleistet werden, dass Tageslicht in die Bahnhofshalle gelangt. Über den Bahnsteigen soll eine Fußgängerebene mit Shops, Infostand und Ticketing entstehen, die alle Auf- und Abgänge miteinander verbindet. Gegenüber ist eine zweigeschossige Spritzbetonwand geplant.

Zugang zur Stadt-U-Bahn | Credit: S-LINK/dunkelschwarz ZT OG
Bahnsteige und Spritzbetonwand | Credit: S-LINK/dunkelschwarz ZT OG

„Das Siegerprojekt findet mit seiner kraftvollen und doch sehr zurückhaltenden Formensprache eine überzeugende Antwort auf die sensible stadträumliche Situation am Mirabellplatz. Die funktionalen Anforderungen des S-LINK-Projektes werden in allen Ebenen, mit übersichtlichen Raumstrukturen und klaren Wegführungen, bestmöglich umgesetzt. Mit diesem Projekt ist dem Architekturbüro ‚dunkelschwarz‘ ein stimmiges Gesamtwerk mit identitätsstiftender Wirkung gelungen, welches für das S-LINK-Projekt wie auch die Stadt Salzburg zukunftsweisend sein wird“, erläutert der Juryvorsitzender Stefan Marte die einstimmige Entscheidung der Jury für das Projekt von „dunkelschwarz ZT OG“.

 

Autor: Simone Reitmeier, 28.09.2021