Ski-Saisonkarten: So viel Geld gibt’s bei einer Totalsperre zurück

Viele Salzburger Skifahrer, die sich jedes Jahr eine Ski-Saisonkarte gönnen, fragen sich: Bekommt man bei einer erneuten Totalsperre aufgrund des Corona-Virus Geld zurück? Wir sind der Sache genauer auf den Grund gegangen und haben uns die ABG der größten Skiverbunde im Detail angesehen. Eines können wir schon vorab sagen: Ja, es gibt nutzungsbedingtes Geld zurück, sollte COVID-19 der Skisaison auch heuer einen Strich durch die Rechnung machen. Konkret heißt das: Hat man weniger als 15 Skitage absolviert, dann fließen Rückvergütungen.

So heißt es zum Beispiel in den AGB der SuperSkiCard unter Punkt „7. Rückerstattung bei Betriebssperre wegen Epidemien oder Pandemien“:

„Bei der SuperSkiCard Saisonkarte erfolgt die Rückerstattung auf Grundlage einer Amortisationsberechnung, wobei jeweils festgestellt wird, ob sich die Kosten der SuperSkiCard durch die Inanspruchnahme durch den Kunden bereits amortisiert haben. Diese Berechnung erfolgt auf Basis eines von den Lift– und Seilbahngesellschaften für das jeweilige Produkt kalkulierten, fiktiven Tageskartenpreis aus dem sich ergibt, dass die Kosten der SuperSkiCard ab dem 15ten oder mehr Skitagen amortisiert sind. Eine Rückerstattung ist daher ausgeschlossen, wenn der Kunde die Saisonkarte bereits an 15 oder mehr Skitagen genutzt hat.“

„Diese 15-Tage-Regelung bei Saisonkarten gilt meines Wissens für alle Salzburger Seilbahn-Betreiber“, informierte Erich Egger, Sprecher der Salzburger Seilbahnwirtschaft und Schmitten-Chef auf der Pressekonferenz zum Thema „Wintertourismus im SalzburgerLand in der Saison 2020/21“. Unter anderem auch für die Ski Alpin Card sowie für die Ski Amadé-Saisonkarte.

Wie genau diese Berechnung im Ski Amadé-Gebiet gehandhabt wird, ist auf der Website des Skiverbunds detailliert nachzulesen. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass die Skitage 1 bis 9 anders berechnet werden als die Skitage 10 bis 14. Zum besseren Verständnis ein kleines Rechenbeispiel:

Peter Pistenflitzer hat sich eine Ski Amadé-Saisonkarte zum Normalpreis von 659,- Euro gekauft. Mitte Februar kommt es zur Totalsperre, Peter war bis dahin 11 Mal Skifahren. Für die ersten neun Skitage müsste Peter 45,– Euro Abschlag pro Tag zahlen, für die Skitage 10 und 11 wären jeweils 38,– Euro fällig. Daraus ergibt sich folgende Summe: 9 mal 45,- Euro und 2 mal 38,- Euro – gesamt sind das 481,– Euro. Peter bekommt nun die Differenz zwischen Saisonkartenpreis und Abschläge retour – das wären demnach 178,– Euro.

Saisonkarten-Preise im Überblick

Wer sich nun sicher ist, dass auch heuer eine Saisonkarte her muss, sollte am besten noch in der Vorverkaufsphase zuschlagen, in der die Preise deutlich günstiger sind.

Salzburg SuperSkiCard

Vorverkauf bis 2. Dezember 2020
Preise: 774,– (Erwachsene), 661,– Euro (U 25, geb. 2001-1995), 564,– (Jugend, geb. 2004-2002), 376,– (Kinder, geb. 2014-2005).
Saison: 10.10.2020 – 02.05.2021
www.superskicard.com

Ski Amadé Card

Vorverkauf bis 2. Dezember 2020
Preise: 617,– Euro (Erwachsene), 433,– Euro (U25), 242,– Euro (Jugend), 160,– Euro (Kind), 722,– Euro (Jungfamilie)
Saison: 10.10.2020 bis 02.05.2021
www.skiamade.com

Ski Alpin Card

Vorverkauf bis 8. Dezember 2020
Preise
: 608,- Euro (Erwachsene), 530,- Euro (U25), 453,- Euro (Jugend), 293 Euro,- (Kind)

Saison: 10.10.2020 – 02.05.2021
www.alpincard.at

Weitere Infos zum Thema „Skifahren 2020/2021“ finden Sie im Interview mit Schmitten-Chef Erich Egger.

Autor: Simone Reitmeier , 16.10.2020