Welser Weihnachtswelt findet statt: „So normal wie möglich!“

„Weihnachten ist auch ein Fest der Hoffnung“, schickt der Welser Bürgermeister Andreas Rabl voraus. Das beinhaltet in der Messestadt auch die Hoffnung darauf, die Welser Weihnachtswelt durchführen zu können. Schließlich geht es nicht nur um die Weihnachtsstimmung, die sonst bei vielen Menschen gerade in der aktuellen Lage kaum aufkommen kann, sondern auch um die Wirtschaft: „Die Bedeutung dieser Wochen kann gar nicht hoch genug eingschätzt werden, es ist das wichtigste Ereignis im Welser Jahreszyklus“, stellt der Bürgermeister klar.

Schutzengel-Konzept

Eine der Maßnahmen, die einen möglichst reibungslosen und gleichzeitig sicheren Ablauf gewährleisten soll, ist das sogenannte „Schutzengel-Konzept“: So sind nicht nur 15.000 Euro für Desinfektion und Hygiene-Maßnahmen budgetiert, sondern es werden auch zahlreiche Mitarbeiter darauf achten, dass die Hygieneregeln eingehalten werden. Die Organisatoren erwarten zu Spitzenzeiten am Wochenende ein Besucher-Minus von bis zu 25 Prozent, dafür habe die Erfahrung dieses Jahres gezeigt, dass dafür an den Wochentagen mehr Frequenz herrscht als zuvor.

Dennoch: Es kann natürlich nicht alles wie immer sein. So bleibt die bekannte, hell erleuchtete Christkind-Statue in diesem Jahr „in der Garage“, wie es Stadtmarketing-Geschäftsführer Peter Jungreithmair formuliert, ebenso wie die Almdorfbühne: Dichtes Gedränge ist dort ganz einfach nicht zu vermeiden. Auf dem frei gewordenen Platz wird dafür jene Gastro-Anlage aufgebaut sein, der üblicherweise im Pollheimerpark steht. Generell wird die Fläche für die Gastronomie etwas vergrößert, dafür stehen etwas weniger entsprechende Stände zur Verfügung; jede hat zudem ihr eigenes Leitsystem. So soll sich auch das Gedränge entzerren.

So viel wie möglich erhalten

Vier verschiedene Szenarien für die Welser Weihnachtswelt wurden ausgearbeitet – vom aktuell vorgestellten, das quasi die Maximal-Variante ist, bis hin zum De-facto-Lockdown-Konzept. „Es wäre das einfachste gewesen, wenn wir einfach abgesagt hätten, aber das kam für uns nicht in Frage“, so Jungreithmair: „Es wird aber nicht ausbleiben, dass wir beim Programm tagesaktuell flexibel sein müssen.“

Der Plan ist aber, dass so viele bekannte Programmpunkte wie möglich erhalten bleiben sollen. Das Wolkenreich im Ledererturm, das Weihnachtspostamt und die Kinderbesuche beim Christkind sind ebenso geplant wie die Eisstockbahn und die Eisfläche und die Fahrgeschäfte im Pollheimerpark. „Noch nicht sicher ist, ob der Kunsthandwerksmarkt in der Burg stattfinden kann“, erklärt Wirtschafts-Stadtrat Peter Lehner, das hänge von der weiteren Entwicklung der Corona-Lage ab.

Wichtig in vielen Punkten

Die Organisatoren sind zuversichtlich, dass die Weihnachtswelt mit dem ausgearbeiteten Konzept durchgeführt werden und damit Weihnachtsstimmung verbreitet werden kann. „Wir müssen mutig sein, aber nicht naiv“, gibt Stadtmarketing-Geschäftsführer Jungreithmair die Marschroute vor.

Dann klappt's auch mit der Weihnachtswelt.

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Autor: Philipp Eitzinger , 15.10.2020