S-bike ist da: So viel kostet das neue Leih-Rad in Salzburg
Nach jahrelangen Anläufen ist Salzburgs neues Bike-Sharing-System gestartet. Seit Montag, dem 17. August, können die ersten S-bikes in der Landeshauptstadt ausgeliehen werden. Zum Auftakt stehen rund 200 E-Bikes bereit, das Angebot wird nun schrittweise ausgebaut. Bis Ende des Jahres sollen mehr als 600 elektrische Leihräder an insgesamt 65 Stationen verfügbar sein. Besonders interessant ist das Angebot für Klimaticket-Besitzer: Für sie sind die ersten 30 Minuten jeder Fahrt kostenlos.
S-bike startet mit rund 200 E-Bikes
Die Idee eines stationsgebundenen Radverleihsystems beschäftigt Salzburg schon seit rund 15 Jahren. Mehrere Versuche scheiterten, nun ist das Projekt tatsächlich auf der Straße angekommen. Land Salzburg, Stadt Salzburg und der Salzburger Verkehrsverbund setzen S-bike gemeinsam um und investieren jährlich rund 1,2 Millionen Euro in Betrieb und Ausbau.
Zum Start stehen etwa 200 E-Bikes sowie bereits ein Großteil der geplanten Stationen zur Verfügung. Bis Jahresende soll die Flotte auf mehr als 600 Räder wachsen. Insgesamt sind 65 Standorte vorgesehen. Diese befinden sich vor allem an wichtigen Verkehrsknoten, Bahnhöfen, Universitätsstandorten, in der Innenstadt sowie an den Stadtgrenzen.
Das Ziel dahinter ist vor allem die sogenannte erste und letzte Meile. Pendler sollen beispielsweise mit Bus oder Bahn nach Salzburg kommen und für das letzte Stück zum Arbeitsplatz unkompliziert auf ein E-Bike wechseln können.
So viel kostet eine Fahrt mit S-bike
Im regulären Tarif kostet S-bike drei Euro je angefangener halber Stunde. Bezahlt wird automatisch über die in der App hinterlegte Zahlungsart. Die maximale Ausleihdauer beträgt vier Stunden.
Deutlich günstiger wird es für Besitzer eines Klimatickets oder einer S-bike-Jahreskarte. Sie können die ersten 30 Minuten jeder Fahrt kostenlos nutzen. Danach kostet jede weitere angefangene halbe Stunde 1,50 Euro.
Zum Start gibt es außerdem eine Gratisaktion. Mit dem Aktionscode „ILIKESBIKE“ können Nutzer zwei Fahrten mit jeweils 30 Minuten kostenlos ausprobieren. Der Code muss dafür in der wegfinder App hinterlegt und aktiviert werden.
So funktioniert die Ausleihe
Das komplette System ist in die wegfinder App eingebunden. Dort können Nutzer eine Station suchen und verfügbare E-Bikes finden. Vor Fahrtbeginn wird der QR-Code am gewünschten Fahrrad gescannt, anschließend kann die Fahrt gestartet werden.
Die Rückgabe ist nicht auf den ursprünglichen Standort beschränkt. Das Rad kann an jeder beliebigen S-bike-Station zurückgebracht werden. Zum Abschluss wird das E-Bike im dafür vorgesehenen Bereich abgestellt und die Fahrt über die App beendet. Ein Foto dokumentiert, dass das Fahrrad ordnungsgemäß zurückgegeben wurde.
S-bike setzt ausschließlich auf E-Bikes. Die Räder verfügen über Körbe vorne und hinten. Zusätzlich ist laut Projektbetreibern jedes zehnte Fahrrad mit einem Kindersitz ausgestattet. Betrieben wird das System vom international tätigen Anbieter Lime.
Bis zu 100 Stationen sind geplant
Mit den mehr als 600 Rädern und 65 Stationen ist der Ausbau noch nicht abgeschlossen. Langfristig soll das S-bike-Netz auf bis zu 100 Standorte innerhalb des Salzburger Stadtgebiets erweitert werden. Auch Stationen in Umlandgemeinden sind bereits angedacht.
Damit soll das Fahrrad stärker mit Bus und Bahn verzahnt werden. Für Verkehrsreferent Stefan Schnöll ist gerade die Verbindung zwischen Haltestelle und tatsächlichem Ziel entscheidend, um mehr Menschen zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen.