Großbrand in Uttendorf: Ursache steht fest
Großbrand in Uttendorf – Ursache geklärt: Nach dem Feuer im Ortszentrum von Uttendorf steht nun fest, wie der Brand entstand. Die Ursache des Großbrands in Uttendorf dürfte ein Defekt an einer elektrischen Installation im Hühnerstall gewesen sein. Der entstandene Schaden liegt im mittleren sechsstelligen Bereich.
Ursache für Großbrand steht fest
Nach dem verheerenden Großbrand in Uttendorf (Pinzgau) ist nun klar, wie das Feuer entstanden ist. Laut Polizei dürfte ein Defekt an einer elektrischen Installation im Hühnerstall der Auslöser gewesen sein.
Das Feuer brach am Dienstag in den frühen Morgenstunden im Stallgebäude eines Bauernhauses am Dorfplatz aus. Innerhalb kurzer Zeit griffen die Flammen auf große Teile des Gebäudes über.
Der entstandene Schaden wird mittlerweile im mittleren sechsstelligen Bereich beziffert.
Alarmstufe 4 im Ortszentrum
Die Situation war besonders heikel, da sich das Gebäude mitten im Ortszentrum befindet. Wegen der Nähe zu anderen Häusern und der starken Windverhältnisse bestand zeitweise die Gefahr, dass sich der Brand auf weitere Gebäude ausbreiten könnte.
„Es ist eines der ältesten Gebäude der Gemeinde. Es hat lichterloh gebrannt, deshalb wurde sofort Alarmstufe 4 ausgelöst“, erklärte Franz Fritzenwanger von der Feuerwehr Uttendorf gegenüber Salzburg24.
Bei Bränden in dicht bebauten Ortskernen müsse schnell reagiert werden, betonte er. Die Gefahr eines Übergreifens der Flammen sei in solchen Situationen besonders groß.
Großeinsatz der Feuerwehren
Neben der Feuerwehr Uttendorf wurden mehrere weitere Wehren alarmiert. Unterstützung kam aus Mittersill, Stuhlfelden, Niedernsill, Zell am See und Saalfelden.
Insgesamt standen rund 150 Feuerwehrleute im Großeinsatz. Sie kämpften stundenlang gegen das Feuer und verhinderten schließlich eine weitere Ausbreitung der Flammen.
Dank des schnellen und koordinierten Eingreifens der Einsatzkräfte konnte das unmittelbar angrenzende Wohnhaus vor dem Brand geschützt werden.
Tiere teilweise gerettet
Menschen kamen bei dem Brand glücklicherweise nicht zu Schaden. Auch zahlreiche Tiere konnten rechtzeitig gerettet werden. Der Landwirt brachte Kühe und Kälber noch rechtzeitig ins Freie.
Für einige Hühner kam jedoch jede Hilfe zu spät. Sie verendeten vermutlich in den Flammen.
Schwierige Wasserversorgung
Die Löscharbeiten wurden zusätzlich durch die schwierige Wasserversorgung erschwert. Der Dorfbach führte nur wenig Wasser, wodurch alternative Lösungen gefunden werden mussten.
„Für die Zuleitung aus dem Badesee mussten wir sogar ein Loch ins Eis schneiden“, schilderte Fritzenwanger.
Verkehrsbehinderungen im Ortszentrum
Während der Löscharbeiten kam es rund um den Dorfplatz zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Der Bereich wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt.
Ortskundige Verkehrsteilnehmer wurden gebeten, das Gebiet großräumig zu umfahren.
Die Ermittlungen zur Brandursache sind inzwischen abgeschlossen. Die Polizei geht von einem technischen Defekt aus. Der materielle Schaden ist beträchtlich, doch dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehren konnte eine noch größere Katastrophe verhindert werden.