Startschuss für gemeinschaftliche Sonnenstromnutzung
Photovoltaikanlagen gehören bei vielen Neubauten längst zum Standard. Oft geht der erzeugte Strom aber vor allem ins öffentliche Netz. Beim Wohnprojekt am Brunnfeldweg in Mittersill verfolgt die Salzburg Wohnbau nun einen anderen Ansatz: Die Photovoltaikanlage speist den Strom nicht mehr nur ins öffentliche Netz ein, sondern wird als Gemeinschaftliche Erzeugungsanlage (GEA) betrieben. Nur verbleibende Überschüsse werden ins Netz eingespeist.
Die Bewohnerinnen und Bewohner können den Strom direkt im Haus verbrauchen, etwa für Haushaltsgeräte, Warmwasser oder gemeinschaftliche Anlagen. Je nach Anlagengröße und Verbrauch sind Einsparungen von rund 100 bis 300 Euro pro Haushalt und Jahr möglich. Die technische Umsetzung erfolgt gemeinsam mit der Ökostrombörse, die unter anderem Vertragsabwicklung und Abrechnung übernimmt.
Auftakt für weitere Projekte
Mittersill bildet den Auftakt eines umfassenden Ausbauprogramms. Bereits 2026 sollen die ersten zehn Mietobjekte im Eigenbestand auf Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen umgestellt werden. Parallel werden geeignete Neubauprojekte mit diesem System geplant, unter anderem bei einem Bau in Bürmoos. Auch bei Bestandsobjekten und gemischt genutzten Anlagen wird geprüft, wo eine Umsetzung möglich ist.
„Unser Ziel ist es, den auf den Dächern selbst erzeugten Sonnenstrom größtmöglich und kostengünstig unseren Mieterinnen und Mietern zur Verfügung zu stellen, das schont zusätzlich auch das Stromnetz“, sagt Geschäftsführer Georg Grundbichler.
Großes Potenzial für den Wohnbau
Auch aus Sicht der Branche hat das Modell Potenzial. Nach Einschätzung der Ökostrombörse könnten im Bundesland Salzburg rund 20.000 Wohnungen künftig mit Photovoltaikstrom vom eigenen Dach versorgt werden. So wird Mittersill zum Beispiel dafür, wie sich leistbares Wohnen und effiziente Energienutzung im Wohnbau verbinden lassen.
Mit Gemeinschaftlichen Erzeugungsanlagen schaffen wir einen direkten Mehrwert für unsere Bewohnerinnen und Bewohner.
