SFV: So will Lukas Fabi den Salzburger Fußball prägen
Inhalt
- Kein Umbruch, sondern konsequente Weiterentwicklung
- Trainerausbildung als größter Hebel
- Mädchen- und Frauenfußball im Fokus
- Übergang als größte Herausforderung
- Respekt, Schiedsrichter und digitale Sichtbarkeit
- Klare Botschaft an den Nachwuchs
- Lukas Fabi im Porträt
- Pläne
- Nachwuchs- und Amateurfußball in Salzburg
- Digitalisierung
- Professionalisierung
Mit Lukas Fabi steht seit Kurzem ein Sportdirektor an der Spitze des Salzburger Fußballverbandes, der den Fußball aus nahezu allen Perspektiven kennt. Der gebürtige Südtiroler kam 2004 zum Studium nach Salzburg und sammelte früh praktische Erfahrungen im Sportmanagement, unter anderem beim LASK und später beim SV Grödig, wo er sowohl internationale Bewerbe als auch sportliche Rückschläge miterlebte.
Nach fünf Jahren bei den Salzburger Nachrichten im Online- und Performance-Marketing führte ihn sein Weg endgültig zurück zum Fußball. Als Trainer, Nachwuchsleiter und Funktionär sammelte Fabi wertvolle Einblicke in den Amateur- und Nachwuchsbereich, Erfahrungen, die nun seine Arbeit im Verband prägen.
Natürlich will jeder gewinnen, das gehört zum Fußball dazu. Im Nachwuchsbereich muss jedoch die Entwicklung der Spielerinnen und Spieler im Mittelpunkt stehen.
Kein Umbruch, sondern konsequente Weiterentwicklung
Der Weg zum Sportdirektor war kein Zufall, sondern Ergebnis eines strukturierten Auswahlprozesses. Ursprünglich als Stellvertreter eingeplant, rückte Fabi nach dem Abgang von Markus Hoffmann früher als erwartet in die Hauptverantwortung.
„Ich werde nicht alles auf den Kopf stellen“, betont Fabi im Gespräch mit weekend.at. Vieles sei gemeinsam erarbeitet worden, die inhaltliche Linie klar. Ziel sei es, bestehende Konzepte weiterzuführen und gezielt zu vertiefen.
Trainerausbildung als größter Hebel
Eine der zentralen Säulen seiner Arbeit ist die Trainerausbildung. Für Fabi ist sie der wichtigste Hebel, um den Fußball nachhaltig zu verbessern. Gut ausgebildete Trainerinnen und Trainer hätten direkten Einfluss auf Trainingsqualität, Umgangskultur und den Schutz von Kindern und Jugendlichen.
Deshalb setzt der Verband verstärkt auf dezentrale Ausbildungsangebote. Neben dem zentralen Standort Rif sollen Kurse bewusst direkt in den Regionen stattfinden. Ein Beispiel ist der E-Coach-Lehrgang, der künftig auch im Lungau abgehalten wird.
Mädchen- und Frauenfußball im Fokus
Ein weiteres Herzensthema ist der Mädchen- und Frauenfußball. In diesem Bereich wurden in den vergangenen Jahren erste Strukturen aufgebaut, doch das Potenzial ist längst nicht ausgeschöpft. Besonders wichtig ist dabei die enge Zusammenarbeit mit dem FC Red Bull Salzburg, die Fabi als echten Gamechanger bezeichnet.
„Der Klub hat enorme Strahlkraft. Wenn wir diese richtig nutzen, profitieren vor allem die Mädchen und Kinder im Bundesland“, so der Sportdirektor.
Übergang als größte Herausforderung
Im Kinderfußball sieht Fabi aktuell kein Nachwuchsproblem, im Gegenteil. Noch nie waren so viele Kinder in den Altersklassen U7 bis U10 aktiv. Die Herausforderung liege vielmehr im Übergang vom Jugend- in den Erwachsenenbereich.
Genau hier setzt die neue U17-/1B-Regelung an, die ab der kommenden Saison gilt. Ziel ist es, mehr Flexibilität zu schaffen und Spielerinnen und Spieler besser an den Erwachsenenfußball heranzuführen.
Respekt, Schiedsrichter und digitale Sichtbarkeit
Auch der respektvolle Umgang mit Schiedsrichtern ist ein zentrales Anliegen. Fabi kann sich vorstellen, Schiedsrichterelemente stärker in die Trainerausbildung zu integrieren, um Perspektiven zu wechseln und Verständnis zu fördern.
Parallel dazu soll der Verband digital sichtbarer werden. „Viele junge Menschen wissen gar nicht, was der Verband alles macht“, sagt Fabi. Im zweiten Quartal sollen erste Schritte in einer neuen Social-Media-Strategie folgen.
Klare Botschaft an den Nachwuchs
Zum Abschluss formuliert der Sportdirektor eine klare Leitlinie: „Entwicklung vor Ergebnis.“ Siege seien wichtig, dürften im Nachwuchs aber niemals über die individuelle Entwicklung gestellt werden. Wer diesen Weg gehe, dürfe optimistisch in die Zukunft des Salzburger Fußballs blicken.
Lukas Fabi im Porträt
Lukas Fabi ist neuer Sportdirektor des Salzburger Fußballverbandes. Im Interview mit weekend.at spricht er über Trainerausbildung, Nachwuchsarbeit, Frauenfußball und warum Entwicklung wichtiger ist als jedes Ergebnis.
Herr Fabi, bitte stellen Sie sich kurz vor. Wer sind Sie und was machen Sie beruflich?
Lukas Fabi: Ich bin Lukas Fabi, gebürtiger Südtiroler aus St. Pauls bei Eppan, einem kleinen Ort nahe Bozen, der stark vom Fußball geprägt ist. Dort bin ich aufgewachsen und habe selbst viele Jahre aktiv Fußball gespielt. Im Jahr 2004 bin ich nach Salzburg gekommen – ursprünglich zum Studium. Ich habe hier mein Bakkalaureatsstudium Kommunikationswissenschaften abgeschlossen. Parallel dazu habe ich erste praktische Erfahrungen im Sport- und Eventbereich gesammelt, unter anderem im Rahmen eines Praktikums beim Tennisturnier Generali Ladies Linz. Aus diesem Einstieg entwickelte sich relativ rasch eine Tätigkeit beim LASK, wo ich in einer Phase des Umbruchs rund zwei Jahre mitarbeiten durfte. Da mein Lebensmittelpunkt weiterhin in Salzburg lag, folgte anschließend der Wechsel zum SV Grödig, wo ich drei Jahre tätig war und sowohl internationale Bewerbe als auch den sportlichen Abstieg miterlebt habe – Erfahrungen, die meinen Blick auf den Profifußball nachhaltig geprägt haben. Nach dieser Zeit wechselte ich beruflich zu den Salzburger Nachrichten, wo ich fünf Jahre im Bereich Online-Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Performance Marketing gearbeitet habe – also genau in jenem Feld, das ich studiert habe. Der Fußball war dabei immer ein fixer Bestandteil meines Lebens – als Trainer und Nachwuchsleiter in Anif und Siezenheim sowie durch die absolvierten Trainerausbildungen. Dieser Weg hat mich schließlich zum Salzburger Fußballverband geführt, wo ich meine sportlichen und beruflichen Erfahrungen bündeln kann. Privat bin ich mit meiner Frau Andrea verheiratet, Vater von zwei Kindern – Rafael (4 Jahre) und Hannah (4 Monate) – und lebe mit meiner Familie in der Stadt Salzburg.
Wie ist es dazu gekommen, dass Sie Sportdirektor des Salzburger Fußballverbandes geworden sind? Hat sich dieser Schritt automatisch ergeben?
