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Großbrand St. Koloman: Rund 130 Einsatzkräfte kämpfen mit massiven Problemen bei der Wasserversorgung.
In St. Koloman stehen ein Wohnhaus und ein angrenzender Stall in Flammen.
In St. Koloman stehen ein Wohnhaus und ein angrenzender Stall in Flammen.
nitpicker / Shutterstock.com

Großbrand in St. Koloman: Ganzes Dorf hilft der Feuerwehr

18.08.2026 um 13:33, Yunus Emre Kurt
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Ein Wohnhaus und Stall brennen in St. Koloman. Rund 130 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen, selbst private Pools werden für Löschwasser geleert.

Ein Großbrand hält seit Dienstagfrüh die Gemeinde St. Koloman im Tennengau in Atem. Im Ortsteil Taugl gerieten ein Wohnhaus und ein angrenzender Stall in Brand. Rund 130 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen. Besonders schwierig gestaltet sich die Versorgung mit ausreichend Löschwasser. Mittlerweile helfen zahlreiche Landwirte aus dem Ort mit, sogar Wasser aus privaten Swimmingpools wurde bereits zum Löschen verwendet.

130 Einsatzkräfte kämpfen gegen Großbrand

Seit den frühen Morgenstunden stehen die Einsatzkräfte in St. Koloman im Großeinsatz. Ein Wohngebäude sowie ein angrenzender Stall waren aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Die Feuerwehren St. Koloman, Bad Vigaun, Hallein und Oberalm rückten zum Einsatzort aus.

Neben den Feuerwehren befinden sich auch Kräfte des Roten Kreuzes und der Polizei vor Ort. Insgesamt sind rund 130 Helfer mit der Bekämpfung des Feuers beschäftigt. Die Löscharbeiten ziehen sich über Stunden und stellen die Einsatzkräfte vor außergewöhnliche Herausforderungen.

Die gute Nachricht: Nach dem derzeitigen Stand kamen weder Menschen noch Tiere zu Schaden. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.

Feuerwehr kämpft mit riesigem Wasserproblem

Das größte Problem bei den Löscharbeiten ist ausgerechnet das wichtigste Mittel im Kampf gegen die Flammen: Wasser. Ortsfeuerwehrkommandant Robert Weiß spricht von massiven Schwierigkeiten bei der Löschwasserversorgung.

Um genügend Wasser an die Einsatzstelle zu bekommen, mussten bereits sechs Löschwasserbehälter ausgepumpt werden. Doch selbst diese Vorräte reichten nicht aus. Zusätzlich griff die Feuerwehr auf zwei bis drei private Swimmingpools zurück und verwendete deren Wasser für den Einsatz.

Die außergewöhnliche Situation zeigt, welche Dimension der Brand angenommen hat. Über Stunden müssen große Mengen Wasser zur Brandstelle gebracht werden, um offene Flammen und versteckte Glutnester bekämpfen zu können.

Bauern helfen mit Güllefässern

Große Unterstützung erhält die Feuerwehr von den Bewohnern der Gemeinde. Zahlreiche Landwirte helfen bei der Versorgung der Einsatzkräfte mit Löschwasser. Mehrere Bauern sind mit ihren Traktoren und Güllefässern im Pendelverkehr unterwegs.

Allein gegen Mittag waren fünf Landwirte damit beschäftigt, laufend Wasser zur Einsatzstelle zu transportieren und die Behälter der Feuerwehr wieder aufzufüllen. Laut Einsatzleitung beteiligen sich praktisch sämtliche verfügbaren Bauern im Ort an der Unterstützung.

Auch schwere Geräte werden inzwischen benötigt. Weil sich in dem betroffenen Gebäude weiterhin Glutnester befinden, wurde das Dach teilweise abgetragen. Mit einem Bagger räumen die Einsatzkräfte zudem den Heustock aus, um an versteckte Brandherde zu gelangen.

Flammen drohten auf Wald überzugreifen

Zwischenzeitlich verschärfte sich die Lage dramatisch. Die Flammen drohten auf ein angrenzendes Waldstück überzugreifen. Daraufhin wurde kurzfristig die Alarmstufe 3 ausgelöst. Ein größerer Waldbrand konnte nach bisherigem Stand verhindert werden.

Entwarnung konnte am frühen Nachmittag dennoch noch nicht gegeben werden. Die Feuerwehr arbeitet weiter daran, sämtliche Glutnester freizulegen und vollständig abzulöschen. Wann der Einsatz beendet werden kann, ist derzeit nicht absehbar.

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