Nach Hausbrand: Familie braucht neue Bleibe
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Ein Brand in den frühen Morgenstunden hat am Sonntag ein Mehrparteienhaus in Zell am See (Pinzgau) schwer beschädigt und zahlreiche Menschen vorübergehend obdachlos gemacht. Gegen 5.00 Uhr brach aus bislang ungeklärter Ursache Feuer in einer Wohnung im Dachgeschoß aus. Die Einsatzkräfte reagierten rasch und evakuierten das gesamte Gebäude.
Insgesamt 23 Personen, darunter eine Pinzgauer Familie sowie mehrere Urlaubsgäste, konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Hausbewohner reagiert geistesgegenwärtig
Entscheidend für den glimpflichen Ausgang war das schnelle Handeln eines Hausbewohners. Er bemerkte den Brand, weckte umgehend seine Frau und den Sohn und alarmierte die Einsatzkräfte. Beim Verlassen des Gebäudes klopfte die Familie zudem an sämtliche Wohnungstüren, um auch andere Bewohner zu warnen.
Die alarmierte Feuerwehr durchsuchte anschließend unter schwerem Atemschutz alle Wohnungen. Dabei mussten vier Wohnungstüren aufgebrochen werden, um sicherzugehen, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befanden.
Ersatzunterkünfte rasch organisiert
Alle 23 Betroffenen wurden zunächst vorübergehend in die Polizeiinspektion Zell am See gebracht. In weiterer Folge organisierte die Stadtgemeinde Zell am See Ersatzquartiere in zwei nahe gelegenen Hotels. Das Gebäude selbst ist derzeit nicht bewohnbar, bestätigte die Polizei.
Vizebürgermeisterin Salome Mühlberger (ÖVP) betonte am Montag im Gespräch mit SALZBURG24, dass vor allem für die schlagartig wohnungslos gewordene Familie rasch eine längerfristige Lösung gefunden werden müsse. „Beruhigend ist, dass sie vorübergehend in einem Hotel untergebracht sind. Auf lange Sicht wird aber wohl eine Ersatzunterkunft notwendig sein“, erklärte Mühlberger.
Die Stadt wolle die Familie dabei „natürlich unterstützen“. Ein gemeinsames Gespräch habe bislang noch nicht stattfinden können, sei aber zeitnah geplant.
Große Schäden am Gebäude
Das Feuer konnte von der Feuerwehr relativ rasch gelöscht werden, anschließend wurde das Gebäude umfangreich belüftet. Dennoch sind die Schäden erheblich. Die betroffene Dachgeschoßwohnung wurde vollständig zerstört, auch das Dach sowie der Kamin des Hauses wurden in Mitleidenschaft gezogen.
Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, konnte am Montag noch nicht beziffert werden. Ebenso liegen zur genauen Brandursache derzeit noch keine neuen Erkenntnisse vor.