Lukas Fabi: Nein, automatisch war das nicht. Als bekannt wurde, dass Robert nicht weitermachen wird, habe ich mich ganz normal auf den Posten beworben – so wie andere auch. Es gab einen Aufnahmeprozess mit mehreren Vorstellungsgesprächen. Dabei haben wir Konzepte präsentiert, Ideen eingebracht und unsere Vorstellungen dargelegt. Am Ende wurde entschieden, dass Markus Hoffmann Sportdirektor wird und ich sein Stellvertreter. Gleichzeitig wurde klar vereinbart: Sollte Markus erneut eine Tätigkeit als Trainer oder Co-Trainer im Profifußball übernehmen, würde ich den Posten des Sportdirektors übernehmen. Das war also kein Zufall oder eine spontane Entscheidung, sondern von Anfang an klar geregelt. Überraschend war lediglich der Zeitpunkt, da es dann doch relativ schnell gegangen ist. An dieser Stelle möchte ich Markus trotzdem sehr positiv erwähnen. Ich habe ihn immer als extrem sympathisch, bodenständig und fachlich sehr erfahren erlebt. Auch bevor er offiziell angefangen hat, war er bei vielen Besprechungen und Sitzungen dabei, hat an Gesprächen mitgewirkt. Das ist nicht selbstverständlich und zeigt, wie wichtig ihm die Sache war. Für mich war die Zeit vor Weihnachten natürlich herausfordernd, da wir organisatorisch vieles neu aufstellen mussten. Mit dem Weggang von Markus ist eine wichtige Person weggefallen, Zuständigkeiten mussten neu verteilt werden. Mittlerweile haben wir aber eine gute Struktur gefunden – und jetzt starten wir richtig durch.
Pläne
Was möchten Sie in Ihrer Funktion als Sportdirektor verändern? Wo sehen Sie aktuell den größten Handlungsbedarf?
Lukas Fabi: Ich werde jetzt nicht alles komplett umdrehen. Markus und ich waren uns in sehr vielen Punkten einig, was die zukünftige Ausrichtung des Salzburger Fußballverbandes betrifft. Wir haben vieles gemeinsam erarbeitet, oft zusammengesessen und darüber gesprochen, wie wir uns die kommenden Jahre vorstellen. Diese Linie werde ich konsequent weiterverfolgen. Dabei gibt es für mich einige zentrale Säulen, auf denen diese Entwicklung aufbaut. Die wichtigste davon ist ganz klar die Trainerausbildung. Sie ist der größte Hebel, den wir als Verband haben. Wenn Trainerinnen und Trainer gut ausgebildet sind, lassen sich viele Themen bereits an der Basis positiv beeinflussen – vom Umgang mit Schiedsrichtern und Eltern über Kinder- und Jugendschutz bis hin zur Qualität des Trainings. Deshalb ist es entscheidend, diese Zielgruppe so abzuholen, wie sie es braucht. Uns war und ist dabei besonders wichtig, die Aus- und Fortbildungskurse nach Salzburg zu holen und sie nicht ausschließlich zentral in Rif anzubieten, sondern bewusst auch dezentral direkt bei den Vereinen vor Ort. Rif ist hervorragend ausgestattet und bleibt der zentrale Ausbildungsstandort, gleichzeitig müssen wir aber auch zu den Trainerinnen und Trainern hinausgehen. Ein gutes Beispiel dafür ist der E-Coach-Lehrgang, der im Frühjahr erstmals in Mariapfarr im Lungau stattfindet. Eine weitere ganz wichtige Säule ist der Mädchen- und Frauenfußball. Dieses Thema liegt mir persönlich sehr am Herzen. Ich bin dort ursprünglich eher hineingewachsen, weil es lange kaum Strukturen gegeben hat. Schritt für Schritt haben wir begonnen, diese aufzubauen – und die Entwicklung zeigt, dass dieser Weg richtig ist. Gleichzeitig stehen wir hier noch ganz am Anfang. In diesem Bereich steckt enormes Potenzial, und es wartet noch viel Arbeit auf uns. Ein entscheidender Faktor ist dabei die Zusammenarbeit mit dem FC Red Bull Salzburg. Diese Kooperation ist ein echter Gamechanger. Der Klub hat eine enorme Strahlkraft, vor allem auf junge Menschen. Die Zusammenarbeit erfolgt auf Augenhöhe und wird in den kommenden Jahren sicher noch weiter intensiviert. Davon profitieren letztlich alle – vor allem die Mädchen und Kinder im Bundesland.
Bleibt die Trainerausbildung künftig so, wie man sie bisher gekannt hat?
