Erspartes weg: Salzburger Opfer von Anlagebetrug
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Was als wohlüberlegte Investition geplant war, endete für einen 65-jährigen Salzburger in einem finanziellen Albtraum. Wie die Polizei Salzburg nun bestätigte, fiel der Mann auf eine perfide Online-Betrugsmasche herein und verlor dabei 85.000 Euro. Die Täter nutzten eine täuschend echte Kopie einer Bank-Website, um das Vertrauen ihres Opfers zu gewinnen.
Der Fall reiht sich in eine wachsende Zahl von Anlagebetrugsdelikten ein, die in den vergangenen Monaten in Salzburg bekannt wurden.
Suche nach Rendite führt in die Falle
Mitte Dezember begab sich der Mann im Internet auf die Suche nach einer rentablen Geldanlage. Dabei stieß er auf eine professionell gestaltete Website, die den Internetauftritt eines seriösen Geldinstituts imitierte. Logos, Farben und Aufbau wirkten glaubwürdig, für den Laien war kein Unterschied zu einer echten Bankseite erkennbar.
Im guten Glauben eröffnete der 65-Jährige über die Plattform ein Online-Konto und tätigte mehrere Überweisungen. Insgesamt transferierte er 85.000 Euro auf das angebliche Anlagekonto.
Wochenlange Täuschung
Besonders heimtückisch: Die Betrüger hielten die Illusion über Wochen hinweg aufrecht. Bis zum Dreikönigstag konnte der Salzburger auf das vermeintliche Online-Konto zugreifen und sein angebliches Guthaben einsehen. Die angezeigten Zahlen vermittelten den Eindruck einer funktionierenden Investition.
Erst als plötzlich kein Login mehr möglich war und sämtliche Kontaktversuche ins Leere liefen, wurde der Mann misstrauisch. Kurz darauf erkannte er, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, und erstattete Anzeige bei der Polizei.
Ermittlungen laufen
Die Polizei Salzburg hat Ermittlungen aufgenommen. Derzeit wird versucht, den Geldfluss nachzuvollziehen und Hinweise auf die Täter zu gewinnen. In vielen Fällen führen die Spuren zu ausländischen Konten, was die Aufklärung deutlich erschwert.
Kein Einzelfall
Der aktuelle Fall ist kein Einzelfall. Erst kürzlich wurde bekannt, dass ein 42-jähriger Mann aus dem Flachgau ebenfalls Opfer von Anlagebetrügern wurde. Er hatte zwischen November 2025 und Jänner 2026 rund 50.000 Euro in angebliche Aktien investiert, ebenfalls über eine gefälschte Plattform. Auch in diesem Fall floss das Geld auf ausländische Konten.