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A10, Werfen, Tunnelausfahrt
Die Asfinag will den Brentenbergtunnel ab Samstag wieder zweispurig freigeben.
Die Asfinag will den Brentenbergtunnel ab Samstag wieder zweispurig freigeben.
ASFINAG

A10 nach Brand: So soll der Verkehr gerettet werden

14.01.2026 um 13:23, Yunus Emre Kurt
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Gute Nachrichten: Nach dem Lkw-Brand im Brentenbergtunnel kündigt die Asfinag an: Ab Samstag soll die A10 wieder zweispurig befahrbar sein.

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Nach dem verheerenden Lkw-Brand im Brentenbergtunnel auf der Tauernautobahn (A10) gibt es für den Pongau und tausende Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer erstmals ein Aufatmen. Wie die Asfinag am Mittwoch bei einem Medientermin bekannt gab, soll der Tunnel bereits ab Samstag wieder zweispurig befahrbar sein. Damit würde das massive Stauchaos, das sich seit Freitag vor allem auf der Salzachtalstraße (B159) und in den umliegenden Gemeinden aufgebaut hat, zumindest deutlich entschärft.

Der Brand hatte am Freitagabend im Bereich der Galerie des Brentenbergtunnels in Fahrtrichtung Salzburg schwere Schäden verursacht. Ein Lkw war gegen einen Anpralldämpfer geprallt und in Brand geraten. Das Fahrzeug brannte vollständig aus, die enorme Hitze setzte dem Bauwerk massiv zu.

Massive Schäden

„Die Schäden an Tunnelwand und Galerie waren erheblich“, schildert Asfinag-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl. Besonders betroffen waren Betonflächen, technische Einbauten sowie Teile der Tunnelstruktur. Dennoch habe das bestehende Sicherheitssystem Schlimmeres verhindert. „Alle Sicherheitseinrichtungen haben wie vorgesehen funktioniert. Ohne diese Systeme hätte der Brand vermutlich nicht so rasch eingedämmt werden können“, betont Hufnagl.

Bereits am Abend des Brandes begannen erste Begutachtungen, einzelne beschädigte Elemente wurden umgehend repariert. In den darauffolgenden Tagen wurde der Tunnel umfassend untersucht. Erst die finalen Laborergebnisse, die am Mittwochmorgen vorlagen, zeigten deutliche Veränderungen im Beton, die eine langfristige Sanierung notwendig machen.

„Intelligentes“ Gerüst als Übergangslösung

Trotz dieser Schäden entschied sich die Asfinag für eine rasche Zwischenlösung. Hintergrund sind die enormen Auswirkungen auf den Verkehr im Pongau und darüber hinaus. „Uns war klar, dass wir im Sinne der Verkehrssicherheit und der betroffenen Regionen so schnell wie möglich handeln müssen“, erklärt Hufnagl.

Zum Einsatz kommt nun ein sogenanntes „intelligentes“ Gerüst, das den betroffenen Tunnelbereich während der Sanierungsarbeiten stützt. Dieses Provisorium ist mit einem modernen Monitoring-System ausgestattet, das laufend misst, ob es zu weiteren Veränderungen oder Belastungen im Bauwerk kommt. Bei Auffälligkeiten könne sofort reagiert werden.

Dank dieser Maßnahme soll der Tunnel bereits ab Samstag wieder mit zwei Fahrstreifen in Richtung Salzburg befahrbar sein.

Sanierung dauert Monate

Trotz der schnellen Öffnung ist klar: Die vollständige Instandsetzung des Brentenbergtunnels wird Zeit brauchen. Die Asfinag rechnet mit mehreren Wochen, möglicherweise sogar Monaten, bis alle Schäden behoben sind. Während dieser Zeit bleibt das Gerüst im Tunnel installiert.

Noch offen ist, welche Geschwindigkeitsbegrenzung nach der Öffnung gelten wird. „Wir prüfen derzeit, ob temporär 60 oder sogar 80 km/h möglich sind“, so Hufnagl. Eine endgültige Entscheidung dazu soll in den kommenden Tagen fallen.

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