Lukas Fabi: Die wesentlichen Änderungen habe ich glaube ich eigentlich bereits mit der vorherigen Frage beantwortet. Die Leitung der Trainerausbildung liegt bei Matthias Schmuck, der die gesamte Trainerakademie verantwortet. Dazu zählen alle relevanten Bereiche – vom E-Coach über Nachwuchsleiterlehrgänge, Trainerfortbildungen und die B-Lizenz bis hin zur Zusammenarbeit mit dem ÖFB. Matthias ist damit der zentrale Ansprechpartner für alle Themen rund um Ausbildung und Weiterbildung im Trainerbereich. Er bringt dafür sehr viel Erfahrung mit: Matthias ist seit 2009 im Bereich der Trainerausbildung auch beim DFB tätig.
Wie sind die Zuständigkeiten künftig aufgeteilt?
Lukas Fabi: Aktuell suchen wir eine Nachfolge für meinen bisherigen Aufgabenbereich. Dieser umfasste vor allem den Breitenfußball, den Schulfußball sowie das Vereinscoaching. Die entsprechende Person steht bereits fest, wurde jedoch noch nicht offiziell kommuniziert. Mein eigener Schwerpunkt verlagert sich künftig klar auf die Talenteschiene. Dazu zählen die Landesausbildungszentren (LAZ) sowie der Mädchen- und Frauenfußball.
Nachwuchs- und Amateurfußball in Salzburg
Wenn wir auf den Nachwuchs- und Amateurfußball in Salzburg schauen: Wo liegen aktuell die größten Probleme?
Lukas Fabi: Ich glaube nicht, dass wir im Kinderbereich ein Nachwuchsproblem haben. Wenn man sich die Zahlen in den Altersstufen U7 bis U10 ansieht, waren noch nie so viele Kinder im Fußball aktiv wie derzeit. Die neuen Wettbewerbsformen mit kleineren Spielfeldern funktionieren sehr gut. Alle Kinder kommen zum Spielen, nicht nur ein kleiner Teil. Das sorgt dafür, dass mehr Kinder positive Erlebnisse haben und dem Fußball länger erhalten bleiben. Die eigentliche Herausforderung liegt aus meiner Sicht im Übergang vom Jugend- in den Erwachsenenbereich. Genau in dieser Phase verlieren wir viele Spielerinnen und Spieler. Unser Ziel muss es sein, die vielen Kinder, die wir für den Fußball begeistert haben, auch durch die U13, U14 und U15 gut zu begleiten und ihnen den Schritt in den Erwachsenenfußball zu erleichtern.
Ab der kommenden Saison gilt die neue U17-/1B-Regelung. Können Sie diese bitte näher erklären?
Lukas Fabi: Ab der kommenden Saison gilt für Salzburger Liga- und Regionalliga-Vereine, dass sie entweder eine 1B-Mannschaft und/oder eine U17 stellen müssen. Beides ist möglich, verpflichtend ist jedoch mindestens eine dieser beiden Varianten. Ab der 1. Landesliga abwärts bleibt es beim klassischen Reservebetrieb. Ziel dieser Regelung ist es, den Übergang vom Jugend- in den Erwachsenenfußball besser zu gestalten – genau in diesem Bereich verlieren wir aktuell viele Spieler. Die neue Regelung schafft vor allem mehr Flexibilität. Vereine, die keine 1B stellen können, haben mit einer U17 eine gute Alternative. Wie sich das Modell in der Praxis entwickelt, hängt davon ab, wie viele Vereine welche Mannschaft melden. Diese Konstellation ist neu, deshalb werden wir die Umsetzung sehr genau begleiten.
Ein Dauerbrenner ist das Thema Auf- und Abstiegsregelungen. Warum ist das so kompliziert?
Lukas Fabi: Das Thema ist deshalb so komplex, weil im Ligasystem vieles miteinander zusammenhängt. Ob Bundesliga, 2. Liga oder Regionalliga – Auf- und Abstiege wirken sich immer direkt auf alle anderen Ligen aus. Im vergangenen Jahr gab es im Mai sehr viele unterschiedliche mögliche Konstellationen. Das ist in der Kommunikation natürlich herausfordernd, aber wir machen die Dinge nicht absichtlich kompliziert. Es gibt schlicht sehr viele Abhängigkeiten.
