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Freiwillige Feuerwehr Werfen während Löscharbeiten im A10-Tunnel
Der A10-Tunnel bleibt nach dem Brand längerfristig gesperrt.
Der A10-Tunnel bleibt nach dem Brand längerfristig gesperrt.
Freiwillige Feuerwehr Werfen

Nach Brand: A10 Tunnel bleibt gesperrt

10.01.2026 um 13:26, Marcel Toifl
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Tunnel-Inferno auf der A10! Ein Lkw steht im Brentenbergtunnel in Flammen. Die Tunnelröhre bleibt unbefristet gesperrt. Die Schäden sind massiv.

Ein schwerer Lkw-Unfall legt am Freitagabend die Tauernautobahn lahm. Im Brentenbergtunnel bei Werfen steht ein Sattelschlepper in Flammen. Die Hitze beschädigt Fahrbahn und Technik. Die Röhre in Richtung Salzburg bleibt auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Unfall und Brand im Brentenbergtunnel

Kurz vor 18 Uhr verliert ein 41-jähriger Lenker aus Rumänien die Kontrolle über seinen Lkw. Das Fahrzeug prallt gegen das rechte Tunnelportal, schleudert auf die linke Spur und bleibt im Tunnel stehen. Sekunden später bricht ein Feuer aus. Dichte Rauchschwaden füllen die Röhre. Der Fahrer kann sich ins Freie retten, bleibt aber im Rauch eingeschlossen. Einsatzkräfte holen ihn über einen Querstollen ins Freie.

Der Lenker kommt mit leichten Verletzungen ins Uniklinikum Salzburg. Die Polizei sperrt die Autobahn in beide Richtungen. Mehrere Feuerwehren rücken an. Das Feuer greift auf technische Anlagen über, Teile der Decke platzen auf.

Einsatz und Rettung

Mehr als 100 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen. Die Löschwasserversorgung funktioniert wie vorgesehen. Nach rund 5 Stunden ist das Feuer gelöscht. Spezialtrupps messen Temperatur und Schadstoffwerte. Der Rauch zieht über beide Tunnelröhren hinweg. Die Sicht im Bereich Werfen ist zeitweise stark eingeschränkt.

Die Ursache des Unfalls bleibt unklar. Ermittler prüfen technische Defekte und Fahrfehler. Der Lkw wird geborgen, die beschädigte Fahrbahn bleibt blockiert. Die ASFINAG beginnt mit der Begutachtung der Brandzone.

Massive Schäden und Sperre

Die Hitze zerstört Beleuchtung, Funkanlagen und Brandmelder auf den ersten 100 Metern des Tunnels. Beton platzt ab, Kabel schmelzen, Sensoren fallen aus. Die ASFINAG bestätigt eine unbefristete Sperre der Röhre Richtung Salzburg. Eine temporäre Verkehrsführung ist in Prüfung.

Die Umleitung führt über die B159. Der Verkehr staut sich auf rund 10 Kilometern zwischen Werfen und Bischofshofen. Autofahrer müssen bis zu 90 Minuten Wartezeit einplanen. Der Rückreiseverkehr aus Bayern und Baden-Württemberg verstärkt das Chaos.

Laut ASFINAG verhindern die im Vorjahr installierten Sicherheitsanlagen Schlimmeres. Anpralldämpfer, Lüftungssysteme und Löschleitungen funktionieren trotz der enormen Hitze. Experten bewerten die Schäden als „massiv, aber kontrollierbar“. Wann die Autobahn wieder freigegeben wird, ist offen.

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