Das Thema Schiedsrichter sorgt immer wieder für Diskussionen. Wie kann aus Ihrer Sicht mehr Respekt und Verständnis geschaffen werden?
Lukas Fabi: Auch in diesem Bereich ist die Trainerausbildung für uns wieder der wichtigste Hebel. Zusätzlich überlegen wir, Elemente einer Schiedsrichterausbildung stärker in die Trainerausbildung zu integrieren. Trainerinnen und Trainer sollen dabei selbst einmal Spiele leiten – nicht, um den Schiedsrichtermangel zu kompensieren, sondern um die Perspektive des Gegenübers besser kennenzulernen. Gerade im Nachwuchsbereich verlieren wir leider viele junge Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, oft aufgrund des Umgangstons. Vor allem Eltern, Zuseherinnen und Zuseher sowie Trainerinnen und Trainer spielen dabei eine Rolle – hier fehlt es mitunter an gegenseitigem Respekt. Der E-Coach ist in diesem Zusammenhang ein besonders wichtiges Instrument. Viele Trainerinnen und Trainer sind selbst Eltern oder engagierte Vereinsmitglieder, die diese Aufgabe zeitlich begrenzt und nebenbei übernehmen. Sie bleiben vielleicht nur zwei oder drei Jahre im System, streben keine B-Lizenz an, brauchen aber dennoch solides Basiswissen.
Digitalisierung
Welche Rolle spielt Social Media für den Verband?
Lukas Fabi: Eine sehr große. Ich komme selbst aus dem Online-Marketing und sehe hier großes Potenzial. Wenn wir ehrlich sind, existiert der Verband für viele, zum Beispiel 13-jährige Salzburgerinnen und Salzburger, aktuell kaum im digitalen Raum. Viele wissen nicht, was im Verband tagtäglich alles passiert – von Hallenbewerben über die Talenteschiene (LAZ) bis hin zur Vereinsbetreuung. Genau diese Arbeit wollen wir künftig sichtbarer machen und besser erklären. Wir haben uns dieses Thema schon länger vorgenommen, verfügen jetzt aber erstmals über die entsprechenden Ressourcen. Ziel ist es, im zweiten Quartal die ersten konkreten Schritte in der digitalen Kommunikation umzusetzen.
Professionalisierung
Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit Red Bull Salzburg?
Lukas Fabi: Extrem wichtig. Diese Zusammenarbeit besteht bereits seit vielen Jahren und funktioniert sehr gut. Salzburg ist hier ein positives Beispiel dafür, wie ein Landesverband und ein Profiverein konstruktiv zusammenarbeiten können. Ich erlebe die Kooperation sehr positiv, und unser gemeinsames Ziel ist es, die vorhandenen Synergien weiter zu nutzen und auszubauen – immer mit dem Fokus darauf, den Kindern und Jugendlichen im Land das bestmögliche Angebot zu bieten.
Wie wichtig sind mehrere Profivereine im Bundesland Salzburg?
Lukas Fabi: Sehr wichtig. Salzburg verfügt über viele talentierte Spielerinnen und Spieler, und genau diese brauchen klare Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten. Austria Salzburg leistet derzeit unter nicht einfachen Rahmenbedingungen sehr beeindruckende Arbeit. Gleichzeitig ist es für die Entwicklung junger Spieler entscheidend, dass es mehrere Vereine im Profibereich gibt, um unterschiedliche Wege und Chancen zu eröffnen.
Abschließend: Haben Sie einen Appell an den Salzburger Fußball-Nachwuchs?
Lukas Fabi: Ja: Entwicklung vor Ergebnis. Natürlich will jeder gewinnen, das gehört zum Fußball dazu. Im Nachwuchsbereich muss jedoch die Entwicklung der Spielerinnen und Spieler im Mittelpunkt stehen. Wenn Trainerinnen und Trainer den Mut haben, diesen Weg konsequent zu gehen – auch gegen äußeren Druck –, dann sehe ich die Zukunft des Salzburger Fußballs sehr positiv.